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139 französische Juden wagen einen Neuanfang in Israel – darunter 79 Kinder. Die ICEJ hat den Alijah*-Sonderflug finanziert und begleitet.
Am 3. August hat ein Charterflugzeug, vollständig von der ICEJ bezahlt, dutzende jüdische Familien aus Paris ins Land ihrer Vorväter geflogen. Vertreter der ICEJ aus Frankreich und der Schweiz, sowie Ofir Sofer, der israelische Minister für Alijah und Integration und Doron Almog, der internationale Leiter der Jewish Agency, haben den Flug begleitet.
Der steigende Antisemitismus und die öffentliche, anti-israelische Haltung der Regierung Macron und der Medien in Frankreich zwingen immer mehr Juden, ihr bisheriges Heimatland zu verlassen, um in Israel ein neues Leben zu beginnen. Nach Israel und den USA bildet Frankreich mit etwa 600.000 Juden die größte jüdische Gemeinschaft in Europa. Seit dem 7. Oktober 2023 haben bereits über 7.000 französische Juden „Alijah gemacht“.
Bereits am 6. Juli hat ein Alijah-Flug, der ebenfalls vollständig von der ICEJ bezahlt wurde, von Paris französische Juden nach Israel gebracht. Auch dieser zweite ICEJ-Flug wurde nun möglich dank christlicher Spender aus aller Welt, vor allem aus der Schweiz, aus Deutschland und Österreich – Schweizer Christen hatten diesmal sogar fast die Hälfte der Kosten übernommen.
Auf diesem Alijah-Flug waren besonders viele Familien mit Kindern unterwegs. Die Eltern wollen, dass ihre Kinder ohne den ganzen Hass und die steigende Gefahr in Ruhe und Frieden aufwachsen können, damit sie ein besseres Leben haben können in Israel, ohne ihre jüdische Herkunft verheimlichen zu müssen.
Die ICEJ-Begleiter boten allen Kindern zur Unterhaltung ein kleines Malset und Knetbälle an. Die Erwachsenen erhielten einen Kugelschreiber mit dem Bibelvers aus Jesaja 40,1, der sie daran erinnern soll, dass Christen aus der ganzen Welt sie lieben und für sie im Gebet einstehen.
Noch nie habe ich einen solchen emotionalen Flug erlebt. Freude, Feier und Loslassen, Bangen, was das neue Leben in Israel bringen mag, liegen so nah beieinander.
Danke, liebe Israelfreunde, dass Sie weiterhin für all diese Menschen, die sich entschieden haben, ein neues Leben in Israel zu wagen, beten und spenden!
„Am Israel chai!“ – Das Volk Israel lebt!
Die meisten Juden an Bord des Sonderflugs haben sich nicht aus religiösen Gründen für einen Neuanfang in Israel entschieden – sie fliehen vor dem unerträglich gewordenen Antisemitismus in Europa. Zwei Beispiele:
Eine junge Frau, die mit ihren Eltern und zwei Schwestern im Flugzeug sitzt, hatte als 17-Jährige ihren „Baccalauréat“ (Matura/Abitur) absolviert und sich in Paris an der Sorbonne, der ältesten Universität Frankreichs, für ein Rechtsstudium eingeschrieben. Die erste Nachricht in der offiziellen WhatsApp-Gruppe der Fakultät, die über diesen Kanal verteilt wurde, hieß sinngemäss: „Alle Juden raus!“.
Das Rektorat hat sich zwar offiziell entschuldigt, aber es gab absolut keine Konsequenzen für den Studenten, der diese Aufforderung geschrieben hatte. Daraufhin hat sich die ganze Familie entschieden, endgültig Frankreich zu verlassen.
Der Vater ist in Israel geboren und war mit 15 Jahren mit seinen Eltern nach Frankreich ausgewandert. Er hat den größten Teil seines Lebens in Frankreich verbracht und war geschäftlich erfolgreich, aber die aktuelle anti-jüdische Stimmung in Frankreich hat die ganze Familie bewogen, das Land definitiv zu verlassen.
Ein anderer Alijah-Teilnehmer, der sich jahrelang als Atheist bezeichnet hatte, hat bei Nachforschungen entdeckt, dass seine Eltern eigentlich jüdische Wurzeln hatten. Er war in einer Kaderstellung in der Pariser Stadtverwaltung angestellt und als er begonnen hat, seine jüdische Herkunft offen zu bekennen, haben sich seine Kollegen und Freunde von ihm immer mehr abgewendet.
Er hat nun den ganzen Vorgang zur Anerkennung seines Judentums abgeschlossen und sich entschieden, in Israel ein neues Leben aufzubauen.

Liebe Freunde der ICEJ,
der wuchernde Antisemitismus bedroht jüdisches Leben weltweit. Viele jüdische Familien sind in großer Sorge um ihre Kinder und sehen keine Zukunft mehr in ihrer bisherigen Heimat. Israel ist für sie ein rettender Hafen – trotz ständiger Kriegsgefahr. Um diesen jüdischen Familien den Neuanfang in Israel zu ermöglichen und Israel bei der Bewältigung der Einwanderungswelle zur Seite zu stehen, unterstützt die ICEJ nicht nur Alijah-Flüge, sondern hilft auch bei der Integration, bei Berufsausbildungen und Sprachkursen, in enger Partnerschaft mit der Jewish Agency for Israel (JAFI).
Unser Alijah-Dienst wird deshalb in den nächsten Monaten und Jahren noch mehr als bisher gefordert sein. Wir bitten Sie deshalb um Ihre besondere Unterstützung im Gebet und/oder finanziell für unsere Alijah-Arbeit.
Bitte unterstützen Sie mit Ihrer Spende jüdische Familien beim Neuanfang in Israel. Verwendungszweck: Alijah & Integration.
Herzlichen Dank!
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