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Gott gab Mose die Zehn Gebote („Worte“) auf Steintafeln
Und als er auf dem Berg Sinai mit Mose zu Ende geredet hatte, gab er ihm die zwei Tafeln des Zeugnisses, steinerne Tafeln, beschrieben mit dem Finger Gottes. … Diese Tafeln waren Gottes Werk, und die Schrift, sie war Gottes Schrift, auf den Tafeln eingegraben. – 2. Mose 31,18; 32,16 (ELB)
Das Gesetz der Gnade und der Wahrheit
Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. – Johannes 1,17 (LUT 2017)
Gott gab Mose seine Gebote in der Wüste am Berg Sinai, nachdem er das Volk Israel aus Ägypten geführt hatte. Diese zehn „Worte“ werden in 2. Mose 20 beschrieben, mit einer Zusammenfassung in 5. Mose 5. Diese wichtigen Worte sind wie ein Bund, ein Ehevertrag, zwischen Gott und seinem Volk. Sie sind keine optionalen Ratschläge, sondern ihre Befolgung verleiht der Liebe zu Gott Ausdruck, so sind sie gemeint. Gehorcht man ihnen, kann Gott seine Liebe an nachfolgenden Generationen demonstrieren. (5. Mose 5,9–10) Die Zehn Gebote schrieb Gott mit seinem Finger eigenhändig auf zwei Steintafeln, die man in der heiligen Bundeslade aufbewahrte.
Gott gab die Offenbarung nicht nur einer besonders berufenen Person, sondern seinem ganzen Volk, woraufhin das Volk zustimmte und antwortete: „Alles, was der HERR geredet hat, werden wir tun.“ (2. Mose 19,8 ELB) Rabbi Sacks beschreibt dies wie folgt: „So wurde das ‚Recht‘ in der Tora zum Ausdruck gebracht und über die herrschende Macht gestellt.“ (Siehe Seite xy)
Die verkürzte Fassung der Zehn Gebote lautet:
Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft, geführt hat.
Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Du sollst dir kein Bildnis machen.
Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.
Gedenke des Sabbats, dass du ihn heiligst.
Ehre deinen Vater und deine Mutter.
Du sollst nicht töten.
Du sollst nicht ehebrechen.
Du sollst nicht stehlen.
Du sollst kein falsches Zeugnis gegen deinen Nächsten ablegen.
Du sollst nicht begehren, was deinem Nächsten gehört.
Tatsächlich lassen sich die Zehn Gebote in zwei Kernpunkte unterteilen: den Umgang mit Gott und den Umgang mit dem Nächsten. Auch Jesus respektierte diese wichtigen Worte und hielt die Gebote des Reiches Gottes.
Die zehn „Gebote“, wie sie in der christlichen Welt bekannt sind, werden in der hebräischen Bibel als die zehn Worte, ASeReT HaDeWaRIM, (2. Mose 34,28) bezeichnet. Rabbinische Texte sprechen von ASeReT HaDiBROT, wobei sich die „Zehn“ auf die zehn Kategorien oder Klassifizierungen bezieht, in die sich die 613 Mitzwot (Gebote) unterteilen: 365 negative Gebote („Du sollst nicht“), die den Tagen des Sonnenjahres entsprechen, und 248 positive Gebote („Du sollst“) nach der Anzahl der Teile des menschlichen Körpers. Von diesen „Zehn Worten“ betreffen die ersten vier Aussagen die Pflichten gegenüber Gott. Die zweiten sechs beziehen sich auf die Pflichten gegenüber den Mitmenschen. Aufgrund der Zerstörung des Tempels können viele der in den Mitzwot aufgeführten Gebote nicht mehr erfüllt werden, weshalb Juden für die Wiederherstellung des Tempels beten.
Die in 2. Mose 20 beschriebenen Zehn Gebote bestehen aus 26 Versen, und einige dieser Verse bestehen aus 26 Wörtern, wie beispielsweise Vers 11 über den Schabbat. Die Zahl 26 ist der Zahlenwert für Gott (JHWH), was in Anhang 3 wunderschön erläutert wird.
In seinem Buch „Equip: Your Personal Journey to the Kingdom“ erläutert Peter Tsukahira, ein Bibellehrer aus Israel, eine interessante Parallele: Die zwölf Stämme, Gottes Bundesvolk, empfangen im 2. Buch Mose das Gesetz. Die zwölf Jünger Jesu erhalten das Gesetz des Reiches Gottes in der Bergpredigt. (Matthäus 4–5) Dort sagt Jesus, dass er nicht gekommen sei, um das Gesetz aufzuheben, sondern um es zu erfüllen. (Siehe Seite xy)
Was denkst du über die Zehn Worte („Gebote“) Gottes – und welche davon findest du schwierig einzuhalten?
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