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Zunächst schuf Gott die Woche mit ihren sieben Tagen, wobei der siebte Tag der Ruhetag, der Tag der Tage, ist. Dann führte er die sieben biblischen Feste ein, die festgesetzten Zeiten, die Mo’edim. Diese sieben Feste lassen sich in die vier Frühlingsfeste und die drei Herbstfeste unterteilen.
| Frühlingsfeste: | Herbstfeste: |
| Passah
Fest der ungesäuerten Brote Fest der Erstlingsfrüchte Wochenfest |
Posaunenfest
[Jüdisches Neujahr] Versöhnungstag Laubhüttenfest |
Die sieben biblischen Feste werden oft nach den drei großen Wallfahrtsfesten, auch Pilgerfeste genannt, klassifiziert. Gott gebot seinem Volk dreimal im Jahr, wenn die Ernte eingebracht war, nach Jerusalem hinaufzuziehen, um zu feiern: das Passahfest, das Wochenfest und das Laubhüttenfest. Für diese Pilgerfeste gibt Gott drei Anweisungen: vor ihn nach Jerusalem zu kommen, die Feste mit großer Freude zu feiern und Opfer darzubringen – sie sollten nicht mit leeren Händen erscheinen.
Alle drei Feste haben einen landwirtschaftlichen Aspekt, nämlich das Einbringen der Ernte. Hinzu kommt eine historische Bedeutung, d.h. die Erinnerung an das Ereignis, welches sich an jenem Fest zugetragen hat. Zudem haben sie auch eine tiefere, religiöse Bedeutung. Die ersten beiden großen Feste haben sich bereits erfüllt, doch wir blicken voraus auf eine vollständigere prophetische Erfüllung des dritten großen Festes – des Laubhüttenfestes:
| Passah | Passah: Fest des Sohnes | |
| Landwirt-schaftlich: | Fest der ersten Gerstenernte | Jesus steht als Erster von den Toten auf |
| Historisch: | Auszug aus Ägypten | Beginn eines neuen Lebens |
| Religiös: | Befreiung aus der Knechtschaft | Befreiung aus den Fesseln des Todes |
| Wochenfest | Pfingsten: Fest des Heiligen Geistes | |
| Landwirtschaftlich: | Fest der ersten Weizenernte | Erstlinge (in) der Gemeinde |
| Historisch: | Fest des Gesetzes | Das Gesetz wird den Menschen ins Herz geschrieben |
| Religiös: | Der Bund am Sinai | Der Bund steht allen Völkern offen |
| Laubhüttenfest | Laubhüttenfest: Fest des Vaters | |
| Landwirt-schaftlich: | Fest der späten Ernte | Einbringen der „großen Späternte“ |
| Historisch: | Wanderung durch die Wüste, Einzug nach Kanaan | Versammlung Israels und der Völker |
| Religiös: | Tempeleinweihung Salomos | Gott kommt, um bei den Menschen zu wohnen (zelten; tabernakeln) |
Zusätzlich zu den sieben biblischen Festen gibt es zwei spätere Feste: das Fest der Tempelweihe (Chanukka) und das Losfest (Purim).
Nissan (1) Passah und ungesäuerte Brote Erstlingsfrüchte
Ijar (2)
Siwan (3) Wochenfest
Tammus (4)
Aw (5)
Elul (6) Posaunenfest
Tischri (7) Versöhnungstag Laubhüttenfest
Cheschwan (8)
Kislew (9) Chanukka
Tewet (10)
Schwat (11)
Adar (12) Purim
Gottes Feste richten sich nach dem hebräischen Kalender und fallen nicht auf dieselben Daten wie in unserem gregorianischen Kalender. Der hebräische Kalender basiert auf Mond-Sonnen-Zyklen, während christliche Feiertage sich am Sonnenkalender orientieren. Ein jüdisches Jahr besteht aus 12 Mondmonaten mit insgesamt etwa 354 Tagen. Damit die Feste weiterhin mit den Jahreszeiten übereinstimmen, wird siebenmal in 19 Jahren ein Schaltmonat eingefügt. Aus diesem Grund verschieben sich die jüdischen Feiertage im gregorianischen Kalender. Die Bibel erwähnt zwei Ausgangspunkte für das Jahr: Das religiöse Jahr beginnt im Monat Nissan (2. Mose 12,2), während die spätere jüdische Tradition das bürgerliche Jahr mit Rosch Haschanah im siebten Monat, Tischri, beginnen lässt.
Weitere Informationen zu den biblischen Festen sind im Buch „God’s Prophetic Feasts“ von Jacob Keegstra zu finden.
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