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Die Weihnachtsbotschaft und unsere herrliche Berufung

Die Weihnachtsbotschaft und unsere herrliche Berufung

Wiederherstellung des Ebenbildes Gottes
Dr. Jürgen Bühler, Geschäftsführender ICEJ-Direktor, Jerusalem
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„Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.“ (1. Mose 1,27)

Einer der wichtigsten Grundsätze des christlichen Glaubens ist „der Adel des Menschen“, wie es der Theologe Erich Sauer formuliert. Wir sind alle nach dem Bild Gottes geschaffen, ihm ähnlich. Genau dieser Umstand unterscheidet die Menschheit vom Rest der Schöpfung.

Ebenbild des Schöpfers

Wir Menschen komponieren Symphonien, schreiben Bücher, erfinden komplexe Werkzeuge und untersuchen die bisher verborgenen Zusammenhänge des Universums. Wir zeigen göttliche Kreativität in jedem Lebensbereich. Selbst die am weitesten entwickelten Menschenaffen sind Lichtjahre von der Herrlichkeit entfernt, die Gott in die Menschheit hinein gelegt hat. Alle Frauen und Männer sind nach dem Bilde Gottes geschaffen. Diese Wahrheit bildet die Grundlage der westlichen Zivilisation. Sie verleiht jedem Menschen Wert und Würde und verlangt, dass wir mit Respekt und gerecht behandelt werden, unabhängig von unserer Rasse, unserer Religion oder unserem Geschlecht. Diese grundlegende Wahrheit unterscheidet den biblischen Glauben und das biblische Weltbild von jeder anderen Religion.

Beziehungswesen

Noch erstaunlicher ist es allerdings, dass Gott uns zu einem sehr speziellen Zweck erschaffen hat. Jeden Abend, „als der Tag kühl geworden war“, kam Gott, um sich mit dem gerade erschaffenen Paar im Garten Eden zu unterhalten. Gott sprach mit ihnen über ihren Alltag und erfreute sich an ihrer Gesellschaft, weil sie ihm ähnlich waren. In seinem Wort nennt Gott uns oft seine Kinder. Kein anderer Glaube bietet eine so persönliche Beziehung zu einem Gott, der gerne Zeit mit seiner Schöpfung verbringt.

Tragödie des freien Willens

Trauriger Weise wurde diese ursprüngliche Bestimmung in demselben Garten verspielt. Eine der Eigenschaften, die Gott in die Menschheit als Teil unserer göttlichen Natur hinein legte, war unser freier Wille. Wir können uns entscheiden, ob wir Gott folgen wollen oder nicht. Wir können selbst bestimmen, ob wir ihm glauben und gehorchen oder gegen seinen Willen rebellieren wollen. Der Fall im Garten Eden wurde so zur Tragödie der Schöpfung, der Geschichte und der Menschheit.

Rückkehr zum Vater

Doch Gott wusste von Anfang an genau, dass diese Möglichkeit bestand. Daher sorgte er vor, noch bevor irgendetwas geschaffen wurde, und stellte einen Weg für den Menschen bereit, um zum himmlischen Vater zurückzukehren. Aus diesem Grund beschreibt das Buch der Offenbarung Jesus als das Lamm, das „geschlachtet worden ist, von Grundlegung der Welt an“ (Offenbarung 13,8).Das bedeutet, dass Gott bereits vor der Schöpfung wusste, dass er der Menschheit eine Möglichkeit der Erlösung bieten musste.

Die Art und Weise, wie diese Errettung geschenkt wurde, unterstreicht auf wunderbare Weise den Adel des Menschen. David, der König Israels, erfasste bereits, dass die Opfer von Böcken und Stieren nicht ausreichen würde, um diejenigen wiederherzustellen, die der Herr nach seinem eigenen Bild erschaffen hatte. Um diese Wiederherstellung zu erreichen, musste Gott selbst in der Person seines eingeborenen Sohnes auf die Erde kommen. Daher bestätigt die Geburt Christi die herrliche Berufung des Menschen.

Gott kommt selbst

„Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ (Johannes 1,14)

Bereits die hebräischen Propheten hatten vorhergesagt, dass der Erlöser seines Volkes „Immanuel“, „der allmächtige Gott“ und der Gott „von Ewigkeit her“ genannt würde. Daher stellt Weihnachten eine göttliche Bestätigung für diejenigen dar, die „nach dem Bild Gottes“ geschaffen worden sind. Es ist wie ein Kuss Gottes, der unsere edle Herkunft, unseren Adel wiederherstellt. Durch die Geburt, den Tod und die Auferstehung Christi werden wir wieder in die Familie des Himmels aufgenommen. Darum schämt sich Jesus auch nicht, uns seine Geschwister zu nennen.

Frieden und Wohlgefallen

Was für eine wunderbare Wahrheit! Gott kam, um unter uns zu wohnen. Die Engel stimmten einen Lobgesang an: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens!“ (Lukas 2,14) Als Christus zur vorbestimmten Zeit auf die Erde kam, stellte er den Frieden zwischen Gott und der Menschheit wieder her und zeigte denen sein Wohlgefallen, die nach seinem Bild geschaffen waren.

Wir wollen daher Gott für diese unermessliche Berufung danken, Teil seiner Familie zu sein. Lassen Sie uns heute die Entscheidung treffen, dieser hohen Berufung würdig zu leben. 

Denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut Christi als eines Lammes ohne Fehler und ohne Flecken. Er ist zwar im Voraus vor Grundlegung der Welt erkannt, aber am Ende der Zeiten offenbart worden um euretwillen (1. Petrus 1,18-20).

Im Namen der ICEJ-Leitung und aller Mitarbeiter in Jerusalem, Stuttgart und auf der ganzen Welt wünschen wir Ihnen und Ihren Familien ein sehr gesegnetes und frohes Weihnachtfest. Möge Gott uns im kommenden Jahr mächtig dazu gebrauchen, sein auserwähltes Volk Israel zu segnen!

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