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Gott ist ein ewiger Fels
Ja, vertraut dem HERRN für immer, denn er, unser Gott, ist ein starker Fels für alle Zeiten! – Jesaja 26,4 (Hfa)
Petrus’ Bekenntnis und Jesu Antwort
Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist der Christus, des lebendigen Gottes Sohn! Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel. Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen.“ – Matthäus 16,16–18 (LUT 2017)
Jesus berief Simon Petrus zu seinem Jünger. Petrus ging sofort zu seinem Bruder Andreas und rief: „Wir haben den Messias gefunden“ (was „Christus“ bedeutet) und brachte ihn zu Jesus. Jesus sah Simon Petrus an und sagte: „Du bist Simon, der Sohn des Johannes; du sollst Kephas heißen“ (Johannes 1,42, LUT 2017), was Petrus bedeutet, auf Griechisch: Fels. Einen Mann zu treffen, der dir sofort sagt, wer du bist und wer du einmal sein wirst, war bestimmt schockierend.
Petrus war ein begeisterter und manchmal aufbrausender Fischer. Als Jesus ihn rief, ließ Petrus sofort seine Netze zurück und folgte ihm. Damit wurde er einer der zwölf Jünger, ja sogar einer der drei engsten Jünger Jesu, zusammen mit Jakobus und Johannes. Petrus’ Leidenschaft war Stärke und Schwäche zugleich. Jesus warnte ihn, dass er ihn verleugnen würde, bevor der Hahn dreimal krähte. Dies geschah in der Nacht, als Jesus verhaftet und zum Haus des Hohepriesters gebracht wurde, vor seiner Kreuzigung. Als Petrus erkannte, dass er es tatsächlich getan hatte, floh er voller Scham. Nachdem Jesus von den Toten auferstanden war, fragte er Petrus dreimal, ob er ihn wirklich liebe, und Petrus bejahte dies. In diesem Moment stellte Jesus seine Ehre wieder her und beauftragte Petrus, seine „Schafe“ zu weiden – jene, die an ihn glauben würden. Petrus wurde zu einem großen Menschenfischer und zu einem „Hirten“ der Kirche Jesu Christi.
Gott kann das Leben eines jeden Menschen wiederherstellen und verändern. Petrus, der impulsive Fischer, ist dafür ein eindrückliches Beispiel. Er war es, der mutig aus dem Boot trat, um auf dem Wasser auf Jesus zuzugehen – doch als er seinen Blick vom Herrn abwandte und ihn auf Wind und Wellen lenkte, begann er zu sinken. Dennoch rief er: „Herr, rette mich!“ – und Jesus streckte sofort seine Hand aus und tat es. Petrus veränderte sich allmählich und wuchs in seinem Glauben. Er wurde ein treuer Nachfolger Christi und schließlich einer der großen Apostel.
Nach der Ausgießung des Heiligen Geistes zu Pfingsten (Apostelgeschichte 2) hielt Petrus, gestärkt durch den Heiligen Geist, seine erste Predigt und verkündete der Welt, dass Jesus den Tod überwunden hatte. Mehr als dreitausend Menschen kamen zum Glauben und ließen sich taufen, was den Beginn der Kirche Jesu Christi markierte. Nach frühchristlicher Überlieferung starb Petrus den Märtyrertod – auf eigenen Wunsch kopfüber gekreuzigt, da er sich nicht für würdig hielt, auf dieselbe Weise zu sterben wie sein Herr.
Interessanterweise fiel Pfingsten auf den ersten Tag des Wochenfestes, Schawuot – eines der drei großen biblischen Feste. Es erinnert daran, dass Gott seinem Volk auf dem Berg Sinai sein Wort gab. Schawuot fällt auf den fünfzigsten Tag nach dem Passahfest. Durch Petrus verbreitete sich Gottes Wort damals weiter und gelangte bald in die ganze Welt. Gottes Geist wird alle erfüllen, die glauben – er überlässt die Menschen nicht sich selbst.
Simon Petrus hat in verschiedenen Sprachen mehrere Namen. Jesus nannte ihn Simon Bar Jona, was „Sohn des Jona“ bedeutet. Der Name Simon stammt vom griechischen Wort Schimoon, einer Transliteration des hebräischen Namens Simeon, ScHiMooN, שִׁמְעוֹן, abgeleitet von der Wurzel, die „hören“ bedeutet. Es ist dieselbe Wurzel, die auch im Wort SHeMA, שָׁמַע, dem jüdischen Glaubensbekenntnis, zu finden ist. Im Griechischen lautet Simons Name Petros, also „Fels“. Im Aramäischen ist es Kephas, was ebenfalls „Fels“ bedeutet. In Matthäus 16,18 erklärte Jesus zu Petrus: „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Gemeinde bauen.“
Gott verändert Menschenleben! Petrus räumte Jesus einen festen Platz in seinem Herzen ein und erfuhr so innere Heilung, während der Heilige Geist ihn im Laufe der Zeit verwandelte. Gott möchte, dass auch du innere Heilung erfährst. Falls du es noch nicht getan hast, lade den Heiligen Geist in dein Leben ein. Er möchte dein Tröster und Ratgeber sein und dir verkünden, was kommen wird (Johannes 16,3).
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