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In der Woche nach dem Massaker vom 7. Oktober, als mehr als 1200 Leichen geborgen und beerdigt werden mussten, erreichte uns der Hilferuf eines weltweit einzigartigen Freiwilligendiensts: Die Helfer von ZAKA benötigten dringend Ausrüstung.
Als sich die Brutalität der Hamas-Terroranschläge am 7. Oktober abzuzeichnen begann, traten israelische Notfallteams schnell in Aktion und setzten selbstlos ihr Leben aufs Spiel, um andere zu retten. Einige bildeten die erste Verteidigungslinie, andere boten medizinische Versorgung an, wieder andere führten Such- und Rettungsaktionen durch. Auch die Freiwilligen der ZAKA-Organisation traten den Dienst an. Ihre Aufgabe ist es, Tote zu bergen. Viele Opfer des Massakers wurden von den Hamas-Terroristen grausam verstümmelt und zu Tode gefoltert. Die ZAKA-Helfer kamen, um die menschlichen Überreste und Leichenteile zu bergen. Sie sammelten abgetrennte Finger ein, abgeschnittene Köpfe, ausgestochene Augen – um sie zu einem ehrenvollen Begräbnis zu bringen.
Eine ICEJ-Delegation besuchte das Logistiklager von ZAKA und war sofort beeindruckt von der Ruhe und dem Mut der Freiwilligen, die sich täglich mit all dem Gräuel, dem Schmerz und Leid auseinandersetzen müssen. Das ICEJ-Team war tief berührt vom Gottvertrauen und der Demut dieser Männer, die ihren schweren Dienst als heilige Mission verstehen – als letzten Liebesdienst an den Opfern der Terroristen.
Im weitläufigen Lagerhaus lagern alle Gegenstände und Materialien, die für diesen besonderen Dienst unerlässlich sind. Neben schusssicheren Westen gehören auch Schutzkleidung und strapazierfähige Ganzkörper-Overalls zur Ausrüstung, damit der Geruch des Todes nicht an den Kleidern, der Haut und den Haaren der ZAKA-Mitarbeiter haften bleibt. Es gibt Biosäcke und Reinigungsmaterial. Es gibt sogar Stühle für Angehörige der Opfer, die Schiwa halten wollen – die traditionelle einwöchige jüdische Trauerzeit nach der Beerdigung eines geliebten Menschen.
ZAKA kann auf ein Team aus Hunderten von Freiwilligen zurückgreifen. Sie alle verbindet ein tiefer Glaube an den Gott Israels und die Tora. Sie stammen ausnahmslos aus der jüdisch-orthodoxen Gemeinschaft und kennen alle Feinheiten der traditionellen jüdischen Bestattung. Dieses besondere Freiwilligenteam arbeitet seit dem Krieg unermüdlich. Viele kehren tagelang nicht nach Hause zu ihren Familien zurück.
„Niemand war auf ein solches Massaker vorbereitet“, berichteten die ZAKA-Freiwilligen unserem Team. „Nicht die Regierung, nicht die Armee, nicht Magen David Adom (Anm.: das israelische „Rote Kreuz“). Keiner von uns war darauf vorbereitet. Wir haben nicht genügend Ausrüstung, um eine Katastrophe dieses Ausmaßes zu bewältigen.“ Die ICEJ organisierte und finanzierte sofort Schutzwesten, Helme und Erste-Hilfe-Ausrüstungen für dieses besondere Team – und Leichensäcke für die sterblichen Überreste der Terroropfer.
Ihre Arbeit begann zunächst mit dem Bergen der leichter erreichbaren Opfer und der Beerdigung der Toten. Dann kehrten die Freiwilligen zurück zu den zerstörten Häusern und Fahrzeugen, um die grausam zugerichteten Leichen und menschlichen Überreste zu bergen.
Sie arbeiten akribisch, denn sie wollen sicherstellen, dass kein Körperteil der Ermordeten unbeerdigt bleibt. Sogar das Blut der gequälten Opfer wird geboren. Den ZAKA-Freiwilligen geht es darum, den Ermordeten ihre Würde wiederzugeben “ und für die Angehörigen ist es ein Trost. Einige Spuren führten die Freiwilligen nach Gaza, wo sie unter Lebensgefahr ihren Dienst verrichteten. „Wir werden niemanden zurücklassen“, versicherte ein ZAKA-Mitarbeiter.
Die Arbeit dauert bis heute an in den zerstörten Häusern und abgebrannten Autos, die teils wie unberührt stehen seit dem „schwarzen Schabbat“. Als wäre die Zeit stehengeblieben. Die ZAKA-Mitarbeiter durchsuchen Asche und Trümmer. In manchen Autos, in denen die Terroristen Menschen verbrannten, sind die Leichen so mit dem verschmorten Fahrzeug verschmolzen, dass es unmöglich ist, die Körper zu bergen. In diesen Fällen wird das gesamte Fahrzeug begraben, um ein angemessenes jüdisches Begräbnis zu gewährleisten, erfuhr das ICEJ-Team.
„Auch, wenn die Zeiten im Moment sehr schwierig sind, hat Gott Gutes mit Ihrem Land vor“, erinnerte Nicole Yoder, Vizepräsidentin der ICEJ für Alijah und Soziales die ZAKA-Helfer an die Verheißungen der Bibel und versicherte: „Israel hat eine hoffnungsvolle Zukunft, denn Gott ist seinen Verheißungen treu. Wir danken Ihnen für Ihren Dienst, es ist ein heiliges Werk und es ist uns eine Ehre, mit Ihnen zusammenzuarbeiten.“
Der jüdisch-orthodoxe Sprecher der ZAKA-Hilfsorganisation Motti Buckchin bedankte sich ausdrücklich für den trostreichen Besuch der Christen: „Unsere Herzen sind in dieser Mission verbunden. Danke für die Unterstützung“.
Nach dem Gespräch mit dem ICEJ-Team bereiteten sich die Freiwilligenteams auf ihren nächsten Einsatz an diesem Tag vor. Mit ihren Ausrüstungen und Helmen eilten sie aus dem Lagerhaus in ihre Fahrzeuge, nicht auf der Suche nach Applaus oder Anerkennung, sondern angetrieben von ihrer Hingabe an den letzten ehrenvollen Dienst für die Ermordeten und einem tiefen Pflichtgefühl gegenüber ihrem jüdischen Glauben.
Bitte helfen Sie uns, die Arbeit von ZAKA zu unterstützen. Bitte geben Sie bei einer Spende „ZAKA“ als Verwendungszweck an. Herzlichen Dank!
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