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Während des Erntezyklus erlebte Israel den Herrn als einen Gott des Wachstums. Zum Passahfest, dem ersten Fest des ersten Monats, wurde ein Opfer der Erstlingsfrüchte vor dem Herrn geschwungen als prophetische Erklärung, dass Gott sein Volk auch in der Zukunft versorgen würde. Zusätzlich dazu wurde ein männliches Schaf als Brandopfer dargebracht (3. Mose 23,12).
Fünfzig Tage später, zum Pfingstfest, im dritten Monat, fuhr man die Gersten- und Weizenernte ein. Zwei gesäuerte Brote wurden vor dem Herrn geschwenkt, zusammen mit einem Opfer von sieben einjährigen Schafen (3. Mose 27, 17-18).
Dann, durch einen langen und trockenen Sommer hindurch, reifte die restliche Ernte zu Sukkot heran. Diese letzte Ernte war von entscheidender Wichtigkeit, da sie für das Olivenöl und den Wein sorgte. Eine große Vielfalt von Früchten ernährte die Nation im anschließenden Winter. Gott gebot, sich sieben Tage lang zu freuen, mit großzügigen Dankopfern. Die „vier Früchte“ wurden vor dem Herrn geschwungen (3. Mose 23,40), begleitet mit täglichen Opfern von insgesamt 70 Stieren, 98 Lämmern und 14 Ziegenböcken. Es war eine Woche fröhlichen Dankens, da Gott erneut seinen Segen und sein Wachstum geschenkt hatte (5. Mose 30,9).
In den vergangenen Monaten haben wir gesehen, wie Jesus bis ins kleinste Detail die ersten beiden Erntefeste erfüllt hat. Genau an dem Tag der Erstlingsfrucht, am Tag nach dem Sabbat der Passahwoche (an einem Sonntag), stand Jesus als Erstling von den Toten auf, als Vorläufer vieler weiterer, die ihm nachfolgen würden (1. Korinther 15,20-23; Kolosser 1,18). Sieben Wochen später zum Pfingstfest goss Gott seinen Heiligen Geist auf die Jünger aus, und eine erste Ernte von dreitausend Seelen kam in das Reich Gottes hinein. Unzählige weitere Ernten wurden in den folgenden Jahrhunderten eingebracht.
Nur zwanzig Jahre später, als Paulus Tessalonich erreichte, wurde die Gemeinde dort gewarnt: „Diese, die den Erdkreis aufgewiegelt haben, sind auch hierhergekommen“ (Apostelgeschichte 17,6). Diese frühen Erweckungen waren so machtvoll, dass sie Nationen erschütterten, und die Erschütterungen haben seitdem nicht aufgehört.
Heute sind wir Zeugen dessen, was viele als die größte Ernte der Kirchengeschichte betrachten. Mehr Menschen kommen heute zum Glauben, als in irgendeiner anderen Phase der Kirchengeschichte. Das Evangelium beeinflusst heute Nationen, die vor hundert Jahren noch unerreicht waren. An Orten wie Lagos, Manaus und Manila herrscht sonntags fast genau derselbe Verkehr wie an Wochentagen, da Millionen von Menschen in die Kirchen strömen. Evangelisationskampagnen führen dazu, dass sich jeden Tag Tausende bekehren. Die Kathedralen Europas mögen sich leeren, doch in Kampala, Seoul und Sao Paolo blühen die Gemeinden.
Es gibt einen weiteren wichtigen Aspekt des Laubhüttenfestes. Es war nicht nur ein Erntefest, sondern zu Sukkot wurde auch der Tempel in Jerusalem fertiggestellt und von König Salomo eingeweiht (2. Chronik 5,1ff). Während dieser Tage füllte die Herrlichkeit Gottes den Tempel, so dass es die Priester nicht auf ihren Füßen hielt und sie ihren Dienst nicht verrichten konnten. Der Tempel wurde zu einem „Haus des Gebets für alle Nationen“, wo Gottes Volk seine Gegenwart suchen und erleben konnte (Jesaja 56,7).
Ein weiterer einzigartiger Aspekt des Laubhüttenfestes ist es, dass die nichtjüdischen Nationen sich dem Volk Israel in seinem Lobpreis des Gottes Israels anschließen können. Vor ein paar Jahren erklärte uns der Oberrabbiner Haifas sein Verständnis des Opfers von siebzig Stieren im Tempel während des Sukkot-Festes. Er sagte, dass diese Stiere die 70 Nationen der Welt darstellten, die es zur damaligen Zeit laut der biblischen Tradition gab. Sie verdeutlichtem dem jüdischen Volk, dass Gott auch einen Plan für die nichtjüdischen Nationen hatte. Der Tempel in Jerusalem sollte ein Haus des Gebets für alle Völker sein.
Schließlich erwartet die jüdische Tradition zum Laubhüttenfest das Erscheinen des Messias, der dann sein Reich errichten wird. Johannes 7 bezieht sich darauf. Deshalb wird das Laubhüttenfest als das größte der drei Pilgerfeste betrachtet. Es ist das Fest, das die Wiederherstellung aller Dinge erwartet (Apostelgeschichte 3, 21). Das Königreich des Messias wird in einem wiederhergestellten Israel errichtet werden. Eine weltweite Ernte der Heiligen aus allen Stämmen und Nationen wird einen geistlichen Tempel aus Juden und Heiden darstellen. Und Jerusalem, die Stadt des großen Königs, wird der Sitz dieses Königreiches der Gerechtigkeit und des Friedens sein. Seine Wohnung wird wieder in Jerusalem sein.
So spricht der HERR: Ich kehre nach Zion zurück und wohne mitten in Jerusalem. Und Jerusalem wird „Stadt der Treue“ genannt werden und der Berg des HERRN der Heerscharen „heiliger Berg“ (Sacharja 8,3).
Was für eine herrliche Erwartung!
Leseauszug aus dem Buch Gottes prophetische Feste von Jacob Keegstra. In diesem Abschnitt geht es um die...
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