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In der Nacht zum 13. Juni startete Israel einen plötzlichen und heftigen Luftangriff auf die iranische Führungsspitze, ihre Nuklearanlagen und militärische Einrichtungen. Ein biblischer Blick auf Israels Rolle und die Herausforderungen im Nahen Osten.
Die Mullahs in Teheran bezeichnen Israel als „Ein-Bomben-Land“ – ein Land, das mit einer einzigen Atombombe vernichtet werden kann. Immer wieder drohte die iranische Führung damit, Israel von der Landkarte zu tilgen. Sie stellt damit eine existenzielle Bedrohung für den jüdischen Staat dar, der mit dem Auftrag gegründet wurde, ein sicherer Hafen für Juden aller Welt zu sein – als Garantie dafür, dass sich der Holocaust nie wiederholt.
Was in unserer westlichen Welt oft verdrängt wird: Die Ambitionen des Mullah-Regimes beschränken sich nicht darauf, den jüdischen Staat zu vernichten. Auch der „große Teufel“ Amerika und letztlich die gesamte westliche Welt soll gestürzt werden. Wie der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz auf dem G7-Gipfel richtig kommentierte, „erledigt Israel die Drecksarbeit für uns" im Kampf gegen die globale Bedrohung durch den Iran.
In seiner ersten Ansprache nach dem Präventivschlag gegen den Iran nannte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Militäraktion „Operation Rising Lion“. Am Tag zuvor hatte er den neuen argentinischen Regierungschef Javier Milei, einen engen Freund Israels, zu Gast. Als sie zum Gebet an die „Klagemauer“ gingen, steckte Netanjahu eine kleine Notiz in hebräischer Sprache in die Ritzen zwischen den alten Steinen. Sie enthielt ein Zitat aus der Prophezeiung Bileams über Israel: „Siehe, das Volk wird aufstehen wie ein junger Löwe und wird sich erheben wie ein Löwe...“ (4. Mose 23,24). Die Botschaft war klar: Israel, der Löwe, hat sich erhoben!
Vor weniger als zwei Jahren wirkte Israel noch nicht wie ein sich erhebender Löwe. Am 7. Oktober 2023, dem 50. Jahrestag des Jom-Kippur-Krieges, wurde Israel von einem großen Terrorangriff überrumpelt – genau wie im Oktober 1973, als die Nation von seinen Feinden völlig überrascht wurde. Der 7. Oktober des Jahres 2023 war jedoch weitaus verheerender als jener Oktobertag im Jahr 1973. In den Jahren vor 2023 wurde den Israelis immer wieder versichert, dass der Grenzzaun um den Gazastreifen der sicherste Hightech-Grenzzaun der Welt sei und die Hamas es niemals wagen würde, die IDF anzugreifen. Mit rund 1.200 größtenteils zivilen Opfern und 251 Geiseln war der 7. Oktober laut Staatspräsident Isaac Herzog der schlimmste Tag für das jüdische Volk seit dem Holocaust.
In vielerlei Hinsicht ist Israel noch immer traumatisiert von den barbarischen Verbrechen des 7. Oktobers. Doch trotz der Wunden kämpft Israel erfolgreich gegen die Feinde, deren Ziel nach wie vor die Vernichtung des jüdischen Staats ist. Israel musste sich nach dem 7. Oktober zeitgleich an mehreren Fronten verteidigen, vor allem gegen die Hamas und andere Terrorbanden in Gaza und gegen die Hisbollah im Libanon. Was vor zwei Jahren niemand vorhersehen konnte, ist eingetreten.
