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Obwohl sie besonders in Deutschland als „Heilige Kuh“ gilt, war die UNO fast von Anfang an eine Organisation, die Scheinheiligen Alibis bot. Das gilt in erster Linie für die UN-Vollversammlung, die im Laufe der Jahrzehnte gegen Israel eine haarsträubende Entschließung nach der anderen verabschiedete.
Das liegt daran, dass hier un- oder antidemokratische, diktatorische oder autoritäre Staaten die Mehrheit haben. Sie können mühelos jederzeit die demokratischen Staaten überstimmen, selbst wenn diese einheitlich abstimmten. Ihre Mehrheit könnte, wenn eingebracht, auch einem Antrag zustimmen, der feststellen würde, der Planet Erde wäre ein Quadrat. Ein Glück wenigstens, dass Entschließungen der UN-Vollversammlung nicht völkerrechtlich bindend sind.
Anders Resolutionen des UN-Sicherheitsrates. Ihnen kommt dadurch ein erhebliches politisches Gewicht in der internationalen Politik zu. Ihnen – und damit dem Sicherheitsrat an sich. Zehn seiner Mitglieder werden turnusmäßig gewechselt, fünf Staaten sind dauerhafte Mitglieder: USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich. Die nicht erst jetzt Menschenrechte miss- und verachtenden Staaten Russland und China können als Dauermitglieder das Veto-Recht gegen Mehrheitsentscheidungen ausüben.
Apropos, in den UN-„Menschenrechts“rat schaffte es, neben anderen Terror-Staaten, auch der Iran. Mit Kultur angepinselter Fassade agiert die UNESCO ähnlich. Von der UNRWA ganz zu schweigen.
Böcke als Gärtner schreibt man so: UNO.
Unser Gastautor Prof. Dr. Michael Wolffsohn ist Historiker, Publizist und Hochschullehrer. Zu seinen neusten Büchern gehört der Spiegel-Bestseller „Nie wieder? Schon wieder!: Alter und neuer Antisemitismus“ (2024, HERDER Verlag).
Platz 1: Israel (103 Verurteilungen)
Platz 2: Syrien (42 Verurteilungen)
Platz 3: Iran (14 Verurteilungen)
Platz 4: Nordkorea (13 Verurteilungen)
Platz 5: Eritrea (12 Verurteilungen)
Platz 6: Venezuela (3 Verurteilungen)
Platz 7: Sudan (2 Verurteilungen)
Auszug aus der Sonderausgabe Wort aus Jerusalem: "Israel im Faktencheck"
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