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Dreimal im Jahr fordert die Bibel das jüdische Volk auf, nach Jerusalem hinauf zu ziehen und vor seinem Gott zu feiern. Im Frühling feiert Israel das Passahfest im März oder April, später dann Pfingsten im Mai oder Juni. Später im Jahr wird dann das größte aller Feste, das Laubhüttenfest, in Jerusalem begangen.
Alle drei eben erwähnten Pilgerfeste sind auch Erntefeste. Jedes feiert das Einbringen derjenigen Früchte, die zu dieser Zeit reif geworden sind. Das Passahfest weiht die Erstlingsfrüchte dem Herrn. Damit bekennt Israel, dass alles von Gott kommt, was wir haben – und dass es ihm gehört. Er verdient den ersten und besten Teil der Ernte. Durch das Opfern dieses ersten Anteils wird die gesamte Ernte vor Gott geheiligt.
Pfingsten war ein Erntedankfest für die Frühjahrsernte, die hauptsächlich aus Weizen und Gerste bestand. Während Sukkot, dem Laubhüttenfest im Herbst, wurde die späte Ernte der Trauben und aller Baumfrüchte mit Dankbarkeit vor den Herrn gebracht. Es war das größte Fest, da es auch das Ende der alljährlichen Erntesaison markierte, bevor der Winter anbrach.
Das Gesetz der Ernte ist so alt wie die Schöpfung, es ist tatsächlich ein Teil der Schöpfung selbst. Als Gott die Pflanzen, Tiere und die Menschen erschuf, bildete er sie so, dass sie Samen hervorbrächten, um sich zu vermehren, jeder nach seiner eigenen Art (1. Mose 1,11ff). Das erste Gebot, das Gott dem Menschen gab, war „seid fruchtbar und mehret euch“ (1. Mose 1,28). Das bedeutet, dass Gott von seiner Schöpfung erwartet, dass sie regelmäßig eine Ernte hervorbringt. Dieses Prinzip ist buchstäblich in die DNA alles erschaffenen Lebens eingraviert.
Kurz nach der Flut bestätigte Gott dieses ewige Prinzip. „Solange die Erde steht“, sagte Gott zu Noah „soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ (1. Mose 8,22).
Das Prinzip von Saat und Ernte wird so lange bestehen bleiben wie unser Planet. Es wird immer Zeiten des Pflügens und Säens geben, gefolgt von der Erntezeit. Samen werden nicht umsonst ausgestreut. Wenn wir säen, können wir immer eine Ernte erwarten.
Doch eine Ernte wird nicht von selbst kommen, wenn keine Samen ausgesät werden. Es ist ein göttliches Gesetz, das sowohl in der natürlichen Welt (3. Mose 23,10) als auch in der geistlichen Welt gilt (Hosea 10,12). Sogar Gott selbst vergleicht sich mit einem Bauern, der nach einer Ernte Ausschau hält, nachdem er selbst Samen gesät hat.
Es gibt gewisse allgemeingültige Prinzipien, welche die Dynamik und das Resultat der Ernte bestimmen. Wenn wir sie verstehen, können wir nicht nur auf eine reiche Ernte hoffen, sondern sie werden uns auch vor einer unerwünschten schlechten Ernte bewahren.
Die meisten Ereignisse in der Bibel, genauso wie in unserem Leben und in der Natur, passieren nicht einfach so, sondern sind die Folge vorheriger Handlungen. Ohne die harte Arbeit des Pflügens und Säens können wir eine wirkliche Ernte erwarten.
Wenn es darum geht, Nationen für den Herrn zu erreichen, war es oft so, dass die ersten Missionare in bisher unerreichten Gebieten manchmal sogar mit ihrem Leben bezahlen mussten. Der Kirchenvater Tertullian hat es so formuliert: „Das Blut der Märtyrer ist der Same der Gemeinde.“
Dieses Prinzip gilt auch in unserem persönlichen Leben. Die Visionen, die Gott uns gegeben hat, werden nicht einfach so Realität werden; meist erfordern sie eine Zeit des Pflügens, des Säens und des Begießens. Wenn Sie Lehrer werden wollen, studieren Sie das Wort Gottes! Wenn Sie zum Evangelisten berufen sind, dann lernen Sie die Arbeit eines Evangelisten kennen und säen Sie in ihre Berufung! Wenn Sie das tun, verspricht Gott Ihnen eine Ernte.
Wenn Sie eine reiche Ernte wünschen, dann säen Sie nicht sparsam. Ein kärglicher Same bringt eine kärgliche Ernte (2. Korinther 9,6). Paulus schreibt dies im Kontext unserer Finanzen. Ein aufopferungsvolles Säen zieht die Aufmerksamkeit Gottes an (Lukas 21,1-3).
