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In Israel sind Juden aus mehr als einhundert Herkunftsländern sowie Araber, Samariter, Drusen, Beduinen und andere zu Hause. Der jüdische Staat gleicht einem farbenfrohen Mosaik, zusammengewürfelt aus vielen bunten Einzelteilen. Mit jeder neuen Einwanderungswelle wird dieses lebendige Kunstwerk aufs Neue ergänzt und verändert. Entlang ethnischer, kultureller, religiöser und politischer Bruchlinien kommt es immer wieder zu Spannungen und dennoch herrscht ein großer gesellschaftlicher Zusammenhalt und eine ansteckende Lebensfreude.
Acht israelische Städte zählen als „gemischte Städte“, d.h. Juden und Araber, die beiden größten Bevölkerungsgruppen, machen jeweils mindestens 10% der Einwohner aus. Neben der Hauptstadt Jerusalem und der Hafenstadt Haifa sind dies u.a. Lod, Ramle und Nof HaGalil. Andernorts leben Araber, ultraorthodoxe Juden und Drusen weitgehend unter sich. Es sind die zahlreichen zwanglosen und selbstverständlichen Alltagsbegegnungen, die die friedliche Koexistenz verdeutlichen: An der Bushaltestelle hilft der junge säkular-jüdische Soldat der arabischen Großmutter beim Einsteigen, im Büro arbeitet der drusische Manager die neue orthodox-jüdische Mitarbeiterin ein und im Krankenhaus hilft die arabische Ärztin beduinischen Kindern auf die Welt.
Vor allem in Jerusalem trifft man immer wieder Juden, die bereits seit vielen Generationen im Land Israel leben. Die meisten jüdischen Israelis sind jedoch Nachkommen jüdischer Einwanderer, die im 19. und 20. Jahrhundert ins Land ihrer Vorväter zurückkehrten. Jahrhundertelang lebten ihre Vorfahren im Exil, zerstreut in alle Länder der Erde, widerstanden religiöser Verfolgung, hielten am überlieferten Glauben fest und blieben als Gemeinschaft bestehen. Zugleich übernahmen sie die ein oder andere Tradition des Landes, in dem sie lebten, und entwickelten eine ihnen eigene Identität. In Israel treffen diese zum Teil höchst verschiedenen Kulturen aufeinander und so entsteht ein fröhlicher Mischmasch: zum Frühstück isst man marokkanisches Schakschuka, am Nachmittag werden aschkenasische Rugelach serviert. Auf dem Weg ins Sinfonie-Konzert europäischer Komponisten ertönen im Autoradio die orientalischen Melodien des Misrachi-Pop. Und Spitzenforschung, Erfindergeist und Streitkultur werden von nahöstlicher Gelassenheit wunderbar ergänzt. Inzwischen sind 80% der jüdischen Israelis im Land geboren, und aus dem Sabra, dem zionistischen Ideal des in Erez Israel geborenen Juden, ist heute, knapp 150 Jahre nach Einsetzen der großen Einwanderungswellen, die israelische Identität geworden.
• 44,9 % Sephardim/Misrachim (Nordafrika/Nahost)
• 31,8 % Aschkenasim (Zentral-/Osteuropa)
• 12,4 % ehem. Sowjetunion
• 7,9 % gemischter Herkunft
• 3 % Äthiopien
Jüdische Israelis unterscheiden sich auch hinsichtlich ihrer Religiosität. Es gibt traditionelle Juden, säkulare Juden sowie orthodoxe Juden. Letztere teilen sich gemäß ihrer Einstellung zum Zionismus in nationalreligiös und ultraorthodox auf. Jüdische Minderheiten sind karaitische Juden, die den Talmud ablehnen und allein den Tanach, das Alte Testament, als Wort Gottes akzeptieren, sowie messianische Juden, die glauben, dass Jeschua (Jesus) der Messias Israels ist.
Jeder fünfte Israeli ist ein Araber. Arabische Israelis sind mehrheitlich Anhänger des sunnitischen Islams, eine kleine Zahl sind Ahmadiyya oder Alawiten. Einige leben bereits seit vielen Generationen im Land, andere sind Nachkommen ägyptischer Bauern, die sich im 19. Jahrhundert infolge des türkisch-ägyptischen Kriegs oder im frühen 20. Jahrhundert, angezogen durch den wirtschaftlichen Aufschwung, im Heiligen Land niederließen. Viele christliche Araber (7,2% der arabischen Israelis) betrachten sich als Nachfahren antiker Völker – Assyrer, Phönizier, Chaldäer –, die in den ersten Jahrhunderten der Kirchengeschichte Christen wurden. Einzelne Gruppen, wie die Aramäer, sind überzeugt, von der jüdisch-christlichen Urgemeinde abzustammen. Mit der Islamisierung des Nahen Ostens passten sich die Christen der arabischen Kultur an und sprechen seitdem überwiegend Arabisch. Staatlich anerkannt sind in Israel zehn christliche Denominationen.
