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Wer vom Leben gebeutelt und verzweifelt ist, braucht manchmal ein offenes Ohr und ein ermutigendes Wort, um wieder Hoffnung zu schöpfen. Durch unser ICEJ-Projekt „Zukunft & Hoffnung geben“ helfen wir Israelis, die Rückschläge im Leben erlitten haben. So unterstützt die ICEJ unter anderem eine telefonische Arbeitsvermittlung für diejenigen, die Rat und Hilfestellung dringend benötigen.
In der Corona-Krise mussten viele kleine Unternehmen Angestellte entlassen. Tausende Israelis wurden arbeitslos oder in unbezahlten Urlaub geschickt und erhielten nur geringe Ausgleichszahlungen. Die von der ICEJ gesponserte Arbeitsvermittlung erhielt vor der Pandemie 1.500 Anrufe pro Jahr, aber allein letztes Jahr waren es 8.700 Anrufe. Das Callcenter musste dringend technologisch aufrüsten, mehr freiwillige Helfer finden und schulen, um den vielen verzweifelten Anrufern helfen zu können.
„Als wir hörten, dass wir vielen Menschen in dieser Krise Hoffnung und praktische Hilfe anbieten können, haben wir nicht gezögert, die telefonische Arbeitsvermittlung zu unterstützen“, erklärte Nicole Yoder, ICEJ-Vizepräsidentin für Alijah und Soziales. Mit Hilfe von vierzig geschulten Freiwilligen erhielten 45% der Anrufer Beratung und Hinweise auf andere Arbeitsvermittlungsprogramme, Berufsausbildungen sowie Hilfsgelder und Informationen über ihre Arbeitnehmerrechte. Zudem wurde 25% der Anrufer durch persönliche Beratung und Unterstützung bei spezifischen Beschäftigungsproblemen geholfen. 9% absolvierten ein mehrwöchiges Coaching mit dem Ziel, einen sinnvollen Beschäftigungswechsel herbeizuführen, und 21% der Anrufer nahmen an Zoom-Sitzungen teil, um sich über Arbeitsmarkttrends und Hilfsmittel für die Arbeitssuche zu informieren.
Jael Biton (Name geändert) hatte pandemiebedingt ihre Kündigung erhalten. Da es in ihrer kleinen Stadt in Nordisrael nur sehr wenige offene Stellen gab, meldete sie sich im April 2021 verzweifelt bei dem Callcenter. Zehava, eine frisch geschulte ehrenamtliche Mitarbeiterin, hatte ein offenes Ohr für Jael und half ihr, ihren beruflichen Werdegang zu überdenken, ihre Stärken und Schwächen zu ermitteln, ihren Lebenslauf zu überarbeiten und sich auf Vorstellungsgespräche vorzubereiten. Jael beschloss, ihren Beruf zu wechseln, und fand Arbeit als Koordinatorin einer Betreuungseinrichtung für Kinder mit Krankheiten oder Behinderungen. „Zehavas Hilfe war unglaublich wertvoll für mich und hat viel dazu beigetragen, dass ich diesen Job gefunden habe“, erklärte Jael dankbar. „Sie hat mir durch eine schwierige Zeit geholfen, meine Moral gestärkt und mich bei allen Aspekten der Arbeitssuche unterstützt.“
Ein anderer Anrufer berichtete: „Ich wurde bei der Arbeitssuche nicht alleingelassen. Die Betreuung, die ich von meinem ehrenamtlichen Coach erhielt, stärkte mein Selbstvertrauen und gab mir das Gefühl, wieder vorangehen zu können. Er gab mir Tipps, teilte seine reiche Berufserfahrung mit mir und half mir, zielgerichtet zu suchen.“ „Allein die Tatsache, dass ich mit jemandem reden konnte, hat mir sehr geholfen“, sagte ein Anrufer. „So konnte ich meine Gedanken fokussieren und mich zum Handeln motivieren.“
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