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„Um Zions willen will ich nicht schweigen, und um Jerusalems willen will ich nicht innehalten, bis seine Gerechtigkeit aufgehe wie ein Glanz und sein Heil brenne wie eine Fackel." (Jesaja 62, 1)
Obwohl wir Israel seit Jahren auf alle erdenkliche Weise unterstützt haben, glauben wir trotzdem, daß wir ihm durch Gebet und Fürbitte am meisten helfen können. Und deshalb sollten alle Versuche, Zion zu trösten, einer Liebe entspringen, die durch ständiges Gebet untermauert ist. Gott verfolgt einen herrlichen, ganz bestimmten Zweck damit, daß er Sein Volk allen Widerständen zum Trotz aus den Enden der Welt in seine alte Heimat zurückbringt.
Sein Plan ist es, durch ein wiederhergestelltes Israel der ganzen Welt einen messianischen Segen zukommen zu lassen:
„Denn wenn ihre Verwerfung die Versöhnung der Welt ist, was wird ihre Annahme anderes sein als Leben aus den Toten!" (Römer 11, 15)
Was Gott mit Israel vorhat, ist ungeheuer. Kein Wunder, daß unsichtbare Mächte und Gewalten sich diesem Plan mit allen verfügbaren irdischen Mitteln widersetzen. In der Erkenntnis, daß unser Kampf fürIsrael in erster Linie ein geistlicher ist, glaubt die Botschaft, daß ernsthaftes Fürbittegebet eines der wirksamsten Dinge ist, die Christen in aller Welt für Israel tun können. Während Israel auf dem Boden kämpft, müssen wir bereit sein, ihm wie Mose, Aaron und Hur durch unseren Kampf gegen die bösen Geister zwischen Himmel und Erde beizustehen.
Wie sorglos gehen wir doch mit dem Auftrag Gottes um, Wächter auf den Mauern Jerusalems zu sein und für Israel zu beten, das doch den Schlüssel für die Erlösung der Welt besitzt!
„Ja, der Herr baut Zion wieder und erscheint in seiner Herrlichkeit." (Psalm 102, 17)
Welch eine Aussicht, die Menschen für den Bau Zions zu inspirieren! Jetzt, wo alle Nationen langsam, aber sicher anti-israelische Neigungen adoptieren, um dann schließlich bei dem letzten Versuch Satans, Gottes Friedensprogramm für die Menschheit zunichte zu machen, gegen Israel und Jerusalem in den Kampf zu ziehen, müssen wir wie nie zuvor hinter Israel im Gebet stehen.
Das Alte Testament bringt unzählige Beispiele für die Notwendigkeit echter Fürbitte für Israel. Besonders zwei Bibelverse beschäftigen sich mit der Tag- und Nachtwache im Gebet. Der erste kommt von Jesaja:
„…. die ihr den Herrn erinnern sollt, ohne euch Ruhe zu gönnen, laßt ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem wieder aufrichte und es setze zum Lobpreis auf Erden!" (Jesaja 62, 6-7)
Das zweite Beispiel ist eine wunderbare Stelle in Nehemia, wo der Wiederaufbau Jerusalems pausenloses Gebet verlangte. Als die Feinde der Juden von dem Wiederaufbau der Mauern erfuhren, wurden sie rasend vor Wut und rotteten sich zum Angriff zusammen. Doch sagt Nehemia:
„Wir aber beteten zu unserem Gott und stellten gegen sie Tag und Nacht Wachen auf zum Schutz vor ihnen." (Nehemia 4, 3)
Welch intensive Kraftanspannung und Hingabe waren nötig, um gegenüber solchem Druck den Wiederaufbau Jerusalems voranzutreiben! Und wieviel mehr sollte uns der Wiederaufbau Zions am Herzen liegen, da die Verheißungen, die uns für dieses Werk gegeben sind, jene an Esra und Nehemia bei weitem übersteigen.
Auch Jesus und Paulus grämten sich Beim Anblick Jerusalems vom Ölberg weinte Jesus über die Stadt und sehnte sich danach, ihre Kinder um sich zu versammeln. Paulus wünschte sogar, verflucht und von Christus getrennt zu sein um seiner Brüder, der Juden, willen.
„Liebe Brüder, meines Herzens Wunsch ist, und ich flehe auch zu Gott für sie, daß sie gerettet werden." (Römer 10, 1)
Wieviel Mitleid und Liebe strömen uns aus den Worten unseres Herrn und Seines Dieners Paulus entgegen! Wie weit entfernt sind doch viele unter uns von diesem Geist. Vielleicht ist das ein Grund dafür, daß die Kapitel 9-11 des Römerbriefes der Kirche mehr oder weniger rätselhaft geblieben sind. Wir haben einfach nicht erkannt, wie groß der Kummer von Jesus und Paulus für ihr Volk war, und haben deshalb die Offenbarungen über die strahlende Zukunft Israels verpaßt, die Paulus in diesen herrlichen Kapiteln voraussagt. Wir können Gott danken, daß Seine Erwählung Israels für ewig unwiderruflich ist.
In vielen Teilen der Welt fühlen sich Menschen überwältigt von Liebe, Sorge und Fürbitte für Israel. Gottes Wort sagt, daß unsere Waffen nicht fleischlich sind, sondern mächtig zum Niederreißen von Festungen, die der Böse errichtet hat, um Gottes Willen und Plan für dieses Land zunichte zu machen. Wir glauben, daß wahre Hilfe und Aktion von Gottes Geist kommen muß, wenn wir für Israel beten. Wenn wir inbrünstig beten, kann Sein Wille dann geschehen, wie im Himmel, also auch auf Erden.
Ebenso wie die jüdische Nation jetzt von einem Heer böser und negativer Mächte umringt ist, die sie von außen und innen her zerstören wollen, so sollten wir Christen gleichfalls einen Ring von Trost, Hilfe und Gebet bilden, der Jerusalem Tag und Nacht umgibt. Auf diese Weise kann ununterbrochene Fürbitte für diese Nation geleistet und dem Herrn keine Ruhe gegönnt werden, bis Er Seine herrlichen Pläne mit Seinem Volk in Erfüllung gehen läßt und das Heil Seiner Stadt Jerusalem wie eine leuchtende Fackel über die ganze Erde geht.
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