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Oft erscheint das Wort „El“ oder „Elohim“, der Name Gottes des Schöpfers, in zusammengesetzter Form. Die mit „El“ kombinierten Wörter betonen die Größe und die Eigenschaften Gottes. Wir wollen die zehn am häufigsten verwendeten zusammengesetzten Namen Gottes kurz hervorheben. Jedes Mal geben wir ein Beispiel sowohl aus dem Alten als auch aus dem Neuen Testament, um den Zusammenhang zwischen ihnen aufzuzeigen. Nach jeder Beschreibung kommt ein Liedvorschlag, der sich auf den jeweiligen Namen bezieht, um ihn weiter zu bewegen und den Herrn anzubeten.
Gott offenbart sich Abram als der Allmächtige (El Schaddai)
Und Abram war 99 Jahre alt, da erschien der HERR [Jahveh] dem Abram und sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige [El Schaddai]. Lebe vor meinem Angesicht, und sei untadelig! Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir setzen und will dich sehr, sehr mehren. Ich, siehe, (das ist) mein Bund mit dir: Du wirst zum Vater einer Menge von Nationen werden. – 1. Mose 17,1–2&4
Gott ist der Allmächtige, der ist, der war und der kommen wird
Wir danken dir, Herr, allmächtiger Gott, der du bist und der du warst, dass du hast deine große Macht ergriffen und deine Herrschaft angetreten hast. —Offenbarung 11,17
Gott offenbarte sich Abram, änderte dessen Name in Abraham und verkündete: „Ich bin Gott, der Allmächtige.“ Gott schloss in diesem Moment einen ewigen Bund mit Abraham. Er versprach Abraham und seinen Nachkommen, ihr Gott zu sein. So wurde Abraham wahrhaftig zum Vater vieler Völker. Gott gab dieses Versprechen sogar noch vor der Geburt von Isaak. Gott bekräftigte seine Allmacht und sorgte für Abraham, wobei er ihn aufforderte, untadelig zu sein und mit ihm zu gehen.
Im Buch der Offenbarung heißt es, dass Gott nach wie vor der Allmächtige ist. Auch dort sehen wir die Allmacht Gottes zusammen mit seinem ewigen Wesen und seiner souveränen Stärke, denn er ist der wahre König.
Lied: „Great Is the Lord Almighty“
Gott ist heilig und will, dass auch wir heilig sind
Denn ich bin der HERR, ich habe euch aus Ägypten herausgeführt, um euer Gott zu sein! Ihr sollt heilig sein, weil ich heilig bin [El Kadosch]! – 3. Mose 11,45 (Hfa)
Gott wird mit einem dreifachen „Heilig“ angebetet
Und die vier lebendigen Wesen … hören Tag und Nacht nicht auf zu sagen: Heilig, heilig, heilig, Herr, Gott, Allmächtiger, der war und der ist und der kommt! – Offenbarung 4,8b
Gott offenbarte sich als heiliger Gott und rief sein Volk dazu auf, ebenfalls heilig zu sein, nachdem er es aus Ägypten befreit hatte. Auch uns fordert er auf, nur ihn als den einen, heiligen Gott anzubeten.
