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Im Norden Israels leben gefährdete Jugendliche in einem besonderen Kinderheim, dem Internat „Beit Singer“. Hier haben wir einen neuen Fußballplatz finanziert.
In diesem Internat wohnen 76 Kinder zwischen 7 und 18 Jahren. Viele haben zu Hause Missbrauch, Vernachlässigung oder elterliche Sucht erlebt. Die Schule bietet ihnen ein fürsorgliches Umfeld. Die Kinder haben außerdem Zugang zu Therapie, Musik, Theater und zu Tieren, was ihnen hilft, Traumata zu verarbeiten. Vielen gelingt später ein guter Schulabschluss.
Zur Enttäuschung der Kinder war aber der Kickplatz nicht mehr nutzbar. Der harte Betonboden war schadhaft, die Kinder stürzten oft.
Der Fußballplatz wurde renoviert. Der Belag ist nun eben und weicher. „Der neue Fußballplatz ist jetzt das Herzstück des täglichen Lebens“, berichtet Ariel, die Entwicklungsleiterin des Internats. Die Kinder nutzen ihn von morgens bis abends. Auch samstags – weil viele kein sicheres Zuhause haben, in das sie zurückkehren können, nicht mal für ein Wochenende.
Wie wichtig der Fußballplatz für die Heimkinder ist, zeigt die Geschichte von zwei Brüdern, 8 und 10 Jahre alt: Ihre Mutter kämpft mit Depressionen und Drogenabhängigkeit, ihr Vater war im Gefängnis. Die Brüder wurden meist in der Wohnung eingesperrt. Es gab keinen Ort, an dem sie rennen, spielen oder einfach frei sein konnten. Als sie vor einigen Monaten in das Kinderheim kamen, änderte sich alles. Der Fußballplatz wurde zu ihrer Welt. Jeden Tag rennen sie, lachen und spielen, als wären sie aus einem Käfig befreit worden. Der Fußballplatz ist für die Brüder ein Ort der Freiheit, des Glücks und der Heilung geworden – ein Ort der Hoffnung. „Diese Spende aus Deutschland ist ein Geschenk, das wirklich Leben verändert“, fasst Entwicklungsleiterin Ariel zusammen.
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