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Das siebentägige Fest der ungesäuerten Brote
Und am fünfzehnten desselben Monats ist das Fest der Ungesäuerten Brote für den HERRN. … Das Fest der Ungesäuerten Brote sollst du so halten, dass du sieben Tage ungesäuertes Brot isst, wie ich dir geboten habe, im Monat Abib, denn zu dieser Zeit bist du aus Ägypten gezogen. Niemand erscheine mit leeren Händen vor mir! – 3. Mose 23,6; 2. Mose 23,15 (LUT 2017)
Wir müssen den Sauerteig wegschaffen
Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? Darum schafft den alten Sauerteig weg, auf dass ihr ein neuer Teig seid, wie ihr ja ungesäuert seid. Denn auch unser Passalamm ist geopfert, das ist Christus. – 1. Korinther 5,6–7 (LUT 2017)
Das Passahfest ist so wichtig, dass es in drei verschiedene Feste unterteilt ist:
Das Passahfest mit dem Passahmahl am ersten Tag, dem vierzehnten Tag des Monats Nissan
Das Fest der ungesäuerten Brote, das sieben Tage dauert, vom fünfzehnten bis zum einundzwanzigsten Tag des Monats Nissan
Das Fest der Erstlingsfrüchte am siebzehnten Tag des Monats Nissan, dem dritten Tag nach dem Passahfest
Nach der zehnten Plage erlaubte der Pharao den Israeliten schließlich, Ägypten zu verlassen. Die Bibel berichtet, dass sie zirka 430 Jahre in Ägypten gelebt hatten. Doch in jener Nacht brach das gesamte Volk in aller Eile auf. Daher blieb keine Zeit, den Teig gehen zu lassen oder Brot zu backen, sodass sie nur ungesäuerten Teig auf ihre Reise mitnahmen. Um an die eilige Abreise ihrer Vorfahren zu erinnern, wies Gott die Israeliten an, während des Festes der ungesäuerten Brote kein gesäuertes Brot zu essen. So begehen sie das Fest auch heute noch – sie denken daran, dass sie auf wundersame Weise aus der ägyptischen Sklaverei befreit wurden. (5. Mose 16,3) Ungesäuertes Brot, Matzot (Plural), das die Bibel „Brot der Bedrängnis“ nennt, erinnert das jüdische Volk an die eilige Abreise ihrer Vorfahren aus Ägypten, an die Flucht aus der Sklaverei in die Freiheit.
Bevor das Passahfest beginnt, muss jeglicher Sauerteig aus den Häusern entfernt werden. (2. Mose 12,15) Ungesäuertes Brot, Matzot, steht für Trennung und Heiligung vor dem Herrn, so wie beim Auszug, bei dem Israel vollständig von Ägypten getrennt wurde. Hefe repräsentiert alles Sündhafte, wie Paulus in Galater 5,9 sagt: „Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig.“ Daher steht das konkrete Entfernen von Sauerteig für die Beseitigung der Sünde. Das ungesäuerte Brot ist ein Symbol für den Leib Jesu, der ohne Sünde war. Erinnern wir uns daran, dass er beim Passahmahl das ungesäuerte Brot, die Matzah (deutsch Matze), nahm und sagte: „Nehmt, esst, das ist mein Leib“, als er das Abendmahl einsetzte. Jesus ist der einzig Sündlose, denn er ist das endgültige, ewige Passahlamm, das für uns geschlachtet wurde. Durch ihn sind uns unsere Sünden vergeben.
Matzah ist das ungesäuerte Brot ohne Hefe, und Chametz, die Hefe, steht für Sünde. Am Passahfest wird das gesamte Haus gereinigt, und alle Produkte mit Hefe werden entsorgt. Die Sünde wird „beseitigt“.
Traditionell wird die Matzah mit kleinen Löchern durchbohrt, damit sie nicht aufgeht – ein Merkmal, das an Jesaja 53,5 erinnert: „Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.“ (Jesaja 53,5)
Oft werden heute die hebräischen Begriffe „Chag“ oder „Jom Tov“ verwendet, um die Feste zu bezeichnen. Zwei „Chagim“ (Feste) feiert man sieben Tage lang: das Fest der ungesäuerten Brote und das Laubhüttenfest. Diese einwöchigen Feste beginnen und enden mit einem „hochheiligen Sabbat“. Am ersten und letzten Tag dieser Feste wird keine Arbeit verrichtet, genau wie an einem gewöhnlichen siebten Tag, dem Schabbat.
Jesus nannte sich in Johannes 6,35 das „Brot des Lebens“. Was bedeutet das für dich? Er lehrte die Jünger auch, um ihr „tägliches Brot“ zu beten. Wie kannst du Jesus, das vollkommene „ungesäuerte“ Brot einladen, dich täglich zu nähren?
Lesen Sie auch: Passah
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