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Henoch, der Mann, der Gott nahe war
Als Henoch 65 Jahre alt war, zeugte er Metuschelach. Danach lebte er noch 300 Jahre und zeugte weitere Söhne und Töchter. Er wurde 365 Jahre alt. Henoch hatte in enger Verbindung mit Gott gelebt. Dann war er plötzlich nicht mehr da; denn Gott hatte ihn von der Erde weggenommen.
– 1. Mose 5,21–24 (GNB)
Henoch, die siebte Generation nach Adam
Es hat aber auch von diesen geweissagt Henoch, der Siebente von Adam an, und gesprochen: Siehe, der Herr kommt mit seinen vielen tausend Heiligen, Gericht zu halten über alle und zu strafen alle Gottlosen für alle Werke ihres gottlosen Wandels, mit denen sie gottlos gewesen sind …“– Judas 1,14–15 (LUT 2017)
Henoch war eine fromme biblische Gestalt, die eine besondere Beziehung zu Gott hatte. Er wird im kurzen Judasbrief als Prophet erwähnt. Nach Judas’ Bericht forderte Henoch die Menschheit mehrere Generationen vor der Sintflut auf, Buße zu tun, und bekräftigte, dass Gott schon damals dazu aufrief, zu ihm zurückzukehren. Henoch zeigte beispielhaft, was es bedeutet, eine Beziehung zu Gott zu haben.
Bemerkenswert ist, dass Henoch nicht lange lebte, nämlich nur 365 Jahre. Sein Vater wurde 962 Jahre alt. Henochs Sohn Metuschelach (auch Methusalah genannt) war mit 969 Jahren der älteste Mensch, der je gelebt hat.
Die Bibel berichtet, dass Henochs Leben auf Erden auf einzigartige Weise endete: „Dann war er plötzlich nicht mehr da – Gott hatte ihn zu sich genommen.“ (1. Mose 5,24 Hfa) Die Liste der Glaubenszeugen in Hebräer 11 umfasst auch Henoch: „Weil Henoch glaubte, nahm Gott ihn zu sich, so dass er nicht sterben musste; er war plötzlich nicht mehr da. Die Heilige Schrift bestätigt, dass Henoch so gelebt hat, wie es Gott gefiel. Denn Gott hat nur an den Menschen Gefallen, die ihm fest vertrauen. Ohne Glauben ist das unmöglich. Wer nämlich zu Gott kommen will, muss darauf vertrauen, dass es ihn gibt und dass er alle belohnen wird, die ihn suchen.“ (Hebräer 11,5–6 Hfa) Henoch gefiel Gott – er war treu und lebte eng mit ihm verbunden. Der Autor des Hebräerbriefes sagt auch uns, wie wir Gott gefallen können. Erstens sollen wir zu ihm kommen. Zweitens müssen wir dies im Glauben tun, dass Gott existiert. Schließlich sollen wir ihn beständig suchen. Dies bildet ein wunderschönes Triptychon: kommen, glauben und Gott beständig suchen.
Der Name Henoch, CheNOCh, חֲנוֹך, bedeutet „Eingeweihter, Gefolgsmann“. Bemerkenswerterweise wird Henoch im Judasbrief als die siebte Generation nach Adam aufgeführt. Die Zahl 7 hat seit Beginn der Bibel eine tiefe symbolische Bedeutung – im Buch Genesis heißt es, dass Gott die Welt in sechs Tagen schuf und am siebten Tag ruhte. Die Zahl 7 steht für Ganzheit, Ruhe und Vollkommenheit. Henoch durfte sofort in Gottes Ruhe eingehen, ohne den Tod zu erfahren: „Und er war nicht mehr.“
Schon der Name Metuschelach war prophetisch und bedeutet höchstwahrscheinlich: „Wenn er stirbt, wird es geschehen“, was auf ein zukünftiges Gericht hindeutete. Tatsächlich kam die Sintflut dann in der zehnten Generation.
Es gibt noch ein anderes Henoch-Buch, doch es gehört nicht zum biblischen Kanon. Es ist Teil der Apokryphen, doch interessanterweise werden Teile davon im Judasbrief zitiert. Henoch ist der erste Mensch, der lebend in den Himmel aufgefahren ist, ebenso wie Elia und natürlich Jesus. Dies macht Henoch zu einem Typus Christi.
Henoch war insofern einzigartig, als er eng mit Gott verbunden war. Vielleicht sehnst du dich auch danach, so mit Gott zu „wandeln“, und fragst dich, wie du eine engere Beziehung zu ihm pflegen kannst. Henoch zeigt uns drei Schritte: Komm zu Gott, glaube an seine Existenz und suche ihn unablässig. Gott wird dein Suchen belohnen, denn die Bibel verspricht: „Denn wer bittet, der bekommt; wer sucht, der findet.“ (Matthäus 7,8 GNB) Sind diese Schritte hilfreich für dich?
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