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Gott schließt einen Bund mit Abraham
Und ich will aufrichten meinen Bund zwischen mir und dir und deinen Nachkommen von Geschlecht zu Geschlecht, dass es ein ewiger Bund sei, sodass ich dein und deiner Nachkommen Gott bin. Und ich will dir und deinem Geschlecht nach dir das Land geben, darin du ein Fremdling bist, das ganze Land Kanaan, zu ewigem Besitz und will ihr Gott sein … Das aber ist mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinen Nachkommen: Alles, was männlich ist unter euch, soll beschnitten werden. – 1. Mose 17,7–8 & 10 (LUT 2017)
Der Segen Abrahams gilt auch für uns
So hat doch „Abraham Gott geglaubt, und es wurde ihm gerechnet zur Gerechtigkeit“. Erkennt also: Die aus dem Glauben sind, das sind Abrahams Kinder. Die Schrift aber hat zuvor gesehen, dass Gott die Heiden durch den Glauben gerecht macht. Darum hat sie Abraham zuvor verkündigt: „In dir sollen alle Heiden gesegnet werden.“ … Christus aber hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes … auf dass der Segen Abrahams zu den Heiden komme durch Christus Jesus und wir den verheißenen Geist empfingen durch den Glauben… – Galater 3,6–8 & 14 (LUT 2017)
Gott entfaltete seinen Erlösungsplan durch Israel und fing dabei mit einem einzigen Mann an: Abraham, der später „Freund Gottes“ (Jesaja 41,8) genannt wurde. Als Abraham neunundneunzig Jahre alt war, bekräftigte Gott seinen Bund, den er Abraham in 1. Mose 12,1–7 versprochen hatte, und sprach: „Ich will meinen Bund zwischen mir und dir [Abraham] schließen“ (1. Mose 17,2). Abraham musste nichts tun. Dieser ewige Bund beruhte auf Gottes Initiative und Gnade, auf einer göttlichen Verheißung, nicht auf menschlichen Verdiensten. Abraham war der „Älteste der Ältesten“, der als zwanzigste Generation seit Adam gezählt wurde. Gott segnete diesen ersten Patriarchen Israels, damit dieser seinen Bundes-Segen, der allen Völkern galt, durch Abrahams Nachkommen weitergeben konnte.
In Genesis 17,1 sagte der Allmächtige, El Schaddai, zu Abraham: „Wandle vor mir und sei untadelig! Und ich will meinen Bund schließen zwischen mir und dir und will dich über alle Maßen mehren!“ Gott änderte Abrams Namen in Abraham, „Vater vieler Völker“. Zu diesem Zeitpunkt schien das jedoch unmöglich. Dieser Bund beinhaltete die Verheißung zahlreicher Nachkommen, ein Land und eine Beziehung: Gott würde ihr Gott sein. Das Zeichen dieses Bundes war die Beschneidung. Der Bund, der zuerst mit Abraham geschlossen wurde, wurde gegenüber Abrahams Sohn Isaak und dann erneut gegenüber Isaaks Sohn Jakob bekräftigt. Wie der Psalmist sagt: „Er gedenkt auf ewig an seinen Bund, an das Wort, das er ergehen ließ auf tausend Geschlechter hin; an den Bund, den er mit Abraham geschlossen, an seinen Eid, den er Isaak geschworen hat. Er stellte ihn auf für Jakob als Satzung, für Israel als ewigen Bund.“ (Psalm 105,8–11 (SL))
Letztendlich sollte dieser weltweite Segen durch Jesus kommen, Gottes Messias, der aus Gottes auserwähltem jüdischen Volk geboren wurde (Röm 9,4–5). Paulus schreibt in Galater 3, dass der Segen Abrahams in Christus Jesus auch zu den Heiden gekommen ist. Durch Christus gehören Nichtjuden, die in der Bibel als „Heiden“ bezeichnet werden, zur Familie Gottes. Der Bund, der mit Abraham, Isaak und Jakob geschlossen wurde, ist nicht ungültig geworden. Paulus, selbst ein Jude, bekräftigte dies mit den Worten: „Ich sage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Auf keinen Fall!“ (Römer 11,1 (ELB)) Christen sind zwar „Zweige eines wilden Ölbaums“, werden aber „unter die übrigen eingepfropft“ und haben nun Anteil an der nährenden „Wurzel des Ölbaums“. (Siehe Römer 11,17) Jesus-Gläubige werden in den natürlichen Ölbaum integriert und gelten somit als Abrahams geistliche Nachkommen. Der Bund mit Abraham bleibt ewig bestehen und verweist letztlich auf Jesus und den Segen für alle Völker.
Als Gott in 1. Mose 15 seinen Bund mit Abraham schloss, schritt Gott allein zwischen den Teilen der Opfertiere hindurch, während Abraham schlief. Dies zeigt, dass der Bund einseitig ist, von Gott initiiert wurde und keine Bedingungen enthält. Sein Zeichen ist die Beschneidung – auf Hebräisch „Brit Milah“, das Entfernen der Vorhaut. Zu biblischen Zeiten war ein Bund mehr als eine Vereinbarung; er war ein „Versprechen“, ein „Eid“, durch den Gott seinen Willen offenbarte. Er ist also ein Geschenk Gottes, das dazu bestimmt ist, die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk zu segnen.
Gottes Erwählung seines Volkes Israel beinhaltete drei Rollen: 1) die Rolle der Geburt: Gottes Volk ist „der Kanal“ zur Wiederherstellung, um die Welt mit dem Evangelium zu segnen; 2) die Rolle des Leidens: im Laufe der Geschichte würde Gottes Volk viele Kämpfe durchleben (man denke an den Holocaust); und schließlich 3) die priesterliche Rolle: Israel war dazu berufen, ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk zu sein, das Sühneopfer für sich selbst und für die Völker darbrachte. (Z. B. schlachtete Salomo während des Laubhüttenfestes siebzig Stiere, die die Völker der Welt symbolisierten; siehe 4. Mose 29,12–34.)
Inwiefern helfen dir diese drei Rollen (Geburt, Leiden und Priesterschaft) dabei, Gottes Absichten für Israel und seinen Plan, die Völker zu segnen, besser zu verstehen?
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