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Israels Berufung zur Priesterschaft

Rev. Malcolm Hedding
mehrere brennende schwarze Öllampen nebeneinander

Gott gab Abraham die Berufung der Priesterschaft. Gott führt diesen Mann – diesen Heiden – auf einen besonderen Weg, weil er möchte, dass er alles über seinen Plan versteht. Er möchte, dass Abraham weiß, worauf er sich da einlässt. Bei seiner nächsten Begegnung mit Gott sagt ihm dieser, ich möchte, dass du deinen Sohn nimmst, deinen wunderbaren Sohn und ihn zum Berg Morija führst ... und dort musst du ihn töten.

1Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: „Abraham!“ Und er antwortete: „Hier bin ich“. 2Und er sprach: „Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und geh hin in das Land Morija und opfere ihn dort zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde.“ 3 Da stand Abraham früh am Morgen auf und gürtete seinen Esel und nahm mit sich zwei Knechte und seinen Sohn Isaak und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging hin an den Ort, von dem ihm Gott gesagt hatte. 4 Am dritten Tage hob Abraham seine Augen auf und sah die Stätte von ferne 5 und sprach zu seinen Knechten: „Bleibt ihr hier mit dem Esel. Ich und der Knabe wollen dorthin gehen, und wenn wir angebetet haben, wollen wir wieder zu euch kommen.“ 6 Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak. Er aber nahm das Feuer und das Messer in seine Hand; und so gingen die beiden miteinander. 7 Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: „Mein Vater!“ Abraham antwortete: „Hier bin ich, mein Sohn.“ Und er sprach: „Siehe, hier ist Feuer und Holz; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer?“ 8 Abraham antwortete: „Mein Sohn, Gott wird sich ersehen ein Schaf zum Brandopfer.“ Und so gingen die beiden miteinander. 9 Und als sie an die Stätte kamen, die ihm Gott gesagt hatte, baute Abraham dort einen Altar und legte das Holz darauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz 10 und reckte seine Hand aus und fasste das Messer, dass er seinen Sohn schlachtete 11 Da rief ihn der Engel des Herrn vom Himmel und sprach: „Abraham! Abraham!“ Er antwortete: „Hier bin ich.“ 12 Er sprach: „Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts, denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen.“ (1. Mose 22,1-12)

Es ist ein sehr bewegendes Bild. Hier sind sie am Fuße des Berges Morija angekommen, sie nehmen das Holz und legen es auf Isaak. Isaak legt das Holz auf seinen Rücken. Er steigt mit seinem Vater auf den Berg. Als sie oben angekommen sind, wird Isaak auf das Holz gelegt und die Bibel sagt – Abraham erhob das Messer und tötete ihn – NEIN. Wir wissen, dass ein Engel dazwischen trat und ihn stoppte.

Im Hebräerbrief lesen wir, dass Abrahams Gehorsam so vollkommen war, dass er eigentlich Isaak von den Toten zurück erhalten hat, weil Isaak in seinem Herzen tot war. Wenn Gott nicht eingegriffen hätte, wäre Isaak an diesem Tag durch die Hand Abrahams gestorben.

17Durch den Glauben opferte Abraham den Isaak, als er versucht wurde, und gab den einzigen Sohn dahin, als er schon die Verheißung empfangen hatte 18 und ihm gesagt worden war „Was von Isaak stammt, soll dein Geschlecht genannt werden.“ 19 Er dachte: Gott kann auch von den Toten erwecken; deshalb bekam er ihn auch als Gleichnis dafür wieder. (Hebräer 11,17-19)

Einem der wunderbarsten Dinge in dieser Geschichte begegnen wir wieder in den Schriften des Neuen Bundes. Als Isaak auf dem Opferaltar lag, geschah etwas mit Abraham. Wir können es nur so interpretieren, dass der Geist Gottes auf ihn kam und ihn zweitausend Jahre in die Zukunft beförderte. Als er aufwachte, befand er sich im Jerusalem des Jahres 33 n. Chr.

Als er sich umsah, fand er sich an beinahe der- selben Stelle wieder und als er seine Augen rieb, sah er die Form eines Schädels in dem Hügel. Denn Golgotha (Schädelstätte) ist tatsächlich eine Felsnase auf dem Berg Morija. Dann schaute er genauer und sah Holz. Bei noch genauerem Hinschauen sah er das Holz auf dem Rücken von jemandem, der sich auf den Hügel zu bewegte.

Für einen Moment dachte er, er sähe Isaak, denn das Holz lag auf ihm und er schleppte es bis zum Fuße des Hügels. Er beobachtete weiter und meinte zu sehen, wie sie Isaak auf das Holz legten, aber dann erkannte er, dass es der Messias war. Die Bibel sagt, dass er vollkommen überwältigt war von diesem Bild, er begann zu tanzen und war außer sich vor Freude. Er weinte nicht, er zerriss nicht seine Kleider bei diesem Bild des Leidens, das so niederschmetternd war, dass es das menschliche Herz zerreißen muss. Die Bibel sagt, er beugte sein Haupt und dankte Gott mit Freude.

Woher weiß ich das? Weil es so in Johannes 8,56 steht. Hören Sie, was Jesus sagt: 56 „Abraham, euer Vater, wurde froh, dass er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich.“ (Johannes 8,56)

„Und er sah ihn und freute sich“ – ist das nicht erstaunlich! „Euer Vater Abraham freute sich meinen Tag zu sehen und er sah ihn und war froh.“ Mit anderen Worten, Gott gab Abraham mit seinem Bund eine Berufung zu gebären, zu leiden und Priester zu sein.

Darum war es immer der vorbestimmte Ratschluss und Plan Gottes, dass das jüdische Volk der Welt den Tod Jesu geben sollte. Gott zeigte es Abraham. Und zweitausend Jahre später, als die Zeit erfüllt war, kam Jesus. Es mutet fremd an, dass die „Fülle der Zeit“ in dem Moment der jüdischen Geschichte erreicht war, als die Nation in Unglauben gefallen war. Sie kannten weder Gott noch das Gesetz oder die Propheten. Das waren die Gegebenheiten zur Zeit der Menschwerdung Jesu.

Er kommt in sein Eigentum und sie erkannten ihn nicht und haben ihn auch nicht empfangen. Aber wie einen großen Hohepriester führten sie ihn zum Berg Morija und kreuzigten ihn. Denn der Weg zur Stadt führt nur über das Kreuz.

Es sind nicht die Wunder Jesu, die uns retten, obwohl wir Gott dafür danken. Nicht einmal seine Lehren sind es, die uns retten, obwohl wir Gott dafür danken. Nur sein Tod allein rettet uns.

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