Arabische Israelis sind seit 1949 in der Knesset vertreten, bekleiden immer wieder Ministerämter und sind in Israels Justizwesen aktiv, auch am Obersten Gerichtshof. Eine besonders prominente Rolle nehmen sie im Gesundheitswesen ein: jeder zweite Apotheker, jeder vierte Krankenpfleger und jeder fünfte Arzt in Israel ist ein Araber.
Leider ist diese Erfolgsgeschichte nicht exemplarisch für alle Berufssparten. Zwar wächst die Zahl arabischer Hochschulabsolventen, doch fehlen adäquate Karrierechancen: etwa die Hälfte der arabischen Israelis lebt im nördlichen Teil Israels, in Galiläa. Bei Touristen für ihre malerischen Hügel und biblischen Stätten beliebt, leidet diese industrieschwache Region unter einem unzureichenden Arbeitsplatzangebot. Israels boomende Hightech-Branche rund um die Metropole Tel Aviv ist weit entfernt und obwohl diese händeringend nach Nachwuchskräften sucht, sind nur knapp 3% der dort Beschäftigten Araber. Neben der geographischen Distanz existieren weitere Barrieren. So sind viele junge Araber mit der jüdisch-israelischen Mehrheitskultur wenig vertraut, oder sind sich unsicher in der hebräischen Sprache, denn in den arabisch-israelischen Schulen ist die Unterrichtssprache Arabisch.
In Israel leben rund 250.000 Beduinen. Sie sind Nachfahren von Beduinenstämmen, die über Generationen hinweg im Gebiet zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Sinai umherzogen. Von den Osmanen gezwungen, sesshaft zu werden, leben die meisten israelischen Beduinen in der Negev-Wüste in Südisrael. Knapp ein Viertel lebt in Galiläa. Blieb ihre Lebensweise jahrhundertelang weitgehend unverändert, sind sie in den letzten Jahrzehnten vom Wandel erfasst worden. Nur wenige Beduinen leben noch wie ihre Vorfahren von der Viehzucht. Heute wohnen die meisten in Beduinendörfern. Rahat ist mit 70.000 Einwohnern die zweitgrößte arabische Stadt Israels (nach Nazareth) und die größte Beduinenstadt der Welt.
Zwischen 20-40% der Beduinenfamilien sind polygam – und somit kinderreich, aber wirtschaftlich arm. Beduinen sind die ärmste Gruppe in Israel, insbesondere im Negev, wo eine mangelhafte öffentliche Infrastruktur die Perspektivlosigkeit verstärkt. Viele der kleineren Negev-Siedlungen sind ohne Genehmigung errichtet worden und nicht an das nationale Strom- und Wasserversorgungsnetz angeschlossen. Die nächste Schule und das nächste Krankenhaus sind oft weit entfernt. Seit Jahren investiert Israel in die Verbesserung des Bildungsangebots, einen erleichterten Zugang zu höherer Bildung und die Schaffung von Arbeitsplätzen.
Und es hat sich viel getan. Die Geburtenrate der Beduinenfrauen im Negev, mit mehr als zehn Kindern pro Frau lange Zeit eine der höchsten der Welt, hat sich in den letzten zwanzig Jahren halbiert. Mehr und mehr junge Beduinen schließen die Schule ab und 22 ISRAEL – 75 JAHRE START-UP NATION beginnen ein Hochschulstudium, Frauen sogar in größeren Zahlen als Männer. Obwohl Beduinen von der Wehrpflicht befreit sind, dienen jedes Jahr Hunderte freiwillig in der israelischen Armee und spüren u.a. als Fährtenleser entlang der ägyptisch-israelischen Grenze Schmuggler und Terroristen auf.
• 44,8 % säkular
• 33 % traditionell
• 11,7 % nationalreligiös
• 10 % ultraorthodox
Werden Israelis von außen oft als homogene Gesellschaft wahrgenommen, gilt dies umso mehr für ultraorthodoxe Juden. Doch nichts könnte weiter von der Realität entfernt sein: die Haredim („Erzitternde“, vgl. Jesaja 66,5), wie sich ultraorthodoxe Juden nennen, setzen sich aus Dutzenden verschiedenen Glaubensgemeinschaften zusammen. Jede einzelne Gruppe folgt ihren eigenen Rabbinern. Der Ursprung des haredischen Judentums liegt im 19. Jahrhundert. Infolge von Industrialisierung, Aufklärung und Liberalisierung wendeten sich immer mehr Juden von der traditionellen Religionsausübung ab. Besorgt, das jüdische Volk stünde vor dem Untergang, schlossen sich fromme Juden zusammen und verpflichteten sich, fortan alle Lebensbereiche der Tora unterzuordnen und sich weltlichen Einflüssen zu entziehen.
