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„Das ist surreal“, ging Bassem Eid durch den Kopf, als ihn am Morgen des 7. Oktobers die ersten Nachrichten vom Massaker der Hamas erreichten. Gottfried Bühler interviewte den palästinensischen Friedensaktivisten für die Fernsehserie „Faszination Israel“.
Einblicke in ein Gespräch über die Hamas, falschverstandene Solidarität – und eine Warnung.
Bassam Eid ist ein mutiger Mann, denn er gehört zu den wenigen Palästinensern, die es wagen, sich offen gegen die Hamas zu stellen, eine der reichsten und mächtigsten Terrororganisationen der Welt. Mit den Hamas-Führern könne man nicht verhandeln, betont der Journalist. „Sie sind einfach nur Lügner. Ihr einziges Ziel ist es, Israel auszulöschen.“ Solange die Hamas existiere, könne auch im Gazastreifen niemand in Frieden und Freiheit leben. Eid hat deshalb eine Botschaft an die Weltgemeinschaft. Sie lautet: „Befreit Gaza von Hamas!“
Bühler: „Ist es denn möglich, die Hamas zu zerschlagen?“
Eid: „Ich glaube, es kann gelingen. Aber Israel muss den Krieg bis zum Ende durchziehen, auch wenn es weitere Menschenleben kostet.“
Der palästinensische Journalist berichtete immer wieder über die Praxis der Terroristen, Hilfsgüter zu beschlagnahmen und auf dem Schwarzmarkt teuer zu verkaufen. So war es auch schon vor dem 7. Oktober. „Das ist eine Tatsache. Jeder in Gaza weiß das“, sagt Eid. Wenn Israel die Einfuhr von Baumaterial genehmigte für den Bau von Häusern – „die Hamas konfiszierte den Beton und hat ihn dem eigenen Volk zu hohen Preisen weiterverkauft“. Das Geld floss in die Taschen der Terroristen und in die Terrorinfrastruktur.
Bühler: „Wenn Deutschland 50 Millionen Euro für humanitäre Hilfe bereitstellt …“
Eid: „… dann geht das direkt an die Hamas.“
Bühler: „Warum halten viele Medien die Hamas für eine glaubwürdige Informationsquelle und übernehmen deren Aussagen und Zahlen?“
Eid: „Die Medien haben die Moral verloren. Sie sind Teil des Problems.“
Was viele Medien ebenfalls ignorieren: Israels Kampf gegen die Hamas werde von vielen arabischen Ländern für richtig erachtet – zumindest hinter vorgehaltener Hand, weiß Eid. „Israel hat die Legitimität, die Hamas zu zerschlagen“, zitiert der Journalist eine weit verbreitete Ansicht. „Deshalb werden auch die Abraham-Abkommen Bestand haben“, ist er sich sicher.
Das Gespräch wendet sich Lösungsmöglichkeiten zu. Eid: „Wer heute immer noch von einer Zweistaatenlösung träumt, hat den 7. Oktober verschlafen.“
Bühler: „Ägypten und Jordanien weigern sich, Menschen aus dem Gazastreifen aufzunehmen. Warum?“
Eid: „Die Menschen aus Gaza wollen ja gar nicht nach Ägypten oder Jordanien. Sie wollen viel lieber nach Deutschland oder Großbritannien.“
Und der Palästinenser hat eine Warnung für die Menschen in Europa, die von Israel fordern, den Kampf gegen die Terrororganisation einzustellen: „Die Hamas sitzt auch bei Ihnen. Sie sind überall. Man sollte sich also überlegen, was los wäre, wenn Morgen in Berlin ein solches Massaker verübt wird. Sie sollten sich Gedanken darübermachen, dass das gleiche auch bei Ihnen passieren kann“.
Das Interview mit Bassem Eid in voller Länge:
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