In den Prophezeiungen Bileams wird Israel als Löwe beschrieben: „Er hat sich hingestreckt, sich niedergelegt wie ein Löwe und wie ein junger Löwe – wer will ihn aufstören?“ (4. Mose 24,9) Am 7. Oktober 2023 hat die Hamas den Löwen Israels aufgestört. Der Löwe hat seine Feinde zerrissen und den Nahen Osten auf grundlegende Weise verändert – zum Besseren: Die Terrororganisation Hamas wurde massiv geschwächt und die Hisbollah hat innerhalb weniger Wochen ihre gesamte Führung verloren und den Großteil ihrer 150.000 Raketen, die auf Israel gerichtet waren. Die Hisbollah kommt nun der Forderung der libanesischen Regierung nach, das Land nicht in einen weiteren Krieg mit Israel zu ziehen. Das tyrannische Assad-Regime in Syrien ist zusammengebrochen – und damit ist ein weiterer Verbündeter des Irans gescheitert. Der Nahe Osten ist sicherer geworden.
Zuletzt hat Israel den Iran direkt ins Visier genommen, den Kopf der Terrorkrake. Der Iran hat binnen 12 Tagen einen Großteil seines bösartigen Einflusses im Nahen Osten und in der Welt verloren.
Nicht nur in der Prophezeiung von Bileam, auch an vielen anderen Stellen in der Bibel wird Israel als Löwe bezeichnet. In den prophetischen Worten des Patriarchen Jakob über Juda heißt es ähnlich wie bei Bileam: „Juda ist ein junger Löwe. [...] Wie ein Löwe hat er sich hingestreckt und wie eine Löwin sich gelagert. Wer will ihn aufstören?“ (1. Mose 49,9,). Zwei weitere Stämme, Dan und Gad, werden mit Löwen verglichen und gesegnet (5. Mose 33,20 und 22). Einige von Davids mächtigen Kriegern werden als Löwen beschrieben: „Ihr Angesicht war wie das der Löwen“, heißt es in 1. Chronik 12,9. Salomos Thron und die Kunstwerke im Innern seines Tempels waren voll von Löwendarstellungen (1. Könige 7,29 und 36; 10,19ff). Diese Tempeldekorationen mit ihren vielen Löwen erinnern daran, dass Gott selbst der wahre Löwe ist, der für sein Volk kämpft!
Einige Tage nach Beginn des Gazakriegs besuchte ich mit meiner Frau und meiner Tochter den Zoo von Jerusalem. Zu dieser Zeit tobten die Kämpfe in Gaza besonders heftig und die Medien berichteten von Nahkämpfen. Meine Frau saß auf einer Bank, betete für die Soldaten und verfolgte die Nachrichten. Als sie Berichte über zwei weitere junge israelische Soldaten las, die in Gaza getötet wurden, hörte sie plötzlich ein lautes Brüllen aus dem Löwenkäfig. Wir gingen zum Löwengehege und sahen dort den mächtigen männlichen Löwen auf einer Erhöhung sitzend, mit seinem Löwenjungen vor ihm kauernd. Das Jungtier war von der großen Mähne des Vaters bedeckt.
Dieses Bild ist ein Abbild dessen, was wir heute erleben. Der kleine Löwe ist aufgestanden und wird in allen Medien der Welt diskutiert. Was die politischen Experten jedoch nicht verstehen: Derjenige, den wir brüllen hören, ist der große Löwe, der hinter dem kleinen Löwen steht. In der Bibel heißt es: Joel hört den HERRN von Zion aus brüllen, wenn sich die Nationen gegen Israel versammeln (Joel 4,16). Im Buch der Offenbarung wird Jeschua (Jesus) selbst „Löwe aus dem Stamm Juda“ genannt (Offenbarung 5,5). Er brüllt und setzt sich für sein Volk Israel ein.
Manchmal fragen mich Menschen, wie wir Israel unterstützen können, obwohl Israel doch auch eine Nation voller Fehler sei. Es gibt dazu eine interessante Lektion in den oben zitierten Prophezeiungen Bileams. Unter der Führung des Heiligen Geistes macht Bileam eine verblüffende Aussage: „Er erblickt kein Unrecht in Jakob und sieht kein Verderben in Israel; der HERR, sein Gott, ist mit ihm, und Königsjubel ist in ihm" (4. Mose 23,21, Elberfelder Bibel).