Alle haredischen Gruppen eint die strikte Ausrichtung ihres Lebens nach der Halacha, des jüdischen Religionsgesetzes. Es ist die Auslegung, die sie unterscheidet. Verschieden ist auch ihre Beziehung zum jüdischen Staat, der von säkularen Juden, nicht vom Messias gegründet wurde. Einige Gruppen, wie Satmar, sind strikt anti-zionistisch, Litvakim nehmen hingegen am politischen Leben teil und einige Chabadnikim leisten sogar Wehrdienst. Sephardische Haredim, etwa 20% aller Haredim in Israel, gelten mehrheitlich als moderat zionistisch.
Das Studium der jüdischen Schriften steht bei allen Haredim im Fokus. Im Alter von drei Jahren beginnt das Erlernen des Lesens und Schreibens, darauf folgt das Studium der Tora und später des Talmuds. Im Erwachsenenalter wählt nur etwa die Hälfte der Männer eine Erwerbstätigkeit, die übrigen ziehen das lebenslange Lernen vor. Frauen sind in weltlichen Fächern oft besser ausgebildet als Männer und bestreiten den Lebensunterhalt der kinderreichen Familien (6,5 Kinder pro Frau).
Fast die Hälfte der israelischen Haredim lebt in Jerusalem und Bnei Brak, einem Vorort Tel Avivs, etwa 44% lebt in Armut. Glaubt man Prognosen, werden Haredim im Jahr 2050 ein Viertel der israelischen Gesamtbevölkerung ausmachen.
Zwei weniger bekannte Minderheiten in Israel sind Tscherkessen und Drusen. Tscherkessen sind sunnitische Muslime, jedoch keine Araber. Sie nennen sich selbst Adyge und gelten als eines der ältesten Völker der Welt. Als zwölf Stämme lebten sie bis ins 19. Jahrhundert im Nordkaukasus, am Ostufer des Schwarzen Meeres. Hunderttausende Tscherkessen starben im Russisch-Tscherkessischen Krieg (1763-1864), wer überlebte, floh ins Osmanische Reich.
So kam es, dass heute rund 4.000 Tscherkessen Teil des jüdischen Staates sind. In den beiden rein tscherkessischen Dörfern Kfar Kama und Rehanya (Galiläa) bewahrt dieses Volk seine Traditionen und Kultur und präsentiert interessierten Besuchern stolz den traditionellen Schwerttanz. Tscherkessische Kinder wachsen viersprachig auf: in der Schule lernen sie neben Tscherkessisch auch Hebräisch, Arabisch und Englisch. Bildung ist ihnen wichtig und die kleine Minderheit ist an Israels Hochschulen überdurchschnittlich stark vertreten.
Die rund 150.000 in Israel lebenden Drusen sind der Abstammung nach arabisch. Sie praktizieren jedoch seit rund eintausend Jahren eine eigene Geheimreligion, die Elemente des Islam, des Hinduismus, des Zoroastrismus, der Esoterik sowie griechischer Philosophie vereint. Drusen leben vor allem in Nordisrael: auf dem Karmel-Gebirge, in Galiläa und auf den Golanhöhen.
Obwohl in ihrem Glauben als auch ihrer Herkunft grundverschieden, teilen die israelischen Drusen und Tscherkessen einige Gemeinsamkeiten: für beide Gruppen hat das Fortbestehen der Gemeinschaft sowie der Erhalt der überlieferten Traditionen eine hohe Priorität und sie wissen, dass im Nahen Osten das freiheitliche und demokratische Israel die optimalen Voraussetzungen dafür bietet. Beide Gruppen heiraten fast ausschließlich innerhalb der Gemeinschaft. Und: drusische und tscherkessische Männer leisten in Israel Wehrdienst, oft in Eliteeinheiten, was ihnen bei ihren jüdischen Landsleuten große Anerkennung einbringt.
Galten die Drusen Galiläas und des Karmels seit Staatsgründung als zionistische Bürger Israels, waren die Drusen auf den 1967 eroberten Golanhöhen vor allem dafür bekannt, dem Regime in Damaskus treu ergeben zu sein: in den Dörfern wehten syrische Flaggen, in den Wohnzimmern hingen Assad-Portraits. Doch der brutale syrische Bürgerkrieg hat die starre Loyalität bröckeln lassen. Anfang der 1980er Jahre wurde die Annahme der israelischen Staatsangehörigkeit noch mit Ausschluss aus der Gemeinschaft bestraft, heute ist knapp jeder Fünfte der 21.000 auf dem Gebirgsplateau lebenden Drusen eingebürgert. Insbesondere die junge Generation, die nie in Syrien gelebt hat, lehnt es ab, im Schwebezustand zu verharren und streckt sich aus nach dem, was Israel ihnen bietet: Sicherheit und Lebensqualität.
