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Der Herr, unser Gott, ist ein gnädiger Gott
Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild; der HERR gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. – Psalm 84,12 (LUT 2017)
Johannes, der Jünger, den Jesus liebte
Da sagt jener Jünger, den Jesus liebte … „Es ist der Herr!“ – Johannes 21,7 (ELB)
Wie würde man dich beschreiben? Johannes bezeichnete sich in der Bibel mehrfach als den Jünger, den Jesus liebte. Johannes und Jakobus waren Fischer, die gerade ihre Netze flickten, als Jesus sie aufforderte, ihm nachzufolgen. Sofort schlossen sie sich ihm an (Markus 1,19-20). Johannes gehörte mit Petrus und Jakobus zu den Vertrauten Jesu und war bei dessen Verherrlichung auf dem Berg der Verklärung dabei.
Johannes schrieb, dass Jesus, als er am Kreuz hing, zu seiner Mutter sagte: „Frau, siehe, dein Sohn!“ Dann sagte er zu Johannes: „Siehe, deine Mutter.“ Von diesem Moment an nahm Johannes Maria zu sich (Johannes 19,26-27). Später war Johannes der erste Jünger, der am Grab Jesu eintraf.
Nach der Überlieferung verfasste dieser produktive Apostel fünf verschiedene Bücher der Bibel: sein Evangelium, drei Pastoralbriefe und die Offenbarung. Das Johannesevangelium unterscheidet sich von den anderen Evangelien dadurch, dass Johannes Jesus als das Lamm Gottes beschreibt, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Die sieben großen „Ich bin“-Aussagen Jesu kommen alle in diesem Evangelium vor, das viele neue Einblicke über Jesus als den Sohn Gottes liefert. Johannes liebte Jesus von ganzem Herzen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass er viel über die Liebe Gottes schrieb.
Johannes verfasste das Buch der Offenbarung im Exil auf der Insel Patmos. Es ist das einzige prophetische Buch im Neuen Testament und enthält viele Visionen über die Zukunft. Daher wird es als apokalyptisches Buch bezeichnet, weil es offenbart, was kommen wird. Die Offenbarung endet mit Siegesgewissheit. Betrachten wir Kapitel 19,6–7, wo es heißt: „Halleluja! Denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat die Herrschaft angetreten. Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereitgemacht.“ Dann sieht Johannes in Offenbarung 21,1–6 einen „neuen Himmel und eine neue Erde … und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen … Er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein … Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende.“ Was für eine erstaunliche, prophetische Vision!
Der Name „Johannes“ leitet sich vom Wort JoChaNaN, יוֹחָנָן, ab, was so viel bedeutet wie „JHWH hat Gnade erwiesen“. Johannes war einer der ältesten Apostel, und der Überlieferung zufolge war er der einzige Apostel, der eines natürlichen Todes starb. Sein Name war zu jener Zeit weit verbreitet. Er ist nicht zu verwechseln mit Johannes dem Täufer, dem Cousin Jesu, der dem Apostel und Jünger Johannes vorausging.
Das Johannesevangelium beginnt mit den legendären Worten: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ (Johannes 1,1, ELB) Das Wort wurde Fleisch. In der Bibel wird das hebräische Wort DaWaR, דָּבָר oder DaBaR, oft für das Wort Gottes verwendet. Auch der Infinitiv „sprechen“ stammt von dieser Wurzel ab. Dawar ist etwas, was Gott tut. Als Schöpfer sprach er, und es geschah. Gott sprach durch sein Wort, daher kann DaWaR sowohl Sprache als auch Taten oder greifbare Ergebnisse bedeuten – etwas, das ins Dasein tritt, weil Gott gesprochen hat.
Es gibt eine deutliche Parallele zwischen 1. Mose, Kapitel 1 und dem Johannesevangelium. Beide beginnen mit Jesus, der bei Gott war. Von dort kam Jesus auf die Erde, um seine Berufung zu erfüllen. Das Johannesevangelium endet damit, dass Jesus nach der Auferstehung zum Vater zurückkehrt. So schließt sich im Johannesevangelium der Kreis.
Johannes bekräftigte, dass Jesus der Anfang und das Ende, der Erste und der Letzte war und ist (Offenbarung 22,12).
Im Hebräischen stammen „Wort“ und „Tat“ vom selben Wort ab. Stimmen deine Worte und Taten immer überein? Verhältst du dich sonntags anders als an den übrigen Wochentagen?
Lesen Sie auch: Jakobus
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