Schon ein kurzer Blick in die vorangegangenen Kapitel zeigt, dass sich Israel allerdings in einem schlechten geistlichen Zustand befand. Das Volk beklagte sich „wider Gott und wider Mose“ darüber, dass es aus Ägypten herausgeführt wurde (4. Mose 21,4-9). Selbst Mose verlor sein Recht, das Land der Verheißung zu betreten, weil er auf eine weitere Rebellion falsch reagierte (4. Mose 20). Immer wieder lehnte sich Israel gegen Gott und seinen erwählten Anführer auf. Einige Aufständische kamen sogar aus dem inneren Kreis des Moses. Es hätte also Gründe genug gegeben, Israel zu verurteilen und zu verdammen. Doch als Bileam auszog, um Israel zu verfluchen, musste er stattdessen verkünden, dass Gott kein Unrecht in Jakob sieht!
Die Sicht des Menschen unterscheidet sich offenbar stark von der Sicht Gottes, die durch den ständigen Dienst und die Opfer in der Stiftshütte sowie durch Seine ewige Bundesverheißungen und Liebe zu seinem Volk bestimmt wird. Das gilt nicht nur für Israel, sondern auch für die Gläubigen in der heutigen Zeit. Jeder von uns sündigt. Immer wieder. Immer wieder fallen wir hinter Gottes Maßstäbe zurück. Es gibt viele Gründe für Gott, uns zu verurteilen und zu verlassen. Aber er sieht uns durch das vollendete Werk Christi am Kreuz. Paulus beschreibt es so schön in 2. Timotheus 2,13: „Sind wir untreu, so bleibt er treu; denn er kann sich selbst nicht verleugnen.“ Das gilt auch für Israel.
Sehen wir also mit den Augen Gottes auf sein Volk. Ja, Israel ist sicher nicht perfekt, aber bitten Sie Gott, Ihnen seine himmlische Sicht auf Israel zu zeigen.
Wir sind heute Zeugen einer prophetischen Entwicklung im Nahen Osten, die mit der Wiedergebort Israels 1948 begonnen hat und bei vielen hebräischen Propheten zu finden ist. Israel entwickelt sich mehr und mehr zu einer regionalen, ja sogar globalen Kraft, mit der man rechnen muss. Der Einfluss Israels nimmt weiter zu, auch der Respekt, der Israel im Nahen Osten entgegengebracht wird. Bereits der Sechs-Tage-Krieg und der Jom-Kippur-Krieg, den Israel gegen mehrere arabische Nationen erfolgreich geführt hat, waren wundersame Siege, die für Erstaunen und auch Anerkennung in der arabischen Welt sorgten.
Israels jüngster Sieg über die Hisbollah, die schnellen Erfolge gegen das iranische Terrorregime, die exzellenten Aktionen des israelischen Geheimdiensts und die vergleichsweise geringen Opferzahlen in Israel trotz hunderter Raketeneinschlägen werden sogar von säkularen Israelis als Wunder und göttliche Bewahrung angesehen. In einer kürzlich ausgestrahlten Live-Sendung nahm ein säkularer israelischer Nachrichtensprecher sein Psalmenbuch heraus, setzte sich eine Kippa auf den Kopf und las live auf Sendung einen Dankespsalm! Er fügte hinzu, dass Israel tatsächlich „das Land der Zeichen und Wunder“ sei.
Der Prophet Jesaja beschreibt Israel als den Knecht Gottes, der von den Enden der Erde zurückgekehrt ist. Wiederholt ermutigt Gott sein kleines Volk und bestätigt, dass er selbst es beschützt. Dreimal befiehlt Gott in Kapitel 41: „Fürchte dich nicht!“ (Jesaja 41,10, 13 & 14). Er verspricht, dass er es ist, der Israels „rechte Hand fasst“. Gott nennt Israel: „du Würmlein Jakob“ und bezeichnet sich als der Erlöser Israels, mit großen Plänen sein Volk.
