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Eine Jungfrau wird einen Sohn bekommen: Immanuel
Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und wird seinen Namen Immanuel nennen. – Jesaja 7,14 (ELB)
Der Engel verkündet Maria, dass sie mit dem Sohn Davids schwanger werden wird
Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben. Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.“—Lukas 1,30–33 (LUT 2017)
Maria, eine junge jüdische Frau, erschrak, als der Engel Gabriel sie besuchte. Er forderte sie auf, sich nicht zu fürchten, denn sie habe Gnade bei Gott gefunden. Sie war verwirrt – umso mehr, als sie seine Worte hörte. Sie sollte ein Kind empfangen, nicht auf natürliche Weise, sondern durch die Kraft des Heiligen Geistes, der über sie kommen würde. Der Sohn, den sie gebären sollte, würde Sohn des Höchsten genannt werden. Gott würde diesem Kind den Thron seines Vaters David geben.
Maria fragte sich, wie das möglich sein sollte. Denn sie war zwar mit Josef verlobt, aber noch nicht mit ihm intim geworden. Da sagte der Engel: „Denn für Gott ist nichts unmöglich.“ Obwohl sie immer noch verwirrt war, bekundete Maria ihren Gehorsam und antwortete dem Engel: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn; es geschehe mir nach deinem Wort.“ (Lukas 1,38, ELB) Damit äußerte sie ihre Bereitschaft, dem Weg des Herrn zu folgen. Was für ein Glaube – was für eine Hingabe!
Maria stammte vom großen König David ab, ebenso wie Josef, ihr Verlobter. Als Maria Josef zum ersten Mal erzählte, dass sie ein Kind erwartete, war Josef verwirrt. Doch auch er erhielt Besuch von einem Engel und akzeptierte schließlich vertrauensvoll, was dieser ihm sagte. Kurz vor der Geburt des Kindes mussten sich Maria und Josef in ihrer Heimatstadt Betlehem, der Stadt Davids, zu einer Volkszählung registrieren lassen. Dort wurde Jesus, auch Immanuel oder „Gott mit uns“ genannt, geboren – der Sohn Davids, der Erlöser.
Obwohl Maria unter allen Frauen besonders gesegnet war, musste sie tiefen Schmerz und Kummer ertragen, als sie miterlebte, wie ihr erstgeborener Sohn litt und starb. Zunächst verstand sie es nicht wirklich. Doch Jesus demonstrierte in seinen letzten Momenten am Kreuz zärtliche Fürsorge und sagte zu Johannes, dem Jünger, den er liebte: „Siehe, deine Mutter“, und zu Maria: „Frau, siehe, dein Sohn!“ Von dieser Stunde an nahm Johannes Maria zu sich. (Johannes 19,27) Marias Seele wurde von Trauer durchbohrt wie von einem Schwert – doch der Menschensohn sorgte dafür, dass sie nicht allein gelassen wurde.
Marias Sohn wurde wie ein makelloses Lamm zur Schlachtbank geführt, doch das Blut Jesu rettete die Menschheit. Am dritten Tag stand Jesus von den Toten auf. Auch wenn die Bibel nicht berichtet, ob Maria die Auferstehung persönlich miterlebte, erfuhr sie doch bald von dem großen Wunder: Jesus lebte! Er besiegte den Tod und stieg in den Himmel auf, wo er nun für alle Ewigkeit als König auf dem Thron Davids regiert. Sein Königtum wird kein Ende haben.
Der hebräische Name für Maria lautet MiRJaM, מִרְיָם. Bemerkenswerterweise trug die erste Prophetin in der hebräischen Bibel denselben Namen – Miriam, die Schwester Moses. Sie war die erste Frau, von der die Bibel berichtet, dass sie andere im Lobpreis anführte und fröhlich zum Klang eines Tamburins sang, nachdem die Israeliten das Rote Meer durchquert hatten. In der jüdischen Tradition war sie sehr beliebt. Der Name Maria (Miriam) kommt in der gesamten Bibel häufig vor.
Das Buch Jesaja sagte die Geburt Jesu voraus: Eine Jungfrau würde durch den Heiligen Geist ein Kind empfangen. Tatsächlich wurde Jesus Jahrhunderte später von der Jungfrau Maria geboren. Nachdem der Engel Maria verkündet hatte, dass sie auserwählt worden war, den Erlöser zur Welt zu bringen, pries sie den Herrn mit einem wunderbaren Lobgesang, der in Lukas 1 sehr schön beschrieben wird.
Wie kannst du im Reich Gottes dienen? Maria verkörperte zwei wesentliche Eigenschaften: Bereitschaft und Hingabe. Wie kannst du diese Eigenschaften in deinen Glaubensweg integrieren? Lies Marias Lobgesang in Lukas 1,46–56. Was fällt dir an ihrer Anbetung auf?
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