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Salomo bittet Gott um Weisheit
Da erschien ihm der HERR im Traum. „Erbitte von mir, was du willst!“, sagte Gott zu ihm. … „Gib mir ein Herz, das auf dich hört, damit ich dein Volk richtig führen und zwischen Recht und Unrecht unterscheiden kann. Denn wie könnte ich sonst ein so riesiges Volk gerecht regieren?“ … Darum antwortete Gott: „… ich will dich so weise und einsichtsvoll machen…“– 1. Könige 3,5&9,11–12 (Hfa)
Salomo ist bekannt für seine Weisheit
Auch die Königin von Saba … kam von weit her, um von König Salomos Weisheit zu lernen. Und hier steht jemand vor euch, der größer ist als Salomo!
—Matthäus 12,42 (Hfa)
Als Gott Salomo anbot, sich alles zu wünschen, was dieser wollte, bat er um ein „gehorsames Herz“. Gott erhörte Salomos Wunsch und schenkte ihm unvergleichliche Weisheit. Infolgedessen kamen Menschen aus aller Welt zu Salomo, um die Weisheit und das Verständnis zu bewundern, die Gott in sein Herz gelegt hatte.
Salomo war der Sohn Davids und Batsebas: „Dann ging David zu Batseba, seiner Frau, und tröstete sie. Er schlief mit ihr und sie bekam wieder einen Sohn. David gab ihm den Namen Salomo. Der HERR wandte dem Kind seine Liebe zu. Das ließ er David durch den Propheten Natan mitteilen. Der gab ihm den Namen Jedidja, weil der HERR es so gesagt hatte.“ (2. Samuel 12,24-25 (GNB))
Die Bücher Psalmen, Sprüche, Prediger und Hohelied, von denen einige von Salomo verfasst wurden, verdeutlichen seine Weisheit. Er war nicht nur weise, sondern auch reich, und während seiner Herrschaft herrschte im Land Frieden – auf Hebräisch „Schalom“. In der Bibel heißt es: „Du wirst einen Sohn bekommen, der ein Leben in Frieden führen wird, denn ich werde dafür sorgen, dass ihn keiner seiner Feinde angreift. Salomo (der Friedliche) wird er heißen. Unter seiner Herrschaft wird Israel in Ruhe und Frieden leben.“ (1. Chronik 22,9 (Hfa)) Diese Zeit des Friedens ermöglichte es ihm, die Pläne seines Vaters (König Davids) zu verwirklichen. Salomo baute das prachtvolle „Haus“ des Herrn (den Ersten Tempel) in Jerusalem auf dem Berg Morija. Es ist derselbe Berg, auf dem Abraham beinahe seinen Sohn Isaak opferte.
Die Königin von Saba aus dem Süden war eine bedeutende Persönlichkeit, die Salomo besuchte. Sie bewunderte den Tempel, den er erbaut hatte, und erkannte seine Weisheit, für Recht und Gerechtigkeit zu sorgen. (1. Könige 10,9) Dafür lobte sie den Gott Israels. In Matthäus 12,42 heißt es, dass die Königin von Saba Salomo besuchte, um von seiner Weisheit zu „lernen“, doch dieser Vers verweist auch auf den Einen, der höher steht als Salomo – der große Friedefürst, der Sohn Salomos, der sich für uns geopfert hat: Jesus.
Bei der Tempelweihe am Laubhüttenfest betete Salomo für das Volk Israel und segnete es. Interessanterweise segnete er aber auch die Nationen. (1. Könige 8,41-43) Dies unterstreicht Salomos prophetische Rolle: Er sagte voraus, dass Gott diejenigen segnen würde, die nicht zum Haus Israel gehören – und dazu gehören auch wir!
Leider fand Salomos Leben keinen glücklichen Abschluss. Er wuchs in einer Welt der Polygamie auf und hatte insgesamt tausend Frauen und Nebenfrauen, was schließlich zu seinem Untergang führte. Später in seinem Leben errichtete er Altäre für andere Götter, wich von Gottes Wegen ab und beendete damit das goldene Zeitalter seiner Herrschaft. Dann brach ein Bürgerkrieg aus, der Salomos Königreich in zwei Teile spaltete: den nördlichen Teil Israel, bekannt als die zehn Stämme, und den südlichen Teil, den Stamm Juda, der als Königreich Davids weiterbestand.
Auf Hebräisch heißt Salomo „SchLoMoH“ (שְׁלמֹה), was „friedlich“ bedeutet. Darin ist das hebräische Wort für Frieden, „SchaLoM“, enthalten. Im Christentum gelten Salomos Herrschaft und Wohlstand als ein Vorschatten der Herrschaft des Messias während des tausendjährigen Friedensreichs.
Obwohl Gott Salomo Weisheit und Reichtum schenkte, wich dieser am Ende seines Lebens von Gottes Wegen ab. Wie kannst du dem Friedefürsten dein ganzes Leben lang dienen?
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