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Genia Schwartzbert, eine langjährige Bewohnerin des Haifa-Heims, verstarb im bemerkenswerten Alter von fast 101 Jahren. Trotz vieler schwerer Erlebnisse war Genia zeitlebens ein außergewöhnlich liebevoller Mensch.
Genias Leben war geprägt von unvorstellbaren Entbehrungen und Verlusten, nicht nur während des Holocausts, sondern auch nachdem sie 1957 nach Israel auswanderte. Dort verlor sie in noch jungen Jahren ihren Mann und später ihren ältesten Sohn und ihren Enkel.
In den letzten sechs Jahren wurde sie rund um die Uhr von Lena betreut, einer Pflegerin aus der Ukraine. Nach Genias Tod erfuhren wir von Lena, welch tiefe Spuren Genia auch im Leben ihrer Pflegerin hinterlassen hatte.
Lena erzählte, dass sie nie wirklich Liebe erfahren hatte, bis ihre Arbeit sie ins Heim führte. Ihre Kindheit war schwierig gewesen, ihre Mutter hatte sie nie umarmt. Aber Genia habe ihr gezeigt, was Liebe wirklich ist, sie in den Arm genommen und geküsst. Es hatte sich eine sehr liebevolle Beziehung entwickelt – wie zwischen Mutter und Tochter. Diese Erfahrung zeigte der Pflegerin auch, was es bedeutet, von Gott geliebt zu werden.
Die wunderbare Geschichte von Genia und ihrer Pflegerin ist ein Beispiel dafür, wie Gott hier im Heim Menschen zusammenbringt, die sich gegenseitig gut tun auf eine Weise, wie wir es uns nicht erträumen könnten. Das dürfen wir immer wieder erleben.
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