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Wir haben in Römer 11,29 gelesen, dass Gott das jüdische Volk zu einer ganz bestimmten Rolle berufen hat. In dieser Hinsicht hat er nie seine Meinung geändert. Er hat Israel nie ersetzt, und der Nation den einzigartigen Ruf oder die Mission, die er ihr in der Geschichte zugedacht hat, niemals genommen.
Es ist wichtig, dass wir verstehen, dass das Neue Testament die Vorstellung, dass die Nation Israel Gottes Werkzeug zur Welterlösung darstellt, vollkommen unterstützt. Es ist auch wunderbar zu sehen, dass Gott Israels Glauben und Unglauben benützt hat, um sein Ziel zu erreichen. Er benutzte Israel als Werkzeug, weil er es erwählt hat! Diese Wahl hatte nichts mit seiner Errettung zu tun.
Natürlich liebt Gott Israel und möchte, dass es gerettet wird. Es hatte jede Gelegenheit dazu, aber seine Wahl dieser Nation hatte nichts mit ihrer Errettung zu tun. Israel wurde das Werkzeug zur Welterlösung. Mittels dieses Werkzeuges überbringt er seine großartige Botschaft der Erlösung einer gefallenen Welt. Um das zu erreichen, hat er sowohl den Glauben als auch Unglauben Israels benutzt.
Israel diente der Welt durch seinen Unglauben, indem es der Welt den Tod Jesu gab. Es brachte ihn ans Kreuz und kreuzigte ihn, aber es tat es in Unwissenheit (Apostelgeschichte 2,22; 3,11-18; 5,30; 7,52; 10,39). Das jüdische Volk ist kein Christus-Mörder. Es ist nicht des Gottesmordes schuldig. Es steht auch unter keinem Generationsfluch oder verdient es, durch die ganze Menschheitsgeschichte hindurch verfolgt zu werden.
Das ist böse und wir müssen uns gegen jede Art von Antisemitismus stellen.
Es ist faszinierend zu sehen, dass Gott sowohl seinen Unglauben als auch seinen Glauben benutzte, um die Welt zu segnen. Die Bibel entstand durch große jüdische Propheten und Männer Gottes. Diese Männer liebten Gott, dienten ihm und waren gerettet. Sie wurden gerettet, indem sie auf das Kreuz vorausschauten.
Keiner in der ganzen Geschichte wurde jemals durch etwas anderes als das Kreuz Jesu gerettet. Das müssen wir verstehen. Sie blickten nach vorne, auf das Kreuz. Auf dieser Grundlage wurden sie gerettet, auch wenn sie nur einen Schatten oder das zugrunde liegende Prinzip verstanden und an Gott glaubten. Abraham glaubte Gott, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.
Unsere Generation schaut auf das Kreuz zurück. Wir sind privilegiert, weil wir die ganze Bedeutung kennen. Genau deshalb haben wir aber keine Entschuldigung.
Auch das jüdische Volk hat keine Entschuldigung, weil sie ebenfalls zurückblicken. Wir haben große biblische Propheten, die uns die Bibel gegeben und den Tod Jesu prophetisch vorausgesehen haben. Im Psalm 22 schreibt David über den Tod Jesu und im Kapitel 53 des Propheten Jesaja lesen wir darüber. Abraham –so sagt es das Neue Testament – sah den Tag des Todes Jesu und freute sich darüber (Johannes 8,56).
Wir haben auch das Zeugnis von Hiob. Das Buch Hiob ist geheimnisvoll und sehr interessant. Manchmal verstehen wir es nicht so, wie wir sollten, denn die Ratschläge seiner Freunde waren eigentlich gute Ratschläge. Sie wurden nur zur falschen Zeit der falschen Person gegeben! Mit anderen Worten gaben sie Ratschläge ohne Weisheit. Was ist Weisheit nach der Bibel? Weisheit ist die Fähigkeit, Erkenntnis korrekt anzuwenden.
Das Buch Hiob sollte uns interessieren, denn wir könnten die richtigen Person sein. Die Ratschläge die Hiobs Freunde gaben, könnten genau auf unsere Umstände passen und von Zeit zu Zeit tun sie das auch. Lassen Sie uns Hiob mit dieser Erwartung lesen. Das ist die Lehre, die wir daraus ziehen müssen; es ist eine Frage der Zeit und der Weisheit.
Hiobs Freunde sagen ihm, dass der Grund für seine Furunkel und komischen Krankheiten und den Aussatz, mit dem er in einer Ecke sitzt, seine Sünden sind, und dass Gott ihn dafür straft. Hiob verteidigt seine Integrität und sagt: „Auf keinen Fall, niemals, ich weiß ich habe nicht gesündigt.” Und dann machte Hiob inmitten seines Leidens diese wunderbare Feststellung:
25 Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt, Und als der Letzte wird er über den Staub sich erheben …. (Hiob 19,25)
Hiob konnte nach vorne schauen und mit bemerkenswerter Klarheit den Plan Gottes mit seinem Messias erkennen. Das ist wirklich erstaunlich. Dieser Umstand war seine Hoffnung und seine Erwartung.