„Siehe, ich habe dich zum scharfen, neuen Dreschwagen gemacht, der viele Zacken hat, dass du Berge zerdreschen und zermalmen sollst und Hügel wie Spreu machen. Du sollst sie worfeln, dass der Wind sie wegführt und der Wirbelsturm sie verweht. Du aber wirst fröhlich sein über den HERRN und wirst dich rühmen des Heiligen Israels." Das verheißt Gott in Jesaja 41,15-16. Ich musste unweigerlich an diese Passagen denken, als Israel bei der unglaublichen „Pager-Operation“ im letzten Jahr in einem Augenblick 3.000 Terroristen der Hisbollah ausschaltete und nun viele iranische Spitzenpolitiker auf ähnliche Weise unschädlich gemacht wurden. Im wahrsten Sinne des Wortes haben sich alle, die Israel in den letzten zwei Jahren angegriffen haben (der Iran und alle seine Terror-Vertreter), die Hände verbrannt, bis hin zu den Mullahs in Teheran. Das ist in der Tat ein Wunder.
Ähnliches schreibt auch der Prophet Sacharja. Er beschreibt ein Israel, das in seine Heimat und nach Jerusalem zurückgekehrt ist. Israel steht vor großen Herausforderungen und ist von feindlichen Armeen umgeben, die versuchen, die Stadt zu belagern. Doch das Ende ist wunderbar:
„Zu der Zeit will ich die Fürsten Judas machen zum Feuerbecken mitten im Holz und zur Fackel im Stroh. [...) Zu der Zeit wird der HERR die Bürger Jerusalems beschirmen, und es wird zu dieser Zeit geschehen, dass, wer von ihnen strauchelt, sein wird wie David; und das Haus David wird sein wie Gott. [...] Und zu der Zeit werde ich darauf bedacht sein, alle Völker zu vertilgen, die gegen Jerusalem gezogen sind“ (Sacharja 12,6-9).
Sowohl Jesaja als auch Sacharja sehen die Endzeit voraus, in der sich der Löwe erheben und das Gericht über die Mächte des Bösen bringen wird. Oder weltlicher ausgedrückt, wie der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz sagte: „Israel macht die Drecksarbeit für uns alle.“
Zweifellos findet in unserer Zeit ein drastischer Paradigmenwechsel statt, der eine große Chance für Veränderungen im Nahen Osten bietet. Die Menschen im Libanon, in Syrien und im Iran haben vielleicht eine Chance auf eine bessere Zukunft. Vor allem für die Christen im Nahen Osten kann dies eine neue Freiheit bedeuten. Es könnte auch bedeuten, dass wir bald die allerersten offiziellen Delegationen von Christen aus dem Libanon und dem Iran beim Laubhüttenfest in Jerusalem willkommen heißen werden!
Eine enge Verwandte von mir hat Angehörige im Iran. Sie berichtete, dass ihre Familie in Teheran vor Freude über das Eingreifen Israels gegen das Mullah-Regime auf dem Dach tanzt. Interessant ist auch, dass auf der alten iranischen Flagge ein Löwe zu sehen ist, der ein Schwert in der Hand hält. Vielleicht hat Benjamin Netanjahu auch an diesen Löwen gedacht und gehofft, dass er sich ebenfalls erhebt, im Schutz der israelischen Militärkampagne gegen die Ajatollahs.
In dieser historischen Zeit möchte ich ermutigen, sich Gott im Gebet und in seinem Wort zu nähern. Beten Sie für Israel, dass dieser „junge Löwe“ weiterhin göttlichen Schutz erfährt und Gott den Anführern seines Volks Weisheit und Entschlossenheit schenkt, wie sie den Frieden sichern können. Beten wir, dass das Brüllen des Löwen aus dem Stamm Juda – Jeschua, der verheißene Messias – deutlicher denn je gehört wird, sowohl in Israel als auch unter den Völkern.
Lasst uns für die Nationen um Israel herum beten, und insbesondere für die Kirchen im Libanon, in Syrien und im Iran, dass sie unter besonderem Schutz von oben stehen. Vertrauen wir Gott, dass die gegenwärtigen Erschütterungen in der Region dazu führen, dass sie erkennen: „Der HERR ist Gott!“
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