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Der neue Bund wird angekündigt
Siehe, Tage kommen, spricht der Herr, da schließe ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund: nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe an dem Tag, als ich sie bei der Hand fasste, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen – diesen meinen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich doch ihr Eheherr war, spricht der Herr. Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr: Ich lege mein Gesetz in ihr Inneres und werde es auf ihr Herz schreiben. Und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. – Jeremia 31,31–33 (ELB)
Jesus führt den neuen Bund im Abendmahl ein
Während sie aber aßen, nahm Jesus Brot und segnete, brach und gab es den Jüngern und sprach: Nehmt, esst, dies ist mein Leib! Und er nahm einen Kelch und dankte und gab ihnen (den) und sprach: Trinkt alle daraus! Denn dies ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. – Matthäus 26,26–28 (ELB)
Als Gott am Berg Sinai den Bund mit Mose und dem Volk schloss, meißelte er die Zehn Gebote auf zwei Steintafeln. Das Alte und das Neue Testament lassen jedoch erkennen, dass Gott sein Gesetz auf die Herzen seines Volkes schreiben wird. (Hebräer 8,10; 9,15) Dies weist auf einen tieferen, inneren Bund hin, der auf dem bedingten mosaischen Bund mit seinen Segnungen und Flüchen aufbauen und diesen übertreffen wird. Paulus schreibt über diesen Bund: „Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes … damit der Segen Abrahams in Christus Jesus zu den Nationen kam, damit wir die Verheißung des Geistes durch den Glauben empfingen.“ (Galater 3,13–14 (ELB)) Durch Jesus werden wir aus Gnade vom Fluch des mosaischen Gesetzes befreit, damit dessen Segen sich auf alle Menschen erstrecken kann.
Als Jesus sich vor seiner Kreuzigung mit seinen Jüngern versammelte, um das Passahmahl zu feiern, brach er nach dem Mahl ungesäuertes Brot, die Matze, und sagte: „Nehmt, esst, dies ist mein Leib!“ (Matthäus 26,26) Dann sagte Jesus: „Trinkt alle daraus! Denn dies ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden“, (Matthäus 26,27) und reichte seinen Jüngern den Kelch mit Wein. Die christliche Tradition besagt, dass er diesen Segen über den dritten Kelch Wein aussprach. Durch diese Handlung wurde das Abendmahl eingesetzt. Die Grundlage dieses neuen Bundes ist sein vergossenes Blut, und Jesus ist dessen Mittler.
Jesus schloss den neuen Bund mit seinen Jüngern – doch dies war erst der Anfang, denn die Fülle dieses Bundes wird erst dann Wirklichkeit werden, wenn Gottes Geist über sein Volk Israel kommt, wie es in Jeremia 31 beschrieben und in Hebräer 8,10 wiederholt wird: „Denn das ist der Bund, den ich schließen will mit dem Haus Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will meine Gesetze in ihren Sinn geben, und in ihr Herz will ich sie schreiben und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.“ Gott wird seine Gebote, das „Gesetz“, das er Israel am Berg Sinai gegeben hat, in die Herzen seines Volkes einprägen. Was für eine wunderbare Aussicht!
Für die Menschen, die an Jesus glauben, hat Gottes Geist sein Gesetz in ihre Herzen geschrieben und ihnen damit eine Richtschnur gegeben, wie sie richtig vor ihm leben können. Durch Jesus wandelt sich der Bund von äußeren Geboten zu einer inneren Wirklichkeit. Sein Opfer am Kreuz beseitigt den Fluch des Gesetzes, bewahrt aber dessen Segnungen. Wir werden nicht durch das Gesetz gesegnet, sondern durch den Glauben, so wie Abraham. Im neuen Bund legt der Heilige Geist Gottes Prinzipien in unser Inneres und befähigt diejenigen, die auf Jesus vertrauen, nach den Geboten seines Königreichs zu leben. Auf diese Weise hat Christus das Gesetz erfüllt.
Etwa 430 Jahre nach dem Bund mit Abraham schloss Gott am Sinai den Bund mit Mose. Dabei gab er Israel das Gesetz, um es in seinem Leben als sein auserwähltes Volk in einer Bundesbeziehung anzuleiten. Einige Jahrhunderte später schloss Gott den Bund mit David und versprach, dass einer von Davids Nachkommen in Ewigkeit regieren würde. Nach dem letzten Propheten des Alten Testaments vergingen etwa 400 Jahre, bevor Jesus – der verheißene Sohn Davids – geboren wurde. Durch sein am Kreuz vergossenes Blut, das das ultimative Opfer darstellt, erfüllte Jesus den mosaischen Bund und führte den neuen Bund ein. Der davidische Bund vollzieht sich in der gegenwärtigen Herrschaft Jesu, wird jedoch erst dann seine vollständige Erfüllung finden, wenn er zurückkehrt, um für immer zu regieren.
Der neue Bund wurde zunächst mit Israel geschlossen. Durch den Glauben werden Christen jedoch zu geistlichen Kindern Abrahams und gehören voll und ganz dazu. Was bedeutet dieser neue Bund für dich? Was bedeutet es für dich, am Abendmahl teilzunehmen?
Lesen Sie auch: Der Bund mit Mose
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