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Endlich wieder Gemeinschaft

Leben im Haifa-Heim für Holocaustüberlebende
ein blaues Logo auf weißem Hintergrund. Zu lesen: ICEJ. Internationale Christliche Botschaft Jerusalem

Ende Februar gab es besonderen Grund zur Freude im Haifa-Heim der ICEJ für Holocaustüberlebende: Der Speisesaal wurde wieder geöffnet! Ein Jahr lang, in dem sie fast durchgängig isoliert in ihren Wohnungen essen mussten, hatten alle sehnsüchtig auf diesen Moment gewartet. Fröhliche Stimmen hallten durch den Speisesaal, die Bewohner grüßten einander begeistert und freuten sich sehr, Mahlzeiten gemeinsam einnehmen zu können. Die Heimbewohner, die inzwischen fast alle zweifach geimpft sind, machen sich nun jeden Tag zurecht, laufen zum Speisesaal und treffen dort Freunde. All das macht sie glücklicher und ist ihrem Wohlbefinden zuträglich.

Kunsttherapie

Derzeit haben wir keine Kunsttherapeutin, aber unsere freiwilligen Helferinnen ermöglichen den Bewohnern regelmäßig künstlerische Betätigung. „Als ich sieben Jahre alt war, musste ich die Schule verlassen und konnte nichts lernen. Mit der Kunsttherapie kann ich endlich lernen und neue Dinge erschaffen. Das genieße ich sehr!“, strahlte Fanny.

Miriams 99. Geburtstag

Miriam wurde in Polen geboren und wuchs nahe der deutschen Grenze auf. Nur fünf Tage nach Kriegsausbruch, am 6. September 1939, kamen die Nazis in ihre Stadt. Bis zum Ende des Krieges musste Miriam in verschiedenen Ghettos ums Überleben kämpfen, darunter das Ghetto in Łódź(Litzmannstadt). 1944 wurde sie nach Auschwitz deportiert und überlebte. Im Februar hatten wir die Freude, ihren 99. Geburtstag zu feiern! Sie ist eine zufriedene und dankbare Dame. Zusammen haben wir gesungen und ihr Leben gefeiert. „Mögest du 120 Jahre alt werden!“, ist der übliche Geburtstagswunsch.

Briefe bringen Freude

In unserem Technologiezeitalter landen handgeschriebene Karten oder Briefe nur noch selten im Briefkasten. Doch viele, die eine Patenschaft für Holocaustüberlebende übernommen haben, scheuen keine Mühe, um mit „ihren“ Holocaustüberlebenden Kontakt zu halten. Unsere ICEJ-Mitarbeiter verteilen die Briefe, lesen sie vor oder übersetzen sie, wenn nötig, und schicken die Antworten der erfreuten Empfänger zurück. Als Rita einen Brief von einem neuen Paten erhielt, war sie tief berührt: „Ihre Worte und Gedanken haben meine Augen mit Tränen gefüllt – eine Mischung aus Traurigkeit, aber auch Freude, dass ich noch lebe. Ich bin Gott dankbar, dass ich mit Menschen wie Ihnen Kontakt habe, die so erfüllt sind mit Liebe für unser Land und unser Volk. Das bereitet mir große Freude!“ Ein herzliches Dankeschön an alle unsere Paten, die unseren Bewohnern ihre Liebe und Fürsorge schenken.

Manias Gedicht

Für die 87-jährige Mania ist die Corona-Krise eine schwierige Zeit, aber kreativ zu sein hilft ihr. „Wir müssen etwas erschaffen, unseren Geist beschäftigt halten und nicht nur passiv vor einem Fernsehgerät sitzen. Das macht uns nur depressiv“, sagt sie. Als begeisterte Künstlerin hat sie sich selbst beigebracht, auf dem Computer zu malen. Jeden Tag zeichnet sie ein neues Bild und schreibt ein Gedicht dazu.

Neue Heimbewohner erwartet

Wir freuen uns, dass die Renovierungsarbeiten im neuen ICEJ-Gebäude kurz vor dem Abschluss stehen. Sobald der Fahrstuhl eingebaut ist, werden hier Bewohner einziehen, die Rund-um-die-Uhr-Betreuung benötigen. In den freien Wohnungen können wir dann neue Heimbewohner willkommen heißen. Wir danken allen Spendern, die im vergangenen Jahrzehnt das Haifa-Heim unterstützt haben. Die Arbeit, die wir hier tun, berührt jeden Tag das Leben kostbarer Menschen.

Bitte beten Sie für unsere Haifa-Heim-Bewohner und helfen Sie uns, ihnen ein Leben in Würde und Gemeinschaft zu ermöglichen. Mit einer Projektpatenschaft können Sie das hier tun, herzlichen Dank!

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