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Immer neue Einwanderer-Gruppen kommen am Flughafen in Tel Aviv an. Die jüdischen Einwanderer (Olim) sind Teil einer wachsenden Exodus-Welle aus westlichen Ländern. Die Jewish Agency spricht vom „Hochsommer der Alijah“ – das hebräische Wort für Einwanderung.
Allein aus Frankreich überquerten im ersten Quartal 2025 rund 500 Olim das Mittelmeer. Viele werden von der ICEJ unterstützt. Auslöser für den langsamen Exodus der Juden aus westlichen Ländern ist der wachsende Judenhass. Doch die Olim kommen auch mit Stolz auf ein widerstandsfähiges Israel in ihre biblische Heimat.
Jahrzehntelang wurde Alijah vor allem mit Juden in Verbindung gebracht, die vor Verfolgung und Unterdrückung aus der Sowjetunion flohen, aus Äthiopien oder Kriegsgebieten. Heute zeichnet sich ein neues Bild ab: Juden aus den USA, Europa, Südafrika und Australien packen ihre Koffer. Mit diesem modernen Exodus erfüllt sich die biblische Endzeit-Prophezeiung: „Ich will vom Osten deine Kinder bringen und dich vom Westen her sammeln.“ (Jesaja 43,5)
Frankreich ist die Heimat der größten jüdischen Gemeinde Europas, ihre Wurzeln reichen bis in die Römerzeit. Doch inzwischen fühlen sich viele französische Juden wie unerwünschte Fremde. Nach dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 stiegen die antisemitischen Vorfälle in Frankreich um 1.100 Prozent! Befeuert wird der Antisemitismus besonders durch nordafrikanische und andere muslimische Einwanderergemeinschaften. Umfragen ergaben: 38 Prozent der französischen Juden – fast 200.000 Personen – beschäftigen sich inzwischen aktiv mit dem Thema Alijah. Der Oberrabbiner von Paris, Moshe Sebbag, beklagte: „Es ist heute klar, dass es für Juden in Frankreich keine Zukunft gibt.“
Auch in Deutschland ziehen viele Juden eine Auswanderung in Betracht – ebenfalls getrieben vom eskalierenden Antisemitismus. In Estland, Lettland und Litauen ist hingegen die Angst vor einer Ausweitung des Ukraine-Kriegs Hauptauslöser für eine neue Alijah-Welle. Die Alijah-Welle aus der Ukraine hat bereits 2014 begonnen – obwohl zunächst viele ukrainische Juden erst einmal Zuflucht in Deutschland gesucht hatten und nicht in Israel.
Wir haben in den letzten zwei Jahren Alijah-Flüge für 654 französische Juden gesponsert. In den vergangenen 45 Jahren hat die ICEJ insgesamt fast 190.000 Olim unterstützt. Zu ihnen gehören Alison und ihre Familie. „Ich wollte meine Kinder an einem Ort großziehen, an dem sie ohne Angst stolz auf ihre jüdische Identität sein können“, erklärt die 28-jährige Lehrerin aus Marseille, die letztes Jahr nach Israel zog. Die zunehmende Feindseligkeit gegenüber Juden in Marseille überzeugte sie, dass die Zeit reif war.
Der Vorsitzende der Jewish Agency, Doron Almog, erwartet für die kommenden Jahre eine große Alijah-Welle und hat um unsere Unterstützung gebeten. Wir haben bereits zugesagt, unseren Alijah-Dienst auszuweiten.
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