MENÜ

Gott ruhte am siebten Tag und segnete und heiligte den Schabbat
Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn. – 1. Mose 2,2–3 (LUT 2017)
Jesus und der Schabbat
Jesus fügte hinzu: „Gott hat den Sabbat für den Menschen geschaffen, nicht den Menschen für den Sabbat. Also ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat.“ – Markus 2,27–28 (GNB)c
Gott schuf Himmel und Erde in sechs Tagen. Doch am siebten Tag ruhte er, segnete diesen Tag, heiligte ihn und gab ihm einen besonderen Namen: Schabbat (Sabbat). Gott wollte, dass dieser besondere Tag, der in der rabbinischen Tradition „Königin der Tage“ genannt wird, gefeiert und genossen wird. Er plante ihn als einen Tag, an dem die Menschheit von der Arbeit ruhen sollte, damit der Mensch sich am Herrn „erfreuen“ könne. (Jesaja 58,13–14) Gott gab dem Menschen sechs Tage zum Arbeiten, aber er heiligte den siebten Tag, um zu bekräftigen, dass die Menschen seine Schöpfung sind und ihn daher als Schöpfer der ganzen Welt ehren müssen. Der Schabbat sollte eine Zeit der Ruhe, der Besinnung und der geistlichen Erneuerung sein.
Der Schabbat beginnt am Freitagabend bei Sonnenuntergang. Die Frau des Hauses zündet die beiden Schabbatkerzen an. Sie symbolisieren die beiden Schlüsselworte dieses Tages: „gedenken“ und „beachten“. (2. Mose 20,8; 5. Mose 5,12) Der Schabbat wird nicht nur als Krone der Schöpfung bezeichnet. Vielmehr ist der eigentliche Zweck, zu dem Gott ihn eingesetzt hat (siehe Hebräer 4,9), auf eine kommende Schabbatruhe für Gottes Volk hinzuweisen. Jesus erklärte, dass der Schabbat für den Menschen geschaffen wurde und dass er der Herr über den Schabbat ist.
An drei Dinge wird während des Schabbats erinnert:
· Die Schöpfungsgeschichte: vom Anfang der Welt bis zu ihrer Erlösung durch den Messias (2. Mose 20,8–11)
· Der Auszug aus Ägypten: von der Knechtschaft zur Freiheit (5. Mose 5,15)
· Gottes auserwähltes Volk: abgesondert von den Völkern (2. Mose 19,5–6)
Der Schabbat, שַׁבָּת, leitet sich vom hebräischen Wort „SchaVaT“ ab, was so viel bedeutet wie „aufzuhören“ oder „innezuhalten und aufzuatmen“. Das Atmenholen, Lehitnafesch, ist ein Hinweis auf die Seele, Nefesch. Die Zehn Worte (Gebote) enthalten das Gebot, des Schabbats zu gedenken. Daher sagen die Rabbiner, dass jeder, der den Schabbat beachtet, die gesamte Torah einhält. Der Schabbat ist das Zeichen des Bundes, den Gott mit Israel auf dem Berg Sinai geschlossen hat.
Der Übergang von der Arbeitswoche zum Schabbat wird Kabbalat Schabbat genannt. Dabei begrüßt man den Ruhetag, indem man sich bewusst einen Moment Zeit nimmt, um die Woche hinter sich zu lassen. Die rabbinische Tradition stellt den Schabbat als eine Braut dar, die sich für ihren Bräutigam bereitmacht. In der Synagoge wird der Schabbat mit verschiedenen Psalmen und Segenssprüchen begrüßt. Es ist eine Zeit der Freude. Man stellt Brot und Wein auf den Schabbat-Tisch, zusammen mit dem Schabbat-Brot, der Challah: zwei geflochtene Laibe, die an die doppelte Menge Manna am sechsten Tag erinnern, als das Volk Israel durch die Wüste zog. Es ist ein wahres Familienfest mit Gästen und gutem Essen. Der Abschluss des Schabbats wird Havdala genannt, die Trennung zwischen dem Schabbat und der neuen Woche.