In der Offenbarung wird Gott mit einem dreifachen „Heilig“ angebetet. Es betont, dass er wahrhaftig der heilige Gott ist. Dies kommt wunderschön in der Bracha Keduscha zum Ausdruck, den hebräischen Segenssprüchen aus Jesaja 6,3: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen; die ganze Erde ist erfüllt mit seiner Herrlichkeit!“ Auch wir sollen ein heiliges Leben führen, denn Gott ist heilig, wie es in 1. Petrus 1,15–16 (GNB) heißt: „Euer ganzes Tun soll ausgerichtet sein an dem heiligen Gott, der euch berufen hat. In den Heiligen Schriften heißt es ja: ‚Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.‘“
Lied: „You Are Holy“
Abraham ruft Gott als den ewigen Gott an
Abraham aber pflanzte einen Tamariskenbaum in Beerscheba und rief dort den Namen des Herrn, des ewigen Gottes [Jehovah El Olam], an. – 1. Mose 21,33 (LUT 2017)
Der ewige Gott beruft auch uns
Auf Befehl des ewigen Gottes ist er in prophetischen Schriften bekannt gemacht worden, damit alle Völker sich Gott im Gehorsam unterstellen und ihm vertrauen. – Römer 16,26 (GNB)
Abraham schloss einen Bund mit Abimelech. Er rief Gott an der Tamariske (einer Art Strauch) in Beerscheba als den „ewigen Gott“ an. In der gesamten Bibel wird Gott als ewig bezeichnet. Er ist der unveränderliche, unendliche, ewige, beständige, fortwährende, zeitlose Gott, der weder Anfang noch Ende hat. Obwohl sein ewiges Wesen unseren menschlichen Verstand übersteigt, da er über der Zeit steht, kann Gott uns ewiges Leben schenken (Johannes 17,3). Diesem ewigen Gott dienen wir.
Am Sabbatmorgen singt man in der Synagoge „Adon HaOlam“, ein wunderschönes Lied für den Ewigen.
Lied: „Give Thanks“
Gott der Allerhöchste
Ebenso kam Melchisedek, der König von Salem, dorthin und brachte Brot und Wein mit. Er war Priester des höchsten Gottes. Melchisedek sagte zu Abram: „Der höchste Gott [El Eljon], der Himmel und Erde geschaffen hat, schenke dir seinen Segen, Abram! Gepriesen sei der höchste Gott [El Eljon], denn er ließ dich über deine Feinde triumphieren.“ — 1. Mose 14,18–20 (Hfa)
Jesus wird auch der Sohn des Höchsten genannt
Er wird mächtig sein, und man wird ihn Sohn des Höchsten nennen. Gott, der Herr, wird ihm die Königsherrschaft seines Stammvatters David übergeben.—Lukas 1,32 (Hfa)
Melchisedek brachte Abram Brot und Wein. Dreimal wird Gott in 1. Mose 14,18 als der Höchste oder Erhabene bezeichnet, was anzeigt, dass Gott tatsächlich über alles herrscht. Dies spiegelt sich auch in der Ankündigung des Engels zur Geburt Jesu wider: Er sagte Maria, dass ihr Kind der Sohn des Allerhöchsten genannt werden und auf dem Thron seines Vaters David sitzen würde.
Lied: „For the Most High Lord“
Jakob nennt Gott „den Gott Israels“
Und er [Jakob] richtete dort einen Altar auf und nannte ihn El-Elohe-Israel [Gott, der Gott Israels]. – Genesis 33,20
Zacharias preist den Gott Israels
Und sein Vater Zacharias wurde vom Heiligen Geist erfüllt weissagte und sprach: „Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat besucht und erlöst sein Volk.“ – Lukas 1,67–68 (LUT 2017)
In Bethel erlebte Jakob Gottes Gegenwart: Gott war nicht nur der Gott seiner Vorfahren, sondern auch für ihn persönlich erfahrbar. Bei Jakobs Rückkehr ins verheißene Land änderte Gott sogar seinen Namen zu Israel. Nachdem er sich mit seinem Bruder Esau versöhnt hatte, errichtete Jakob einen Altar und nannte ihn „Der Gott Israels ist Gott“. Auch der Priester Zacharias lobte nach der Geburt seines Sohnes Johannes „den Herrn, den Gott Israels“, weil dieser sich an sein Volk erinnert hatte (Lukas 1,68). So wird eine Unterscheidung zwischen den Göttern der Völker und dem Gott Israels getroffen.
Lied: „Oh Herr, Gott Israels“
Die Verheißung des Sohnes, der ein starker Gott ist
Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber [Pele Jo’etz], starker Gott [El Gibor], Vater der Ewigkeit [Awi’ad], Friedefürst [Sar Schalom]. – Jesaja 9,5
Gott bleibt der starke und mächtige Gott
Denn stark ist Gott der Herr, der sie richtet. – Offenbarung 18,8b (LUT 2017)
Im Buch Jesaja wird das Kommen des Sohnes angekündigt. Dabei werden vier große Namen genannt, die wir oft im Zusammenhang der Geburt Jesu lesen. Einer seiner Namen ist „starker Gott“. Dieser Name taucht im letzten Buch der Bibel wieder auf. Wir haben einen starken Gott. Vertraue darauf, selbst wenn du es gerade in deinen Lebensumständen nicht siehst.
