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Nach vier Jahren herzlicher und intensiver Zusammenarbeit muss die ICEJ-Deutschland einem hochgeschätzten Freund „Lehitraot“ (Hebräisch für Auf Wiedersehen) sagen: Dr. Dan Shaham Ben-Hayun, Israels Generalkonsul für Süddeutschland, kehrt wieder nach Israel zurück. Der Israeli mit marokkanischen Wurzeln und hervorragenden Deutschkenntnissen hatte seinen Amtssitz in München und war für die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen zuständig. Als Brückenbauer par excellence schaffte er es, die unterschiedlichsten Menschen und Ideen unter einen Hut zu bringen.
„Dan ist ein Mann der Tat, der viel Gutes bewirkt hat“, erklärt Gottfried Bühler, Erster Vorsitzender der ICEJ-Deutschland. „Ob es sich um Weingüter, Start-Up-Unternehmen, Autohersteller, Bildungsinitiativen oder Kunstprojekte handelte – in jedem nur erdenklichen Bereich hat er Israelis und Deutsche zusammengebracht und zur Intensivierung der deutsch-israelischen Beziehungen beigetragen.“
Berührungsängste waren dem promovierten Psychologen aus Aschdod, der den Staat Israel in der Vergangenheit auch in Afrika und Bonn vertreten hatte, fremd. So sprach er auch auf vielen christlichen Großveranstaltungen, zu denen er sich gerne einladen ließ. Bei den ICEJ-Impulstagen in Stuttgart, bei Jugendevents, in Schulen, bei Konzerten und auf Gedenkveranstaltungen betonte er immer wieder das Verbindende zwischen Juden und Christen – gerade wegen der schwierigen gemeinsamen Vergangenheit. „Freundschaft überbrückt Trauma“ – das war sein Credo und danach lebte und handelte er. Doch dabei blieb er keinesfalls stehen.
Neben seinen eigenen, auf die Gegenwart und Zukunft ausgerichteten Projekten der Zusammenarbeit, stärkte er seiner südafrikanischen Frau Charmaine Hedding den Rücken. Mit ihrer Organisation „The Shai-Fund“ brachte sie Hilfsteams aus Deutschen und Israelis, Juden und Christen zusammen, die in den Krisengebieten dieser Welt Not linderten und ein Zeichen der Versöhnung setzten. Gemeinsam mit der ICEJ und großen Gemeinden in Süddeutschland schickte Charmaine diese Gruppen beispielsweise auf die Philippinen und in irakische Flüchtlingslager, um dringend benötigte humanitäre Hilfe zu leisten. Einen wichtigen Beitrag zur Integration leistete auch das Kunst- und Tanzprojekt „Mein Platz“ an einer Münchner Schule. Eine israelische Sporttherapeutin half Kindern mit und ohne Fluchthintergrund, ihre teils schwierigen Erfahrungen zu verarbeiten.
Ganz im Sinne seines positiven und verbindenden Ansatzes ließ es sich Dan Shaham nicht nehmen, am Ende seiner Amtszeit eine neue Stelle zu schaffen, die er mit einer deutschen Christin besetzte. Als Repräsentantin des Staates Israel für Baden-Württemberg fungiert seit diesem Sommer Maren Steege aus Stuttgart. „Als ICEJ-Deutschland wünschen wir Dan und seiner Frau Charmaine alles erdenklich Gute“, sagt Gottfried Bühler. „Wir werden beide sehr vermissen.“
Ganz herzlich begrüßen wir die neue israelische Generalkonsulin Sandra Simovich und wünschen ihr viel Erfolg und Gottes Segen!
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