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Es gibt nicht viele gesicherte Daten über das Leben des britischen Missionars Thomas Baker. Unstrittig ist, dass sein Dienst ein bitteres Ende nahm – aber überreiche Frucht hervorbrachte.
Thomas Baker ist verheiratet und Vater von vier Kindern, als er vor rund 150 Jahren eine der zahlreichen Fidschi-Inseln im sagenumwobenen Ozeanien betritt. Sein Herz brennt seit langem für die Ureinwohner. Er hat ihre Sprache gelernt, zusammen mit anderen Missionaren das Evangelium gepredigt, Freundschaften geschlossen.
Doch der Besuch auf dieser einen Insel endet tödlich. Denn die Eingeborenen, die er an diesem Tag besucht, sind Kannibalen. Sie verspeisen den Missionar mitsamt seinen Begleitern. Damit scheint Bakers Mission gescheitert – allerdings nur aus menschlicher Sicht.
Der Missionar hinterließ seine Bibel. Und dieses Buch sollte im Laufe der nächsten 150 Jahre zur Quelle einer Erweckung werden, die nicht zu erklären ist. 2023 bezeichneten sich schließlich über 50 Prozent der Fidschi-Bevölkerung als „wiedergeborene Christen“, Tendenz weiter steigend.
Thomas Bakers Biographie endet deshalb nicht mit seinem Tod. Die Geschichte der Fidschi-Christen ist Teil seiner Lebensgeschichte – bis heute.
Die Fidschi-Christen leben ihren Glauben mit radikaler Hingabe (siehe Artikel „One-Way-Ticket nach Jerusalem“). Dazu gehört auch eine große Liebe zum Gott Israels und seinem Volk. Fidschi-Christen kennen keinen Judenhass. Unbeeinflusst von einer antisemitischen Kirchengeschichte glauben sie in großer Demut, was sie in der Bibel lesen: Dass Israel die Wurzel ist, an der „Heiden“ eingepfropft sind, wenn sie dem jüdischen Messias Jeschua/Jesus nachfolgen, wie Paulus in Römer 11 eindrücklich beschreibt.
Viele Minister und auch Staatschef Katonivere bekennen sich zur Bibel. Fidschi gehört zu den wenigen Staaten, die eine Botschaft in Jerusalem eröffnet haben. Jeder Arbeitstag im Präsidentenbüro beginnt mit einem Gebet, verriet der Fidschi-Staatschef dem Präsidenten der ICEJ Dr. Jürgen Bühler. Dieses tägliche Gebet lautet: „Herr, möge dieser Raum der Schemel deiner Füße sein.“
Ihren wichtigsten Dienst sehen die Fidschi-Christen im Lobpreis – weil sie damit eine Prophezeiung erfüllen, die Jesaja vor über 2.700 über den „Inseln am Ende der Erde“ ausgesprochen hat: „Singt dem HERRN ein neues Lied, seinen Ruhm vom Ende der Erde: Es brause das Meer und seine Fülle, die Inseln und ihre Bewohner!“ (Jesaja 42,9ff)
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