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Das Buch der Könige offenbart, dass es Schriften gibt
Alles Weitere steht in der Chronik der Könige von Israel. – 1. Könige 14,19 (Hfa)
Jesus zitiert nach seiner Auferstehung die Torah, die Propheten und die Schriften
Er [Jesus] sprach aber zu ihnen: Dies sind meine Worte, die ich zu euch redete, als ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden muss, was über mich geschrieben steht in dem Gesetz Moses und in den Propheten und Psalmen. – Lukas 24,44 (ELB)
Die Schriften sind der letzte Teil des Tanach. Sie umfassen einen Teil der historischen und poetischen Bücher, darunter die Psalmen. Ebenfalls enthalten sind die fünf besonderen Festrollen. Diese Bücher werden an bestimmten Fest- und Gedenktagen in der Synagoge vorgelesen.
Das Buch der Psalmen besteht aus fünf verschiedenen Abschnitten. Jeder endet mit einem besonderen Lob Gottes, wie z. B. Psalm 106,48: „Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und alles Volk sage: Amen! Halleluja!“ Die Psalmen enthalten viel Gotteslob. Sie wurden oft unter schwierigen Umständen verfasst. Doch Gott war im Leid gegenwärtig – und auch wir können ihm weiterhin vertrauen. Viele erleben die Psalmen als ein sehr tröstliches Buch.
Nachdem Jesus auferstanden war, erklärte er seinen Jüngern das Gesetz Moses, die Propheten und die Psalmen (den Anfang der Schriften). Denn sie sollten verstehen, dass alle drei Teile, der gesamte Tanach, erfüllt waren.
Die fünf Festrollen, die Megilot, nehmen einen besonderen Platz ein, da sie an Fest- und Gedenktagen gelesen werden. Die fünf Festrollen sind:
| Festrolle | Fest/Gedenktag | Bedeutung |
|---|---|---|
| Hohelied | Passah, Pessach, Ostern | Singt nach der Befreiung das Lied der Lieder |
| Rut | Wochenfest, Schawuot, Pfingsten | Der Ehebund, wie bei Boas und Rut |
| Prediger | Laubhüttenfest, Sukkot | Abhängigkeit von Gott |
| Esther | Losfest, Purim | Esther verhindert die Ausrottung ihres Volkes |
| Klagelieder | Tischa Be’av | Gedenktag an die Zerstörung des Ersten und Zweiten Tempels |
Die fünf Abschnitte des Buches der Psalmen, Tehilim („Lobgesänge“), beziehen sich auf die fünf Bücher der Torah. Die Psalmen behandeln folgende Themen:
| Psalmen | Bezug zur Torah | Thema |
|---|---|---|
| Psalmen 1–41 | 1. Mose | Die Schöpfung und der Mensch als Krone der Schöpfung |
| Psalmen 42–72 | 2. Mose | Vom Aufruhr zur Ruhe – Gott ist eine sichere Festung |
| Psalmen 73–89 | 3. Mose | Gebet um die Wiederherstellung Israels |
| Psalmen 90–106 | 4. Mose | Gottes Rettung, Israels Undankbarkeit |
| Psalmen 107–150 | 5. Mose | Lobgesang auf Gottes Rettung |
Im Judentum werden unter der Woche täglich festgelegte Psalmen gelesen. Diese sind im Gebetbuch aufgeführt: Tag 1: Psalm 24; Tag 2: Psalm 48; Tag 3: Psalm 82; Tag 4: Psalm 94; Tag 5: Psalm 81; Tag 6: Psalm 93; Schabbat: Psalm 92. Weitere besondere Psalmen sind die Lobpsalmen, auch Hallel genannt, die Psalmen 113–118. Sie werden am ersten Abend des Passahfestes gesungen. Die Aufstiegslieder, Schir HaMa’alot, sind die Psalmen 120–134, die man an Feiertagen liest. In den Psalmen 120–126 erkennen wir das Posaunenfest; in den Psalmen 130–131 den großen Versöhnungstag und in den Psalmen 133–134 das Laubhüttenfest. So haben die Psalmen beim Aufstieg zum Hause Gottes einen besonderen Platz.
Die Reihenfolge der Bücher im jüdischen Tanach unterscheidet sich von der Abfolge in der christlichen Bibel (siehe Übersicht in Anhang 4). Im Tanach ist 2. Chronik das letzte Buch der Bibel. Es endet mit den Worten von Kyrus, der dazu aufruft, in Jerusalem ein Haus für den Herrn zu errichten. Dabei sagt dieser nichtjüdische König: „Wer immer unter euch aus seinem Volk ist, mit dem sei der HERR, sein Gott! Er ziehe hinauf!“ (2. Chronik 36,23 ELB) Das hebräische Wort für „hinaufziehen“ ist Alah. Der moderne Begriff für die Einwanderung nach Israel, „Alijah“, leitet sich von dieser Wurzel ab. So bedeutet heute „Alijah zu machen“ in das verheißene Land „hinaufzuziehen“ oder „hinaufzusteigen“.
Diese Worte, „Er ziehe hinauf“, bringen die Schriften und den Tanach zu einem speziellen, hoffnungsvollen Abschluss.
Welcher Psalm ist dein Lieblingspsalm und warum? Kannst du daraus Trost schöpfen oder Gott für das preisen, was er getan hat? Gib ein Beispiel.
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