Lied: „Isn’t He“
Gott ist nicht nur ein starker, sondern auch ein großer Gott
Denn der Herr, euer Gott, ist der Gott der Götter [Elohei HaElohim] und der Herr der Herren [Adonai HaAdonim]; der große [HaEl HaGadol], der mächtige [HaGibor] und furchtbare Gott [HaNora]. – 5. Mose 10,17
Dank Gottes großer Liebe dürfen wir seine Kinder sein
Seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Und wir sind es. —1. Johannes 3,1
Gott ist ein großer Gott. 5. Mose 10,17 beschreibt Gott als den großen, mächtigen und ehrfurchtgebietenden Gott. Er ist der Herr der Herren. Trotz seiner Größe liebt er die Menschheit so sehr, dass er uns sogar seine Kinder nennt. Ich bin so dankbar, das Kind eines so großen Gottes zu sein.
Lied: „How Great Is Our God – Gadol Elohei“
Gott offenbart seine Herrlichkeit
Siehe, der Herr, unser Gott, hat uns seine Herrlichkeit und seine Größe sehen lassen [Eloheinu et HaKawodo ve et Gadolo]. – 5. Mose 5,24
Wir sehen seine Herrlichkeit im menschgewordenen Wort
Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als Einziggeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. —Johannes 1,14
Hier steht eine wunderbare Beschreibung Gottes: Kawod, was so viel bedeutet wie „Herrlichkeit und Ehre“. Sie gebührt ihm allein. Wir sehen diese Herrlichkeit im menschgewordenen Wort. Deshalb dürfen wir ihm in der Anbetung Herrlichkeit und Ehre erweisen.
Lied: „Worthy Art Thou, O Lord My God”
Gott ist ein eifersüchtiger Gott
Denn du sollst keinen anderen Gott anbeten. Denn der HERR, dessen Name „Der Eifersüchtige“ ist, ist ein eifersüchtiger Gott. [El Kana]. —2. Mose 34,14 (SL)
Reizt Gott nicht zur Eifersucht
Oder wollen wir des Herrn Eifersucht wecken? Sind wir stärker als er? —1. Korinther 10,22 (LUT 2017)
Als Gott sich offenbarte und die Zehn Gebote gab, nannte er sich selbst „eifersüchtig“. Er sagte, dass er allein Gott sei, dass nur er angebetet werden solle und dass wir uns vor keinem anderen Gott beugen dürften. Er will dich ganz für sich allein. Willst du das auch?
Lied: „I Lift My Hands (I Will Serve No Foreign God)“
Gott möchte eine Beziehung zu den Menschen
Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel.– Jesaja 7,14 (LUT 2017)
Gott möchte in seinem Sohn mit den Menschen zusammen sein
Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden … auf dass erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat …: „Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben“ (Gott mit uns). – Matthäus 1,21–23 (LUT 2017)
Viele biblische Namen spiegeln die Wichtigkeit Gottes für Eltern wider. So ist z.B. Gott („El“) Bestandteil der Namen Samuel, Daniel, Gabriel, Jisrael, Elia, Elisabet und Nathanael. Am deutlichsten kommt „El“ in ImmanuEl zum Ausdruck, „Gott mit uns“. Dieser Name offenbart Gottes Wunsch, bei seinem Volk zu wohnen. Das Alte Testament verkündete, dass eine Jungfrau einen Sohn mit Namen ImmanuEl gebären sollte – und das Neue Testament sagt, dass sich dies in Jesus erfüllt hat. Gott möchte bei dir sein – er ist persönlich. Möchtest du auch, dass Gott dir nahe ist?
Lied: „Immanuel“
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