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„China erschüttert die Welt“ ist der Titel eines jüngsten Buches, das sich mit aufwachenden Wirtschaftsgiganten des Fernen Ostens beschäftigt. Die Aussicht auf einen Markt von 1,3 Milliarden Menschen, der zunehmend westlichen Luxusgüter konsumiert, lässt die Herzen vieler Wirtschaftsbetriebe höherschlagen. Zugleich aber lehren Billiglöhne und Patentpiraterie viele Betriebe und Angestellten weltweit das Fürchten. Man spricht zurecht von einem erwachenden Riesen, der die Weltwirtschaft und die globale Politik in noch ungeahnter Weise erschüttern wird.
Viel wichtiger und aufregender jedoch ist die unglaubliche geistliche Dynamik, die sich im bevölkerungsreichsten Land der Welt abspielt. Als Mao Tsedong 1949 die kommunistische Ära seines Landes einläutete, schätzte man, dass es 700.000 chinesische Christen gab. Mao sah dies als Frucht imperialistischer Politik an und verwies daher alle westlichen Missionare des Landes. Durch systematische Verfolgung und staatliche Kontrolle versuchte er das Christentum einzudämmen. Heute – knapp 60 Jahre später – leben in China 130 Millionen Christen, so zumindest hieß es in einer offiziellen Verlautbarung der chinesischen Regierung Anfang dieses Jahres. Trotz staatlicher Verfolgung und ohne die technologischen Hilfsmittel westlicher Kirchen wuchs die Kirche um das 180-fache!
China galt noch vor 200 Jahren als unerreichtes Missionsland. Heute sendet China mit seinen unzähligen dynamischen Gemeinden, die sich im Untergrund meist als Hauskirchen organisiert haben, selbst Tausende Missionare in alle Welt. Gleichzeitig wächst in den chinesischen Gemeinden ein Verständnis von der prophetischen und heilsgeschichtlichen Bedeutung Israels. Als ICEJ spürten wir dies in den vergangenen Jahren durch stetig wachsende Gruppen, die aus China zum Laubhüttenfest nach Jerusalem pilgerten. Auch in diesem Jahr erwarten wir wieder eine Rekordzahl von Christen aus China zu Sukkot.
Vor zwei Jahren bat uns zum ersten Mal das Pastorenehepaar Linda und Danny Chou aus Taipei, eine Zweigstelle in Taiwan eröffnen zu dürfen. Anfang dieses Jahres erreichte die ICEJ dann zum ersten Mal eine Einladung vom chinesischen Festland, um dort zu berichten, was Gott in Israel tut. Im Juni dieses Jahres folgten die ICEJ-Direktoren Malcolm Hedding und Jürgen Bühler den Einladungen in diesen Teil der Welt.
Jürgen Bühler besuchte mehrere Gemeinden und Veranstaltungen in Taiwan während Malcolm Hedding einer Einladung nach Hong Kong, China, folgte. Sowohl Malcolm als auch Jürgen empfanden in beiden Ländern eine offene Tür, das Wort Gottes zu verkündigen. Es war ein großes Vorrecht für Malcolm Hedding, in Hong Kong offiziell unsere neue ICEJ-Zweigstelle für China eröffnen zu können. „Viele Wirtschaftsvertreter sprechen heutzutage von dem schlafenden Riesen China, der am Erwachen ist. Ich denke, das wirtschaftliche und politische Erwachen ist lediglich ein Schatten der geistlichen Realität. Eine Kirche, die unter Verfolgung ein derartiges Wachstum erlebt hat und jetzt eine Vision für Israel und die ganze Welt entwickelt, hat ein enormes Potential, ein großer Segen für die Welt zu sein“, erklärte Malcolm Hedding, nach seiner Rückkehr aus Hong Kong. Bitte beten Sie mit uns für diese Entwicklungen in Fernost!
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