Ein bekanntes Sprichwort lautet: „Mehr als die Juden den Schabbat gehalten haben, hat der Schabbat die Juden bewahrt.“
Eine häusliche Schabbatfeier am Freitagabend hat mehrere Bestandteile:
· Das Anzünden der Kerzen durch die Frau: Hadlakat Nerot
· Das Singen von Liedern: darunter Schalom Alechem und Schabbat Schalom
· Segnung der Ehefrau und der Kinder: Eschet Chajil und Birkat HaBanim
· Der Segen über den Wein: Kiddusch
· Das Waschen der Hände: Netilat Jadajim
· Der Segen über den beiden geflochtenen Brote: HaMotzi
· Das Schabbatmahl – Seudat Schabbat
· Der Dank nach dem Mahl – Birkat HaMason
Diese Segnungen werden in Anhang 7 näher erläutert.
Nimmst du dir jede Woche Zeit, um dich auszuruhen und an deinen Schöpfer zu denken? Wie belebst du deine „Seele“?
Lesen Sie auch: Gottes prophetische Feste entdecken
Lesen Sie auch: Passah
Teile diesen Beitrag:
Es gibt nicht viele gesicherte Daten über das Leben des britischen Missionars Thomas Baker. Unstrittig ist, dass sein Dienst ein bitteres Ende nahm – aber überreiche Frucht hervorbrachte.
Es gibt nicht viele gesicherte Daten über das Leben des britischen Missionars Thomas Baker. Unstrittig i...
Wenn der Messias wiederkommt, wird er für immer auf dem Thron seines Vaters David sitzen und das tausendjährige Friedensreich einläuten.
Wenn der Messias wiederkommt, wird er für immer auf dem Thron seines Vaters David sitzen und das tausend...
Beim Losfest, auch Purim genannt, spielt Esther die Hauptrolle. Ein ganzes Buch der Bibel ist ihr gewidmet. Obwohl Gott darin nicht erwähnt wird, ist er in dieser wichtigen historischen Erzählung auf wundersame Weise am Werk.
Beim Losfest, auch Purim genannt, spielt Esther die Hauptrolle. Ein ganzes Buch der Bibel ist ihr gewidm...
Eine starke messianische Erwartung zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Bibel: die Sehnsucht nach dem Einen, der die besondere Mission hat, Gottes Volk in dessen Auftrag zu führen.
Eine starke messianische Erwartung zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Bibel: die Sehnsucht n...
Im vergangenen Jahrzehnt gab es mehrere große weltweite Erschütterungen. Doch die Kirche hat keine davon vorausgesehen.
Im vergangenen Jahrzehnt gab es mehrere große weltweite Erschütterungen. Doch die Kirche hat keine davon...
Alle vier Evangelien beschreiben das große Gebot der Liebe, und es hat immer zwei Teile: Liebe Gott über alles, mit deiner ganzen Seele und deinem ganzen Verstand, und liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
Alle vier Evangelien beschreiben das große Gebot der Liebe, und es hat immer zwei Teile: Liebe Gott über...
Im Vergleich zu den anderen von Gott verordneten Festen ist das „Fest der Tempelweihe“ in der christlichen Tradition nicht sehr bekannt
Im Vergleich zu den anderen von Gott verordneten Festen ist das „Fest der Tempelweihe“ in der christlich...
Gott gab Mose seine Gebote in der Wüste am Berg Sinai, nachdem er das Volk Israel aus Ägypten geführt hatte. Diese zehn „Worte“ werden in 2. Mose 20 beschrieben, mit einer Zusammenfassung in 5. Mose 5.
Gott gab Mose seine Gebote in der Wüste am Berg Sinai, nachdem er das Volk Israel aus Ägypten geführt ha...
Adonai wird als alternativer Name für Jehovah, JaHWeH, verwendet. Genau wie „der Ewige“ wird Adonai mit „Herr“ oder „Meister“ übersetzt.
Adonai wird als alternativer Name für Jehovah, JaHWeH, verwendet. Genau wie „der Ewige“ wird Adonai mit ...
In biblischen Zeiten wurden am letzten Tag des Laubhüttenfestes, während des traditionellen Ausgießens des Wassers, Gebete um ausreichend Regen gesprochen.
In biblischen Zeiten wurden am letzten Tag des Laubhüttenfestes, während des traditionellen Ausgießens d...