Manchmal erfordert das Säen einen Akt des Glaubens. Isaak beschloss in einer Zeit der Dürre und des Hungers zu säen. Die benachbarten Landbesitzer haben ihn vielleicht ausgelacht: „Was für eine Verschwendung des Samens!“ Doch Gott belohnte ihn mit einer hundertfachen Ernte in derselben Saison (1. Mose 26,1+12).
Erlauben Sie daher nicht Ihren Umständen, die Art des Samens zu bestimmen, den Sie säen. Setzen Sie Ihren Glauben vielmehr auf den allmächtigen Gott. Das betrifft alle Bereiche Ihres Lebens. Wenn Sie jeden Tag bloß einen Bibelvers lesen und ein kurzes Gebet ausstoßen, bevor Sie Ihr Haus verlassen, dann erwarten Sie nicht, ein geistlicher Riese zu werden.
Es hört sich trivial an: Erwarten Sie keine Weizenernte, wenn Sie Dornen gesät haben. Sie werden ernten, was Sie gesät haben! Wenn Sie Wind säen, werden Sie Sturm ernten (Hosea 10,13). Wenn Sie Gerechtigkeit säen, werden Sie Gnade ernten (Hosea 10,12). Wenn Sie auf das Fleisch säen, erwarten Sie niemals eine geistliche Ernte.
Paulus erinnert uns daran: „Denn was ein Mensch sät, das wird er auch ernten. Denn wer auf sein Fleisch sät, wird vom Fleisch Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, wird vom Geist ewiges Leben ernten.“ (Galater 6,7-8)
Wenn Sie daher Frieden in Ihrer Familie erwarten, doch alles, was Ihre Familie sieht, ist ein murrender und unzufriedener Mensch, dann werden Sie Streit und Unzufriedenheit ernten. Entscheiden Sie sich heute, Samen des Segens zu säen!
Schließlich müssen wir anerkennen, dass wir so viel säen können, wie wir wollen – wenn wir den Segen und die Zustimmung Gottes nicht haben, dann arbeiten wir umsonst. Paulus stellt fest: „So ist weder der da pflanzt etwas, noch der da begießt, sondern Gott, der das Wachstum gibt.“ (1. Korinther 3,7)
Am Ende sind wir alle von seinem Segen abhängig. Jeremia sagte über Israel: „Sie haben Weizen gesät und Dornen geerntet.“ (Jeremia 12,13). Der alles entscheidende Faktor ist unsere Beziehung zu Jesus. Jesus sagt, dass es unmöglich ist, aus eigener Kraft Frucht hervorzubringen. „Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“ (Johannes 15,5)
Pflegen Sie daher Ihre Beziehung zu Jesus und Ihr Säen wird zu gegebener Zeit eine gute Ernte hervorbringen.
Wir sehen, dass vieles in unserem Leben durch das Prinzip von Saat und Ernte bestimmt wird. Gott spricht nicht nur über unser persönliches Leben, sondern auch über das Ernten von Seelen.
Jesus verließ gerade eine Stadt in Samarien. Der ganze Ort war von seinem Dienst verändert worden. Er sagte seinen Jüngern, dass sie große Dinge von Gott erwarten sollten. „Sagt ihr nicht: Es sind noch vier Monate, und die Ernte kommt? Siehe, ich sage euch: Hebt eure Augen auf und schaut die Felder an! Denn sie sind schon weiß zur Ernte!“ (Johannes 4,35)
Jesus sah eine große Ernte in Israel voraus. Und er ermutigte seine Jünger, ihre Augen zu erheben. Zu viele Menschen haben die Hoffnung für den Nahen Osten oder ihre Nation verloren. Der Prophet Jesaja verheißt, dass es eine übernatürliche Ernte in Israel geben wird – das, was unfruchtbar und trocken aussah, wird in ein fruchtbares Feld verwandelt werden, und das fruchtbare Feld in einen Wald. Was wird dieses Ereignis auslösen? Es wird die Ausgießung des Heiligen Geistes sein.
Das Motto des diesjährigen Laubhüttenfestes lautet „Zeit der Ernte“. Die Bibel ermutigt uns, eine große endzeitliche Ernte der Seelen auf der ganzen Welt zu erwarten. An vielen Orten sehen wir die Erfüllung dessen, was der Prophet Amos vorhergesehen hat: „Siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da rückt der Pflüger nahe an den Schnitter heran und der Traubentreter an den Sämann, und die Berge triefen von Most, und alle Hügel zerfließen.“ (Amos 9,13)
Genau das passiert heute in Asien, Afrika und Lateinamerika. Es kann auch in Ihrem Land passieren – und in Israel. Die große Ernte unserer Zeit auf der ganzen Welt sollte uns dazu inspirieren, eine große Ernte in unserem eigenen Leben, in unseren Familien, Gemeinden und Nationen zu erwarten.
Ich freue mich darauf, Sie alle beim Laubhüttenfest diesen September zu sehen! Es ist die Zeit der Ernte!
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