Das jüdische Volk gab uns also dieses Buch durch seinen Glauben. Dann jedoch, als die Zeit erfüllt war, wurden sie ungläubig und gaben uns unseren Messias.
Er starb für uns am Kreuz und öffnete eine Quelle der Erlösung, so dass wir von unseren Sünden rein gewaschen wurden und ewiges Leben haben. Das ist die erstaunliche Lehre des Neuen Testaments. Sie bestätigt die historische Mission der Nation Israel. Jesus bestätigte dies natürlich, als er sagte: „das Heil kommt von den Juden“ (Johannes 4,22).
In Römer 3 sagt Paulus, dass das Hauptziel des jüdischen Volkes, als eine für eine bestimmte Mission auserwählte Volksgruppe, die Verwaltung des Wortes Gottes ist. Das Buch der Offenbarung andererseits beschreibt Israel als eine schwangere Frau; dieses Bild stammt aus dem 37. Kapitel des 1. Buches Mose. Seine Berufung besteht darin, die Wahrheit und Gottes Erlösungsplan für eine in Sünde gefallene Welt hervor zur bringen, wobei die Ankunft eines männlichen Kindes den Höhepunkt darstellt (Offenbarung 12,5, 13).
In Römer 11 spricht der Apostel Paulus über den Unglauben Israels und teilt uns mit, dass Israels Unglauben den Nationen gedient hat.
28 Im Blick auf das Evangelium sind sie zwar Feinde um euretwillen; aber im Blick auf die Erwählung sind sie Geliebte um der Väter willen. 29 Denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen... (Römer 11,:28-29)
Es ist schwierig zu verstehen, dass sie um des Evangeliums willen einerseits unsere Feinde sind – und dass sie andererseits aufgrund ihrer Erwählung und des Auftrages Gottes, nämlich die Verwalter des Planes Gottes zur Welterlösung zu sein, um der Väter willen geliebt sind. Denn Gottes Gaben und Berufungen sind unwiderruflich. Lesen wir ab Vers 11 dieses großartigen Kapitels:
11 So frage ich nun: Sind sie gestrauchelt, damit sie fallen? Das sei ferne! Sondern durch ihren Fall ist den Heiden das Heil widerfahren, damit Israel ihnen nacheifern sollte. 12 Wenn aber schon ihr Fall Reichtum für die Welt ist und ihr Schade Reichtum für die Heiden, wie viel mehr wird es Reichtum sein, wenn ihre Zahl voll wird. 13 Euch Heiden aber sage ich: Weil ich Apostel der Heiden bin, preise ich mein Amt, 14 ob ich vielleicht meine Stammverwandten zum Nacheifern reizen und einige von ihnen retten könnte. (Römer 11,11-14)
Ihr Unglaube hat also dem Plan Gottes gedient. Hier räumt er ein, dass Israels Ablehnung der messianischen Berufung Jesu dem Plan Gottes, die heidnische Welt zu erreichen, gedient hat. Das ist ein Geheimnis. Wir können Gott nur für die Gelegenheit danken, durch die Nation Israel vom wunderbaren Messias zu hören, der uns gerettet hat, durch den wir wiedergeboren sind, der unser Leben verändert hat und uns ewige Hoffnung gegeben hat – eine Hoffnung, die nicht verblassen wird.
Noch einmal, diese Textstelle bestätigt die historische Berufung der Nation Israel. In keiner Weise widerlegt sie ihre Berufung; sondern sie fügt noch eine weitere Bedeutung dazu – nämlich, dass die Nation Israel durch ihren Unglauben und ihren Glauben der Welt gedient hat.
Darum danken wir Gott für Israel, weil wir durch diese Studien verstehen, dass ein Jude ein Heide ist, der in eine ganz besondere Beziehung zu Gott gebracht wurde zum Zweck der Welterlösung. Danken wir Gott, dass er die Initiative ergriffen und Abraham berufen hat. Er zeigte durch seine Patriarchen, was er zu tun beabsichtigt. In Abraham verhieß er der Welt ewiges Leben, in Isaak verhieß er Versöhnung und in Jakob versprach er die Erneuerung der Welt.
Daher ist es ganz klar, dass das Neue Testament die historische Berufung der Nation Israel bestätigt. Römer 9 unterstreicht diese Wahrheit.
3 Ich selber wünschte, verflucht und von Christus getrennt zu sein für meine Brüder, die meine Stammverwandten sind nach dem Fleisch, 4 die Israeliten sind, denen die Kindschaft gehört und die Herrlichkeit und der Bund und das Gesetz und der Gottesdienst und die Verheißungen, 5 denen auch die Väter gehören, und aus denen Christus herkommt nach dem Fleisch, der da ist Gott über alles, gelobt in Ewigkeit. Amen. (Römer 9,3-5)
Der Apostel Paulus hämmert uns hier diesen Punkt mit großer Klarheit ein, wenn er sagt, dass das jüdische Volk uns alles gegeben hat – die Annahme als Kind, die Herrlichkeit, die Bündnisse, das Gesetz, den Gottesdienst, die Verheißungen und unseren Messias, Jesus Christus!
Kurz gesagt, das Neue Testament bestätigt die historische Mission der Nation Israel als Werkzeug zur Welterlösung.
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