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Gottes Bund mit Noah und das Zeichen des Regenbogens
Aber mit dir will ich meinen Bund aufrichten, und du sollst in die Arche gehen mit deinen Söhnen, mit deiner Frau und mit den Frauen deiner Söhne … Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit euren Nachkommen und mit allem lebendigen Getier bei euch, an Vögeln, an Vieh und an allen Tieren auf Erden bei euch … Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich geschlossen habe zwischen mir und euch und allem lebendigen Getier bei euch auf ewig: Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken; der soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und der Erde. – 1. Mose 6,18; 9,9–10, 12–13 (LUT 2017)
Noah baut aus Ehrfurcht vor Gott eine Arche
Durch den Glauben hat Noah Gott geehrt und die Arche gebaut zur Rettung seines Hauses, als er ein göttliches Wort empfing über das, was man noch nicht sah; durch den Glauben sprach er der Welt das Urteil und hat ererbt die Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt. – Hebräer 11,7 (LUT 2017)
Gott schloss einen besonderen Bund mit Noah, der zehnten Generation nach Adam. Adam und Eva waren Gott ungehorsam und wurden aus dem Garten Eden vertrieben, doch den nachfolgenden Generationen erging es nicht viel besser: „Die Erde aber war verdorben vor Gott, und die Erde war erfüllt mit Gewalttat … siehe, ich bringe die Wasserflut über die Erde, um alles Fleisch unter dem Himmel, in dem Lebensodem ist, zu vernichten; alles, was auf der Erde ist, soll umkommen. Aber mit dir will ich meinen Bund aufrichten.“ (1. Mose 6,11 & 17–18) Gott befahl dem gerechten Noah, eine Arche zu bauen, und Noah gehorchte. Nach langer Bauzeit kam der Tag, an dem er und seine Familie die Arche betraten, gefolgt von den Tieren, jeweils zwei von jeder Art, um sie am Leben zu erhalten. Von den reinen Tieren und den Vögeln gingen sieben Paare, männlich und weiblich, mit Noah und seiner Familie in die Arche.
Dann schloss der Herr die Tür hinter ihnen. Das Wasser kam und stieg weit über die höchsten Berge hinaus. Alle Lebewesen starben. Nach langer Zeit begann die Erde langsam wieder zu trocknen. Als Noah und seine Familie die Arche verließen, errichtete Noah auf trockenem Land sofort einen Altar für Gott. Dann versprach Gott: „Nie wieder will ich alles Leben vernichten, wie ich es getan habe! Solange die Erde besteht, soll es immer Saat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht geben.“ (1. Mose 8,21–22 (Hfa)) Dieses Versprechen ist als der Bund mit Noah bekannt. Als Zeichen für diese Verheißung setzte Gott den Regenbogen in die Wolken. Er erinnert daran, dass Gott nie wieder alles Leben auf der Erde durch eine Flut vernichten wird. Diese biblische Geschichte enthält einen sehr wichtigen Glaubensaspekt: Noah glaubte an Gott und vertraute ihm. Aus Gehorsam baute er die Arche, die schließlich das Mittel war, durch das Noah, seine Familie und die Tiere gerettet wurden. Dadurch war der Fortbestand des Lebens auf der Erde gesichert. Es handelt sich um einen ewigen Bund, den Gott mit allen Menschen geschlossen hat und der bis heute in Kraft bleibt.
Gott sagte in Genesis 9,11: „Und das ist mein Versprechen: Nie wieder werde ich eine so große Flut schicken, um die Erde und alles, was auf ihr lebt, zu vernichten.“ Das Zeichen dieses Bundes ist der Regenbogen. Gott benutzte die Arche, die Noah gebaut hatte, um die Menschheit zu retten.
Noahs Name bedeutet „Ruhe“, was auf Hebräisch NoaCh heißt. Noach klingt ähnlich wie das hebräische Wort für „Trost“. Als Noahs Vater Lamech ihm diesen Namen gab, sagte er: „Der wird uns trösten [von der Wurzel NaChaM] in unserer Arbeit und der Mühsal unserer Hände auf dem Acker, den der HERR verflucht hat.“ (1. Mose 5,29 (LUT 2017)) Diese klangliche Ähnlichkeit (Noach / Nacham) ist ein Wortspiel. Offenbar gab Lamech seinem Sohn die prophetische Berufung, Trost und Frieden zu spenden und das Land vom Fluch zu befreien.
In 1. Mose 6,8 heißt es ausdrücklich, dass Noah „Gnade in [Gottes] Augen fand“, weil er auf dem Weg des Herrn wandelte. Im Hebräischen wird dies „Matza Chen Be’enai“ genannt. Es bedeutet: „Jemand, der Gnade mit den Augen empfängt; etwas, das man mit den Augen sieht, gefällt einem; es findet Gnade in den eigenen Augen.“ Dieser wunderschöne hebräischer Ausdruck ist an vielen Stellen in der Bibel zu finden (Siehe auch 1. Mose 18,3; 2. Mose 33,12–119; Rut 2,10b) und wird heute in Israel im alltäglichen Sprachgebrauch verwendet.
Wenn man die Buchstaben des hebräischen Wortes „NoaCh“ umstellt, ergibt sich das Wort „CheN“, was „Gnade“ bedeutet. In der Geschichte von Noah kommen Ruhe und Gnade zusammen.
Vertraust du Gott so wie Noah? Es mag seine Zeit dauern, doch wenn du ihm weiterhin im Glauben vertraust, wirst du Ruhe und Gnade empfangen.
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