Nach der Befreiung aus den Todeslagern machten sich Hunderttausende Holocaustüberlebende auf den Weg nach Israel. Weitere folgten in den darauffolgenden Jahrzehnten. Heute leben noch knapp 145.000 von ihnen im jüdischen Staat. Ihr Durchschnittsalter liegt bei 85 Jahren, mehr als 1.000 sind mindestens 100 Jahre alt. Fast zwei Drittel von ihnen wurde in Europa geboren, ein Drittel in arabischen Ländern, die während des Zweiten Weltkriegs von Nazi-Kollaborateuren beherrscht wurden.
Der Neuanfang in Israel erwies sich alles andere als einfach. Die Unbeschwertheit der Vorkriegsjahre war ihnen geraubt worden und kehrte nicht zurück. Ihre Eltern und Geschwister, Ehepartner und Kinder – ermordet. Angekommen im Gelobten Land standen sie vor riesigen Herausforderungen: der junge jüdische Staat musste mühsam aufgebaut, immer neue Einwanderungswellen aufgenommen und die jeden Augenblick drohende Vernichtung durch die feindlichen Nachbarländer abgewehrt werden. In Israel lebte man im Hier und Jetzt, die Schrecken der Schoa wirkten weit entfernt. Das Trauma der Überlebenden interessierte kaum einen.
Erst als 1961 der Eichmann-Prozess die menschenverachtende NS-Ideologie und das unbegreifliche Ausmaß des sechsmillionenfachen Mordes ans Licht brachte, begann in Israel die Aufarbeitung des dunkelsten Kapitels jüdischer Geschichte. In den darauffolgenden Jahrzehnten wurden die Schrecken der Schoa sowie der Heldenmut jüdischer Widerstandskämpfer zum Bestandteil jüdisch-israelischer Identität.
Doch die Überlebenden schmerzt auch nach fast 80 Jahren die Erinnerung. Bis heute leiden sie unter dem Verlust ihrer Lieben. Das Langzeitgedächtnis kramt die Erlebnisse der Kindheit hervor und lässt sie ihr Trauma immer wieder aufs Neue durchleben. Mit dem Alter nimmt auch die Einsamkeit zu: viele ihrer Freunde und Weggefährten sind bereits verstorben, oft auch ihre Ehepartner. Etwa jeder Dritte Holocaustüberlebende lebt in Armut, viele sind auf Lebensmittelspenden angewiesen. Seit vielen Jahren unterstützt die ICEJ bedürftige Holocaustüberlebende in Israel. In unserem Heim in Haifa werden dutzende Holocaustüberlebende liebevoll versorgt und verbringen ihren Lebensabend in Würde und Gemeinschaft. Dank unserer telefonischen Anlaufstellen, die rund um die Uhr besetzt sind, finden hunderte weitere einsame Holocaustüberlebende im ganzen Land ein offenes Ohr und erhalten schnell und unkompliziert praktische Hilfe.
Sie sind eine der ältesten Gemeinschaften der Welt. Seit rund 3.500 Jahren leben sie im Heiligen Land, sahen Eroberer kommen und gehen und sind dennoch ihrem Glauben und ihren Traditionen treu geblieben. Heute ist der Fortbestand ihrer Gemeinschaft ihre größte Herausforderung. Die Rede ist von den Samaritern, den Shomronim. Gerade einmal 862 Personen zählen sie. Ihrer eigenen Überlieferung nach sind die Samariter Nachfahren von Israeliten der Stämme Ephraim und Manasse, die sich zur Zeit des Hohenpriesters Eli vom Volk Israel abspalteten. Nach jüdischer Überlieferung handelt es sich hingegen um ein im 8. Jahrhundert v. Chr. entstandenes Mischvolk (vgl. 2. Könige 17).
Samariter leben heute in Holon, ein Vorort Tel Avivs, und in Kiryat Luza auf dem Berg Garizim. Dieser wird von den Samaritern als Gottes wahres Heiligtum, anstelle des Tempelbergs in Jerusalem, verehrt. Samariter halten an ihrer eigenen Tora fest, die der jüdischen Tora weitgehend entspricht, jedoch in knapp 3.000 Jahre alter Paläo-Hebräischer Schrift geschrieben ist. Alle nach der Tora entstandenen Schriften der Bibel lehnen sie ab. Jedes Jahr zu Pessach schlachten die Samariter das Passah-Lamm auf dem Berg Garizim entsprechend Gottes Auftrag in 2. Mose 12.
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Auszug aus der Sonderausgabe Wort aus Jerusalem: "Israel - 75 Jahre Start-up Nation"
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