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Das ist passiert: Der israelischen Regierung wird erneut vorgeworfen, nicht entschieden genug gegen „Siedlergewalt“ vorzugehen. Am 9. August drangen jüdische Extremisten in das Dorf Kusra südlich von Nablus im Westjordanland (Judäa/Samaria) ein und errichteten Barrikaden. Sie schnitten drei palästinensische Familien von der Strom- und Wasserversorgung ab und hinderten sie am Verlassen ihrer Häuser. Die israelische Armee griff ein, vertrieb die jüdischen Extremisten, was zunächst jedoch nicht effektiv und dauerhaft gelang.
Das sollten Sie wissen: Anders als in vielen internationalen Medien dargestellt, ist die Situation in Kusra nicht der Normalzustand. Die Lage im „Westjordanland“ hat sich jedoch seit dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 deutlich verschärft – auf beiden Seiten. Das Außenministerium in Jerusalem dokumentierte seit dem Hamasüberfall auch über 850 Terroranschläge gegen Juden im „Westjordanland“. In einer verzerrten Berichterstattung stehen allerdings praktisch ausschließlich die jüdischen Extremisten im Fokus.
Für 2026 meldete die UNO 1.430 „Vorfälle unter Beteiligung israelischer Siedler“. Die Organisation Regavim wies jedoch in ihrem Bericht „False Flags and Real Agendas“ nach, dass die offiziellen Statistiken der Vereinten Nationen (UN OCHA) zur „Siedlergewalt“ handwerklich unsauber und offenbar antiisraelisch motiviert sind – so wurden sogar jüdische Zivilisten, die in eindeutiger Notwehr palästinensische Angriffe abwehrten, in der Statistik als Täter aufgeführt. Regavim kommt zum Ergebnis, dass rund 90 Prozent der von OCHA erfassten Fälle bei genauer Prüfung nicht als „Siedlergewalt“ einzuordnen sind.
Darum ist es wichtig: Die Angriffe sind das Werk einer kleinen extremistischen jüdischen Gruppe, die keinen Rückhalt in der israelischen Bevölkerung hat. Während palästinensische Terroristen im Westjordanland und Gazastreifen für Terrorangriffe gefeiert werden, verurteilt die übergroße Mehrheit der Israelis die Angriffe der jüdischen Terroristen. Die israelische Armeeführung nennt sie „illegal, verwerflich und inakzeptabel“. Israelische Menschenrechtsaktivisten demonstrieren für die palästinensischen Betroffenen. Auch Siedler-Organisationen verurteilen die Taten, und Vertreter jüdischer Gemeinden weltweit äußern ihre Empörung.
Es wäre zu wünschen, dass sich auch die palästinensische Bevölkerung so klar gegen Terrorangriffe positioniert.
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