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Gott hält seinen Bund an tausend Generationen
Er gedenkt ewig seines Bundes – des Wortes, das er geboten hat auf tausend Generationen hin –, den er gemacht hat mit Abraham, und seines Eides an Isaak. Er richtete ihn auf für Jakob zur Ordnung, Israel zum ewigen Bund, indem er sprach: Dir will ich das Land Kanaan geben als euch zugemessenes Erbe.“ – Psalm 105,8–11 (ELB)
Der Bund mit Abraham
Ihr seid die Söhne der Propheten und des Bundes, den Gott geschlossen hat mit euren Vätern, als er zu Abraham sprach: „Durch deine Nachkommen sollen gesegnet werden alle Völker auf Erden.“ – Apostelgeschichte 3,25 (LUT 2017)
Gott schloss im Laufe der Heilsgeschichte mehrere Bünde. Die bekanntesten sind jene mit Noah, Abraham, Mose und David. Es gibt noch drei weitere, insgesamt also sieben, die im Folgenden erläutert werden. Vier wurden mit der Menschheit im Allgemeinen geschlossen, die anderen drei mit Gottes Volk Israel.
Es gibt zwei Arten von Bünden: bedingte und unbedingte. In einem bedingten Bund, wie z.B. Gottes Bund mit Mose, legt Gott eine Bedingung fest: Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr Segen empfangen. Im Gegensatz dazu ist Gottes Bund mit Abraham bedingungslos. Gott gestaltete ihn unilateral (einseitig): Er allein ist für seine Einhaltung verantwortlich. Durch diesen Bund hat Gott die Nachkommen Abrahams zu seinem eigenen Volk erwählt und zu einem Kanal gemacht, durch den sein Segen in die Welt fließen soll.
Gott ist ein Gott der fortwährenden Offenbarung. Jeder der sieben Bünde ist einzigartig und baut auf dem vorherigen auf; jeder beinhaltet eine Verheißung, ein Zeichen und ein Medium. Im glaubensvollen Gebet können wir Christen Gott an seine Verheißungen erinnern und zu ihm sagen: Du hast versprochen, dass du die Menschen retten und einen Erlöser senden wirst – und wir dürfen darauf vertrauen, dass dies geschehen wird, weil es in Gottes Wort steht. Dieses Vertrauen ist das Fundament des Glaubens und der Grund, warum wir voller Zuversicht beten können.
Letztendlich bilden Gottes Bünde den Rahmen der Heilsgeschichte.
Das hebräische Wort für Bund ist BRiT, בְּרִית. In 1. Mose 15,18 steht, dass Gott einen Bund mit Abraham schloss oder „schnitt“, Karath Brit. Damals war der Bundesschluss eine ernste Angelegenheit. Die beiden Parteien zerteilten ein Tier (wie eine Ziege, einen Widder oder einen Vogel) in zwei Hälften und gingen dann zwischen den Teilen hindurch. Damit sagten sie: Sollte eine der beiden Parteien den Bund nicht einhalten können, würde ihr dasselbe widerfahren wie den Tieren – sie könnte getötet werden. Abraham legte die Fleischstücke aus, doch nur Gott schritt zwischen ihnen hindurch. Denn er hatte Abraham in einen tiefen Schlaf versetzt. Daher war der Bund mit Abraham einseitig. Nur Gott ist in der Lage, diesen Bund zu erfüllen. Abraham konnte ihm nichts hinzufügen außer seinem Glauben an den Schöpfer, und dieser Glaube wurde ihm „als Gerechtigkeit angerechnet“ (1. Mose 15,6; Röm 4,3).
Ein Bund zwischen zwei Personen schuf eine verbindliche Beziehung. Gottes Bund mit Abraham war mehr als eine rechtliche Vereinbarung zwischen zwei gleichberechtigten Parteien. Er umfasste auch Gottes gnädige Verheißung und ein Zeichen. Die Verheißung legte das Fundament für Gottes Beziehung zu seinem Volk. Im Rahmen seiner Verheißung gab Gott auch ein Zeichen zur Bestätigung des Bundes, als bleibende Erinnerung an diese Vereinbarung. Im Bund mit Abraham umfasste die Verheißung Land, Nachkommen und Segen für alle Völker. Das Zeichen war die Beschneidung – ein körperliches Zeichen, Teil der Bundesgemeinschaft zu sein.
Man kann Gott vertrauen, weil er seine Bundesversprechen hält. Der Glaube beruht also nicht auf einem Gefühl, sondern auf einer sicheren Erkenntnis, wie es in Hebräer 11,1 heißt: „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.“ Wie kannst du das in die Praxis umsetzen?
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