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Gott verkündet seinem Volk die Zehn Gebote
Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein. Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. – 2. Mose 19,5–6 (LUT 2017)
Gott fügte das Gesetz hinzu und vermehrte die Gnade
Das Gesetz aber ist hinzugekommen, auf dass die Sünde mächtiger würde. Wo aber die Sünde mächtig geworden ist, da ist die Gnade noch viel mächtiger geworden … durch Jesus Christus, unsern Herrn. – Römer 5,20–21b (LUT)
Nachdem Gott sein Volk auf wundersame Weise aus Ägypten geführt hatte, durchquerten die Israeliten auf ihrem Weg ins verheißene Land die Wüste Sinai. Das Volk gelangte zum Berg Sinai (auch Berg Horeb genannt), wo Mose zuvor am brennenden Dornbusch von Gott berufen worden war, Gottes Volk zu führen. Dann verkündete Gott seinen Bund mit Mose und dem Volk, der in der Bibel oft wie ein Ehebund beschrieben wird. Dieser Bund ist als mosaischer Bund oder auch als Sinai-Bund (oder sinaitischer Bund) bekannt. Er lehrte die Israeliten, wie sie in einer Bundesbeziehung mit Gott leben sollten. Mose empfing dort die beiden Steintafeln mit den berühmten Zehn Geboten, die mit dem Finger Gottes geschrieben waren.
Gegen Ende der Toran, in 5. Mose 30, richtete Gott einen eindringlichen Appell an sein Volk: „So wähle das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen, indem du den Herrn, deinen Gott, liebst und seiner Stimme gehorchst und ihm anhängst! Denn das ist dein Leben und die Dauer deiner Tage, dass du in dem Land wohnst, das der Herr deinen Vätern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, ihnen zu geben.“ (5. Mose 30,19–20 (ELB)) Im Gegensatz zum Bund mit Abraham war der mosaische Bund an Bedingungen geknüpft: „Wenn ihr den Geboten des Herrn, eures Gottes, gehorcht, die ich euch heute gebiete …“ (Siehe 5. Mose 28) Gottes Aufruf an sein Volk war schwierig. Die Geschichte Israels zeigt, dass Gottes Volk Mühe hatte, diesen Bund zu halten, was – wie Gott gewarnt hatte – zur Vertreibung aus dem Land führte. Doch Gottes bedingungsloser, ewiger Bund mit Abraham bleibt bestehen. Heute führt Gott sein Volk auf wundersame Weise zurück in das verheißene Land, wie er es in 5. Mose versprochen hat:
Dann wird der Herr euer Schicksal zum Guten wenden. Er wird sich über euch erbarmen und euch aus allen Ländern zurückbringen, in die er euch vertrieben hat. Selbst wenn ihr bis zum Ende der Welt verschleppt worden seid, wird der Herr, euer Gott, euch von dort zurückholen. Dann bringt er euch wieder in das Land, das euren Vorfahren gehört hat, und ihr könnt es neu in Besitz nehmen. Er tut euch Gutes und lässt euch zahlreicher werden als je zuvor. Der Herr, euer Gott, wird euer Herz und das Herz euer Kinder beschneiden. Er wird euch fähig machen, ihn aufrichtig und mit ganzer Hingabe zu lieben. Dann bleibt ihr am Leben. (5. Mose 30,3–6 (Hfa))
Gott wird die Kinder Israels in das Land zurückbringen, das ihnen im 5. Buch Mose verheißen wurde, denn er ist seinem Wort treu und wird seinen ewigen Bund mit Abraham halten. Es ist von tiefer Bedeutung, dass dies heute geschieht, nachdem sie zweitausend Jahre lang über die ganze Welt verstreut waren!
Gott fügte dem Bund mit Abraham das Gesetz, die Zehn Gebote, hinzu, als Richtlinien für das Leben im verheißenen Land. Doch Gott wusste, dass Israel das Gesetz nicht halten konnte – niemand kann das. Dennoch ist Gottes Gnade größer und erfüllt sich in seiner Verheißung, einen Erlöser zu senden, seinen Sohn Jesus, durch den tatsächlich der Segen zu allen Völker kommt.
Im mosaischen Bund gab Gott Mose zwei Steintafeln, die sein Gesetz (seine Weisungen) enthielten, mit dem Sabbat als Zeichen des Bundes. Gott selbst spricht über diesen Bund in ehelichen Bildern, um seine Beziehung zu seinem Volk zu beschreiben. Er sagt in Jeremia 31,32: „…diesen meinen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich doch ihr Eheherr war“. Obwohl Gottes Volk ihm untreu war, bleibt Gott seinem Volk Israel, seiner „Braut“, treu. Dies wird im Buch Hosea deutlich, wo Gott sagt: „Ich will dich mir verloben auf ewig…“ (Hosea 2,19 (LUT 2017))
Im Judentum gibt es achtzehn Schritte bis zur jüdischen Hochzeit, von der Verlobung bis zur Vorbereitung des Hauses. Der letzte Schritt ist, dass der Bräutigam zur Braut sagt: „Komm.“
Letztendlich wird Gott sein Volk mit seiner ewigen Liebe zurückgewinnen, denn der Bund mit Abraham und seinen Nachkommen ist bedingungslos. Der Bund mit Mose hingegen ist an eine Bedingung geknüpft: „Haltet meine Gebote.“
Wie reagierst du auf Gottes Anweisungen, die Zehn Gebote? Welche findest du leicht einzuhalten, und welche findest du schwierig?
Lesen Sie auch: Der Bund mit Abraham
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