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Hanna bittet Gott um einen Sohn
Vor lauter Verzweiflung weinte Hanna hemmungslos. Unter Tränen betete sie und versprach dem HERRN: „Allmächtiger Gott, du siehst doch mein Elend. Wenn du Erbarmen mit mir hast und mich nicht vergisst, sondern mir einen Sohn schenkst, will ich ihn dir zurückgeben. Sein ganzes Leben soll dann dir, HERR, gehören. Als Zeichen dafür werde ich ihm nie die Haare schneiden.“ … Da antwortete Eli: „Geh getröstet und in Frieden nach Hause! Der Gott Israels wird dir geben, worum du gebeten hast.“ – 1. Samuel 1,10–11;17 (Hfa)
Hanna spricht für Gott und dient ihm
Und es war eine Prophetin, Hanna, … und war nun eine Witwe von vierundachtzig Jahren; die wich nicht vom Tempel und diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht. Die trat auch hinzu zu derselben Stunde und pries Gott und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten. – Lukas 2,36–38 (LUT 2017)
Hanna, eine unscheinbare Frau, lebte mit ihrem Mann Elkana, einem Ephraimiter, zusammen. Elkana war ein Levit aus dem Stamm der Kehatiter, genau wie Mose und Aaron. Sie waren für die heiligsten Gegenstände in der Stiftshütte verantwortlich und der einzige Stamm ohne eigenes Territorium. Die Leviten durften ihre priesterlichen Pflichten zu festgelegten Zeiten ausüben. Leider war Hanna kinderlos. Elkanas andere Frau, Peninna, hatte Kinder und schikanierte Hanna. Trotz Hannas starkem und gottesfürchtigem Charakter war ihr Leben von Schwierigkeiten und Leid geprägt. Sie litt sehr unter ihrer Unfruchtbarkeit und konnte manchmal buchstäblich nichts essen. Als Hanna mit ihrer Familie nach Silo ging, weinte sie an der Stiftshütte bittere Tränen und schüttete Gott ihr Herz aus. Nach ihrem aufrichtigen Gebet, das der Priester Eli zunächst mit dem Verhalten einer Betrunkenen verwechselte, erhielt Hanna die Verheißung, dass ihre Gebete erhört würden. Tatsächlich wurde Hanna schwanger und brachte einen Sohn zur Welt, den sie Samuel nannte.
Es gab drei große Lieben in Hannas Leben. Erstens hegte sie eine tiefe, beständige Liebe zu Gott, die sich in ihrem Gebetsleben zeigte. Trotz ihrer Kinderlosigkeit, der Enttäuschungen und Schmerzen in ihrem Leben beklagte sie sich nie. Sie blieb ihrem himmlischen Vater treu und war eine standhafte Gläubige, die beharrlich betete. Außerdem schätzte und liebte sie ihren Ehemann Elkana zutiefst und gab diese Eigenschaften – die grundlegenden Tugenden von Liebe, Selbstaufopferung, Integrität, Mitgefühl, Verständnis und Vergebung – an ihre Kinder weiter. Schließlich widmete sich Hanna ganz ihrer Familie. Sie erfüllte ihr selbstloses Versprechen, ihren Sohn Samuel in jungen Jahren zum Priester zu bringen – und das zu einer Zeit, als Silo unsicher war. Hannas tiefe Überzeugung ist ein Vorbild für Frauen, die ihr Zuhause zu einem Ort der Ehre und der Anbetung Gottes machen wollen, inmitten einer manchmal dunklen und sündigen Kultur. Hanna drückte ihre Dankbarkeit Gott gegenüber im „Lobgesang der Hanna“ (1. Samuel 2) aus. Ihr Lied diente als Vorbild für Marias Lobgesang im Neuen Testament. Hannas Namensvetterin im Neuen Testament war ebenfalls eine Fürbitterin, die im Tempel betete. Beide dienten dem Allerhöchsten Gott im Gebet.
Der Name Hanna, ChaNaH, חַנָּה, bedeutet „Gnade“. Dieselben Buchstaben kommen auch im Namen Johannes (JoChaNaN) und Hanania (ChaNaNJaH) vor. Es überrascht nicht, dass die Familie von Rama nach Silo zog – eine Strecke von etwa vierzig Kilometern –, da Elkana ein Levit war und gelegentlich seinen Dienst in der Stiftshütte versah.
Zudem war es ein jüdisches Gebot, dreimal im Jahr während der drei wichtigsten biblischen Feste vor dem Herrn zu erscheinen und dies nicht mit leeren Händen zu tun (siehe 5. Mose 16). (5. Mose 16,16-17) Es war sicherlich ein Brauch, den die Familie von Hanna und Elkana pflegte, denn Hanna brachte jedes Jahr ein neues Obergewand für Samuel mit, wenn sie und Elkana zur Stiftshütte reisten, um Gott Opfer darzubringen.
Hanna war eine Frau, die betete und als Antwort auf ihr Gebet einen Sohn erhielt. Sie gab nicht auf, und ihre Bemühungen wurden belohnt. Das gilt auch für dich. Gib nicht auf. Bete weiter für deine Familie und deine Freunde, auch wenn das Leben schwierig ist. Dein Gebet kann Veränderungen bewirken.
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