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Nicht historische Orte, sondern Menschen und ihre Lebenssituation standen im Mittelpunkt der Projekt- und Begegnungsreise im März. Die Teilnehmer lernten Israel und seine Bewohner von einer Seite kennen, die Touristen sonst verschlossen bleibt.
Die Begegnung mit Holocaust-Überlebenden im Haifa-Heim der ICEJ und die Besichtigung der Künstlerwerkstatt Yad LaKashish in Jerusalem, wo 200 Senioren täglich zusammenkommen, um kreativ zu arbeiten und Gemeinschaft zu pflegen, gehörte für viele Reiseteilnehmer zu den bewegendsten Momenten. „Wie wertschätzend hier mit den Senioren umgegangen wird - das ist wirklich ein Konzept, das man auch in Deutschland braucht“, waren sich Monika Müller und Brigitte Rotter-Schütt einig, beide selbst erfahrene Pflegefachkräfte.
Der tiefe Einblick in die Lebenssituation der Menschen führte der Reisegruppe die Gegensätze vor Augen, die in Israel aufeinanderprallen. In Rischon LeZion half man im Untergeschoss eines Einkaufszentrums bei der Verteilung von Lebensmitteln an Bedürftige. Oben der Reichtum, unten die Armut – dieser Kontrast berührte die Helfer sehr. Ebenso wie die extremen Unterschiede der verschiedenen Kulturen, die den Alltag der Menschen in diesem kleinen Land prägen. Die Besucher erfuhren, wie die drusische Gemeinschaft im Norden Israels lebt (siehe Seite 14), sie sprachen mit jüdischen Neueinwanderern aus Russland und der Ukraine über deren Sorgen und feierten in Jerusalem gemeinsam mit Daniel, einem messianischen Juden, ganz traditionell den Beginn des Schabbats. Daniel hatte die Reisegruppe zum Schabbat-Essen in seine Wohnung eingeladen. „Es hat mich tief beeindruckt, dass er sich so viel Mühe für uns gemacht hat“, bedankte sich Jutta Fischer für dieses besondere Erlebnis.
Dass Gott sein Versprechen wahrmacht, trockene Wüsten zum Blühen zu bringen, konnten die Besucher bei der Fahrt quer durch das Land nicht nur sehen, sondern auch genießen – bei einer Wein- und Käseprobe am See Genezareth. Die Reisegruppe konnten sogar selbst Teil der Prophezeiung werden: Jeder Teilnehmer durfte einen Baum pflanzen und damit aktiv zur Begrünung und Aufforstung des Landes beitragen.
„Wenn Gott seine Leute so versorgt, brauchen auch wir heute keine Angst vor der Zukunft zu haben“, fasste Dr. Wolfgang Grotz seine Eindrücke nach der Besichtigung der ehemaligen Munitionsfabrik Ayalon in Rehovot zusammen. In der geheimen, unterirdischen Munitionsfabrik produzierte eine kleine jüdische Gruppe während der britischen Mandatszeit einen großen Teil der Patronen, die später das Überleben des jungen jüdischen Staates sicherten. Zur Geschichte der Munitionsfabrik gehören zahlreiche Wunder, die immer wieder im letzten Moment die Enttarnung der geheimen Produktionsstätte verhinderten. „Wir sind dankbar, dass wir auf dieser Reise Dinge sehen durften, die man sonst auf keiner Israelreise erlebt“, ergänzte seine Frau Dr. Susanne Grotz: „Es war wirklich eine Horizonterweiterung.“
So erlebte auch Kathrin Kirsch die Reise. „Es war spannend zu sehen, wie Gott mich in der kurzen Zeit verändert hat. Er hat Unverständnis in Liebe und Mitgefühl verwandelt“, zog sie Bilanz und fügte hinzu: „Es gab viele Momente und Orte, da spürte man ganz deutlich: Hier ist Gott.“ Das Büro der ICEJ in Jerusalem, wo die Reisegruppe von ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler begrüßt wurde, sei ebenfalls ein solcher Ort. „Ihr seid am richtigen Platz“, beschieden auch Klaus und Regina Phlipsen den Mitarbeitern der ICEJ.
Ähnliche Erfahrungen machten Martin und Ruth Hartog. „Man konnte überall sehen: Gott hat seine Hand auf diesen Menschen und Situationen“, war sich das Ehepaar einig. Außerdem werde das eigene Glaubensselbstverständnis in Israel zurechtgerückt: „Als Christ denkt man ja manchmal, man hätte einen besonderen Stand. Aber die Reise hat uns gezeigt, dass wir wirklich nur aus Gnade dazugehören, nicht mehr.“ Ruth fügte hinzu: „Für mich war besonders kostbar zu erleben, dass unser Besuch die Menschen so tief berührt.“
Tatsächlich hieß man die Deutschen bei allen Projektbesuchen herzlich willkommen. In einem Kindergarten in Nitzan Bet sangen und tanzten die Kinder sogar für ihre Gäste und überreichten Rosen. Die israelische Ortschaft an der Grenze zum Gazastreifen erlebt immer wieder Raketenbeschuss. Wenn die Sirenen heulen, bleiben den Erzieherinnen nur rund 15 Sekunden, um die Kinder in Sicherheit zu bringen. Deshalb finanzierte die ICEJ dank großzügiger Spenden zwei mobile Schutzbunker im Garten der Einrichtung.
Die Besuchergruppe stellte sich probeweise in einen der Schutzbunker. Wie mag es sich wohl anfühlen, hier zu stehen, dicht an dicht gedrängt auf gerade einmal 4,1 Quadratmetern, wenn oben die Raketen fliegen? Zehn Minuten, bei Dauerbeschuss auch mehrere Stunden, müssen 30 Kinder und vier Erzieherinnen im Schutzbunker ausharren. „Solche Lebensbedingungen können wir uns in Deutschland gar nicht vorstellen“, kommentierte Reiseteilnehmer Herbert Betz erschüttert.
Die zehntägige Reise ging viel zu schnell vorbei, war man sich am letzten Abend einig. Die Reisegruppe dankte Stephan Lehnert, Geschäftsführer der ICEJ Deutschland, und Annika Briegert (ICEJ Jerusalem) für die gute und charmante Reiseleitung.
„Es war eine sehr intensive Zeit“, fasste Uwe Janke am Ende die Eindrücke zusammen, die beim Besuch der ICEJ- Hilfsprojekte gesammelt wurden: „Jedes Projekt hat gezeigt, was möglich ist und wie man als Christ den Menschen in Israel zur Seite stehen kann.“
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