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Beistand für ältere Israelis in ihrer Einsamkeit

Beistand für ältere Israelis in ihrer Einsamkeit

Häuslicher Pflegedienst der ICEJ in Corona-Krise
ICEJ Logo blau auf weiß

Seit 1996 leistet das Team des Häuslichen Pflegedienstes der ICEJ, das von unserer Krankenschwester Corrie van Maanen koordiniert wird, vielen älteren russischen Einwanderern in Jerusalem wöchentliche Pflegehilfe und emotionalen Beistand. In der Corona-Krise mussten sie zu Hause bleiben und durften keinen Besuch empfangen. Das fiel ihnen sehr schwer, denn jede Woche warten sie sehnsüchtig auf Corrie. Im Laufe der Jahre hat sie vertrauensvolle Beziehungen zu den betagten Einwanderern aufgebaut.

Isoliert…

Von Beginn der Krise an passte sich Corrie den neuen Gegebenheiten an, half und kümmerte sich um viele Bedürfnisse. Das Gefühl, in ihren Wohnungen „eingesperrt“ zu sein, setzte besonders den Älteren sehr zu. Die meisten von ihnen machten im Zweiten Weltkrieg Leidenserfahrungen. Wenn die Erinnerungen mit voller Wucht zurückkehren, verstärken sie das Gefühl der Verlassenheit. „Die Einsamkeit der Isolation ist schlimmer als die Angst vor Ansteckung“, beschrieb es der 94-jährige Zacharia. „In dieser Situation möchten wir ihnen weiterhin nahe sein“, erklärte Corrie. „Wir wollen uns auch jetzt um ihre Bedürfnisse kümmern.“

…aber nicht alleine

Jedes Jahr vor dem Passahfest beschenkt der Häusliche Pflegedienst einige russisch-jüdische Holocaustüberlebende. Die jüdischen Feste bieten eine besonders gute Gelegenheit, diesen wertvollen Menschen Segen und Trost zu spenden. Auch dieses Jahr packten Corrie und ihr Team schöne Passah-Geschenkkörbe mit Matze-Brot, Tee, Schokolade und anderen Leckereien sowie einer ermutigenden Karte. Beim Lesen sagten viele dankbar: „Wir sind nicht allein.“ Außerdem packten wir weitere Essens- und Versorgungspakete zum Passahfest und brachten sie den betagten Einwanderern, um die Corrie sich kümmert. Sie hält Telefonkontakt mit ihnen, um sie zu ermutigen. Außerdem bringt sie ihnen nach Bedarf Lebensmittel und Medikamente an die Tür.

Treppenhaus-Dienst

Corrie nennt es ihren „Treppenhaus-Dienst“, weil sie die Wohnungen nicht betreten kann. Stattdessen sitzt sie oft im Treppenhaus und spricht mit den Bewohnern, die wenige Meter entfernt an ihrer Türschwelle stehen. Als Tanya einmal ihre Tür öffnete, konnte sie es kaum erwarten, mit Corrie zu sprechen. Unter Tränen erzählte sie ihr, dass ihr diese Zeit der Isolation solche Angst einjagte, wieder Hunger leiden zu müssen, wie sie es als kleines Kind während des Kriegs in der Ukraine erlebt hatte. Seit Ausbruch des Virus‘ hat Tanya ihre Enkelkinder nicht mehr gesehen. Ihre Tage sind lang und voller Einsamkeit. Die Besuche der Häuslichen Pflege sind ihr in diesen herausfordernden Tagen zum Anker geworden.

In schwerer Zeit

„Wenn ein Sturm wie dieses Virus hereinbricht, sind unsere Besuche und Beziehungen zu diesen Menschen noch bedeutsamer“, bekräftigte Corrie. „Es ist ein besonderer Segen, dass wir ICEJ-Mitarbeiter ihnen in einer Zeit wie dieser Hoffnung geben und ihnen versichern können, dass sich der Gott Israels auch in diesen Tagen treu um sein Volk kümmert.“

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