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Hilfebedürftige Israelis liegen der ICEJ besonders am Herzen. Aufgrund von Arbeitslosigkeit, finanziellen Schwierigkeiten oder einfach fehlender Kraft zum Weitermachen wenden sich einige an örtliche Sozialämter und bitten zögernd um Hilfe. Ein wichtiges Projekt, das die ICEJ unterstützt, sind Wohnungsrenovierungen für Israelis, die in Armut leben. Durch ihr erneuertes Wohnumfeld wird auch ihr Lebensmut gestärkt.
Als der 91-jährige Auschwitz-Überlebende Yaacov einen Sozialarbeiter um Hilfe bat, waren seine Lebensbedingungen bereits so menschenunwürdig, dass sofortiges Handeln erforderlich war. Die professionellen Handwerker waren geschockt, als sie Yaacovs Wohnung betraten: Eine zentimeterdicke Dreckschicht bedeckte die Wände, es gab keine Dusche, einige Fenster waren zerbrochen und überall hingen Spinnweben.
Yaacovs gesamte Familie war in Auschwitz ermordet worden. Sein ganzes Leben verbrachte er allein. Im Alter fällt es ihm immer schwerer, für sich zu sorgen und sich um seine Wohnung zu kümmern. Da er nicht wusste, dass er Hilfe bekommen konnte, lebte er weiterhin in diesen katastrophalen Zuständen. Das Hilfsteam machte sich daran, Yaacovs gesamtes Apartment zu putzen und zu renovieren. Sie brauchten einen Monat, um eine neue Küche einzubauen, das Bad zu sanieren und eine leicht begehbare Dusche einzubauen, einen Wasser-erhitzer zu installieren, neue Böden zu verlegen, zerbrochene Fenster und Türen zu ersetzen und die Wände zu reparieren. „Nicht nur Yaacovs Lebensbedingungen haben sich verbessert, Hoffnung und Würde wurden ihm zurückgegeben“, freute sich Nicole Yoder, ICEJ-Vizepräsidentin für Alijah und Soziales. „Nun kann er seinen Lebensabend in einem angenehmen und behaglichen Umfeld verbringen.“
„Es ist herzzerreißend zu sehen, wie viele Reparaturen in manchen Wohnungen nötig sind“, sagte Nicole betrübt. „Aber die Mitglieder des Renovierungsteams sind wunderbar! In Kooperation mit den Mitarbeitern des Sozialamts arbeiten sie mit so viel Freundlichkeit und bemühen sich, die anfallenden Arbeiten so schnell wie möglich zu erledigen.“

So halfen sie auch einer sechsköpfigen Familie, die in einer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung in Jerusalem lebt. Die Eltern hatten den kleinen Balkon umbaut, um ein Schlafzimmer für ihre vier Kinder zu erhalten. Im Sommer war der Raum drückend heiß und im Winter eiskalt. Schimmel hatte sich auf den Wänden gebildet und Krankheiten hielten Einzug. Aufgrund der beengten Wohnsituation konnten Freunde der Familie nicht zu Besuch kommen. Das Renovierungsteam säuberte die Wohnung, befreite die Wand von Schimmel und zog eine neue Trennwand im Wohnzimmer ein, um ein anständiges Schlafzimmer für die Kinder zu schaffen. „Die Familie freut sich sehr über ihre renovierte Wohnung und die Kinder sind glücklich, dass sie endlich Freunde zum Spielen einladen können“, berichtete Nicole Yoder.
Ein anderer Einsatz führte das Renovierungsteam zu einem älteren Ehepaar in Jerusalem. Die Frau ist auf ihren Rollstuhl angewiesen und der Mann leidet an einer Herzkrankheit. Sie waren körperlich nicht in der Lage, ihre Wohnung zu renovieren, die unzureichend beleuchtet und heruntergekommen war. Zerbrochene und fehlende Bodenfliesen erhöhten das Stolper- und Verletzungsrisiko. Die neugestrichenen Wände hellen nun die Wohnung auf, defekte Lampen wurden ersetzt und neue Fliesen verlegt. Zudem wurden Haltegriffe und Geländer in der Wohnung angebracht. Voller Freude schrieb das Ehepaar in einem Dankbrief: „Ihr habt unser Zuhause in einen Palast verwandelt.“
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