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Über 3000 Israel-Freunde, Juden und Christen, haben Anfang November gemeinsam den 100. Geburtstag der Balfour-Erklärung mit einem Festakt in der berühmten Royal Albert Hall in London begangen. Am 2. November 1917 verpflichtete sich Großbritannien durch die Balfour-Erklärung, einen jüdischen Staat im Mandatsgebiet Palästina zu errichten.
ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler wandte sich mit einem Grußwort an die Teilnehmer des Events, der von der britischen Organisation „Christian Middle East Watch“ (einer christlichen Organisation, welche die Medienberichterstattung zum Nahostkonflikt beobachtet) organisiert worden war: „Viele Menschen sagen, dass eine Kyrus-Berufung auf Ihrem Land ruhe“, sagte er mit Blick auf das Gastgeberland Großbritannien. „Das Auftreten von Kyrus, dem Perserkönig, wurde Jahrhunderte vor dessen Geburt bereits durch den großen Propheten Jesaja angekündigt. Er prophezeite: ‚So spricht der HERR, dein Erlöser… der zu Kyrus sagt: Mein Hirte! Er soll all meinen Willen vollenden und sagen zu Jerusalem: Werde wieder gebaut!, und zum Tempel: Werde gegründet!‘ Die Balfour-Erklärung war tatsächlich eine Proklamation an die Welt, Zion und Jerusalem wieder aufzubauen”, erklärte Bühler. „Auf Grundlage der Balfour-Erklärung wurde aus der Wüste wieder ein Garten. Auf Grundlage der Balfour-Erklärung sind Juden von den Enden der Erde wieder in ihr Heimatland zurückgekehrt und haben die uralten Städte wieder aufgebaut.“
Angesichts palästinensischer Massenproteste gegen die Feierlichkeiten sagte Bühler: „Viele behaupten, die Balfour-Erklärung sei eine kolonialistische Verlautbarung; doch genau das Gegenteil ist der Fall. Diese Erklärung proklamiert die Freiheit und das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Wer Israel segnet, wird selbst gesegnet, das sagt mir meine Bibel“, fuhr Bühler fort. „Möge Gott Ihr Land segnen, möge er Israel und uns alle segnen.“
Ein christlicher Chor aus Holland mit 300 Sängerinnen und Sängern, ein christliches Orchester, Tänzer des Israel Folk Dance Institute, eine Klezmer-Band und die Sängerin Tally Koren gaben der Feier einen festlichen Rahmen. Professionelle Schauspieler führten den Zuschauern die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Christen und Juden vor Augen, die zur Zeit der Balfour-Erklärung vorherrschten. Der britische Außenminister Lord Arthur James Balfour, ein überzeugter christlicher Zionist, war ein guter Freund von Chaim Weizmann, dem späteren ersten Präsidenten Israels. Der jüdische Schriftsteller Theodor Herzl, der als Begründer des politischen Zionismus gilt, pflegte freundschaftliche Kontakte mit dem christlichen Reverend William Hechler. Er öffnete Herzl diplomatische Türen in Europa.
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