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Hungerkatastrophe in Gaza?

Hungerkatastrophe in Gaza?

Die Zahlen sprechen dagegen
Carmen Shamsianpur
Hungerkatastrophe in Gaza? viele Paletten und ein Gabelstapler auf einer Fläche draußen

Das ist passiert: Am 22. August 2025 wurde anhand der „Integrierten Klassifizierungsskala der Ernährungssicherheitsphasen“ (IPC) eine Hungersnot für die Stadt Gaza ausgerufen. Drei Monate danach mehren sich die Anzeichen dafür, dass diese Einordnung stark übertrieben war. Das globale System zur Klassifizierung von Hunger und Mangelernährung führt „Hungersnot/Humanitäre Katastrophe“ als letzte und höchste Alarmstufe auf ihrer Skala. Ein Kriterium ist, dass in solch einem Fall die Sterblichkeitsrate zwei Todesfälle pro 10.000 Personen pro Tag übersteigt.

Paradox: Keine der vorliegenden Erhebungen – nicht die Zahlen der IPC selbst und auch nicht die der Hamas – erreichen auch nur annähernd diesen Wert. Für die Einordnung als „Hungersnot“ hätten allein in Gaza-Stadt täglich etwa 188 Menschen sterben müssen. Die Hamas meldete jedoch im gleichen Zeitraum im Durchschnitt sechs durch Hunger verursachte Todesfälle am Tag – und zwar im gesamten Gazastreifen. Dabei steht die Terrorgruppe nicht im Verdacht, die Todeszahlen beschönigen zu wollen. Sie gab sogar Menschen, die an schweren Krankheiten litten, als „Hungeropfer“ aus.

Das sollten Sie wissen: Der Vorwurf, Israel wolle den Gazastreifen „systematisch aushungern“, ist einer der wichtigsten Pfeiler der Genozid-Anklage gegen Israel. Im Frühjahr 2025 verhängte Israel eine höchst umstrittene, dreimonatige Blockade über die Hilfslieferungen und erreichte damit ein neues Verteilsystem. Die Güter werden seither so verteilt, dass die Hamas nicht mehr daran beteiligt ist. Abgesehen von diesem Zeitraum gelangten in absoluten Zahlen immer genügend Nahrungsmittel in den Gazastreifen. Das Hauptproblem lag immer in der Hamas-kontrollierten Verteilung.

Darum ist es wichtig: Israel leistet nachweislich zum Schutz der Palästinenser im Gazastreifen mehr, als je ein anderer Staat für das Leben der Zivilbevölkerung auf Seiten einer verfeindeten Kriegspartei geleistet hat. Die Opfer unter den leidenden Zivilisten, vor allem unter Kindern, sind tragisch, aber im Vergleich mit anderen urbanen Kriegen gegen Terroristen und Guerillas sehr gering. Israel genozidale Absichten zu unterstellen, ist eine antisemitische Lüge.

(Foto: Lebensmittel für Gaza /GHF/Archiv-PP)

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