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Du sollst den Namen Gottes nicht missbrauchen
Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. – 2. Mose 20,7 (LUT 2017)
Der Name über allen Namen
Darum hat ihn auch Gott erhöht und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen bekennen sollen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters. – Philipper 2,9–11 (LUT 2017)
Die korrekte Aussprache von JHWH ist unbekannt, und es gibt keine Hinweise darauf, wie der Name richtig ausgesprochen wird: Ist es Jahweh oder Jehovah? Daher wird dieser Name im Judentum (unter anderem) durch den Begriff „der Name“, auf Hebräisch HaSchem ersetzt.
Der bestimmte Artikel „der“ in „der Name“ weist tatsächlich darauf hin, dass Gott so groß ist, dass er keiner Vorstellung bedarf. Er trägt den Namen über alle Namen. Er ist der Name. Deshalb sagt Gott in den Zehn Geboten, dass sein Name nicht missbraucht werden darf.
Viele Bibelübersetzungen weisen darauf hin, dass der Name Gottes, JHWH, als „HERR“ geschrieben wird. Es ist Gottes unübersetzbarer Name. Die Begriffe „Gott“, „der Ewige“, „der Allgegenwärtige“, „der Lebendige“, „der Name“ und „der Unaussprechliche“ werden ebenfalls in verschiedenen Übersetzungen verwendet.
Im Philipperbrief heißt es, dass Gott der Vater Jesus den Namen über alle Namen gegeben hat, damit in diesem Namen jedes Knie sich beugen und jede Zunge bekenne soll, dass er der Herr ist. Eines Tages wird die Welt den Namen über alle Namen bekennen, Jesus Christus – dass er der Herr ist. Darauf dürfen wir uns freuen. Was für eine Ehre, dass wir ihn anbeten dürfen.
Nach jüdischer Überlieferung ist JHWH, der Name Gottes, so heilig, dass er nur vom Hohepriester am Versöhnungstag ausgesprochen werden darf. Daher wird beim Vorlesen aus der Torah oder im Gebet der Name Gottes durch das Wort HaSchem ersetzt, eine kreative Art, den Namen Gottes auszusprechen. Ein weiterer Name ist zum Beispiel: HaKadosch Baruch Hu, „der Heilige, gesegnet sei Er“.
Gott offenbart sich als der „Gott eurer Väter“, wie geschrieben steht: „Gott sprach weiter zu Mose: ‚Sag dies zum Volk Israel: „Der Herr, der Gott eurer Väter [Elohei Awotechem], der Gott Abrahams [Elohei Awraham], der Gott Isaaks [Elohei Jitzchak] und der Gott Jakobs [Elohei Ja‘akow], hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name auf ewig [Schmi LeOlam], mit dem man mich anrufen soll von Geschlecht zu Geschlecht.“ (2. Mose 3,15, LUT 2017) Er ist der Gott der Patriarchen Israels, so wird sein Name für immer lauten.
Wenn man in Israel jemanden fragt, wie es ihm geht, antwortet dieser mit dem Ausdruck Baruch HaSchem, „Gepriesen sei der Name“. Gott sei Dank. Auf diese Weise wird Gott, dem höchsten aller Namen, HaSchem, alle Ehre zuteil!
Der Name des großen Anführers und Propheten Moses, Mosche, wird als MoScheH geschrieben. Die Großbuchstaben M-S-H bilden die drei Stamm-Konsonanten. Wenn man diese Buchstaben umkehrt, H-S-M, liest es sich auf Hebräisch als „HaScheM“, was in der jüdischen Tradition verwendet wird, um die laute Aussprache von JHWH zu vermeiden. Interessanterweise hat Gott gerade Mose seinen Namen am brennenden Dornbusch zum ersten Mal offenbart. (2. Mose 3,14)
Welchen Namen verwendest du in deinen Gebeten am häufigsten für Gott? Gibt es einen besonderen Grund dafür?
Singt das Lied „You Are the Sovereign ‚I Am‘“ (Your Name is Holy).
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