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Unter den Olim (jüdischen Einwanderern), die Ende Juni in Israel eingetroffen sind, war auch der siebenjährige Maxim aus St. Petersburg. Seine Alijah (Einwanderung nach Israel), die von der ICEJ gesponsert wurde, ist ein besonderes Wunder und verdeutlicht die schwierige Situation vieler jüdischer Familien in Russland.
Vor rund eineinhalb Jahren wurde bei Maxim akute lymphatische Leukämie festgestellt. Nach monatelangen Behandlungen in einem der besten Krankenhäuser St. Petersburgs und strikter Selbst-Isolierung der Familie schöpften sie neue Hoffnung. Doch am 16. Juni bestätigten Tests, dass der Krebs sich ausgebreitet hatte. Maxim benötigte dringend eine Knochenmarktransplantation. Bereits unter normalen Umständen wäre eine solche Behandlung schwierig gewesen, erklärte sein Vater Boris. Doch inmitten der Corona-Pandemie hatte Maxim in Russland keine Chance auf Heilung.
Freunde erzählten den Eltern von einer jüdischen Familie, die in einer ähnlichen Notsituation nach Israel ausgewandert war. Dort wurde ihr Kind medizinisch behandelt. „Wir waren noch nie in Israel und wussten auch nicht, wie wir Alijah machen könnten“, erklärte Boris. Am 20. Juni kontaktierte er das israelische Konsulat und das Büro der Jewish Agency in St. Petersburg per E-Mail. Verzweifelt bat er um Hilfe für seinen Sohn, wagte aber kaum zu hoffen.
Doch bereits am nächsten Tag erhielt er einen Anruf von David Mamistvalov, Vertreter der Jewish Agency. „Wir Israelis lassen Kinder nie im Stich“, ermutigte dieser die erstaunten Eltern. Seine Mitarbeiter setzten sich mit Hochdruck daran, die benötigten Dokumente der russischen und israelischen Behörden für die Alijah zusammenzutragen. Am 24. Juni erhielt die Familie ihre Reisepässe. Dank der großzügigen Spenden unserer Freunde und Unterstützer konnte die ICEJ-Deutschland die Kosten für ihre Flüge nach Moskau und Israel übernehmen. Bereits am 30. Juni, zehn Tage nach Boris‘ verzweifelter Kontaktaufnahme, landeten sie in Tel Aviv.
Maxim wurde unverzüglich medizinisch behandelt, während seine Eltern in einer Mietwohnung nahe des Jerusalemer Krankenhauses die vorgeschriebene Quarantäne einhielten. Der Siebenjährige blieb während des Umzugs sehr tapfer. „Wir erklärten ihm, dass wir einen Krieg gegen Bakterien führen und dass diese nun leider zurückgekommen sind. Jetzt müssen wir bessere Waffen einsetzen, aber wir werden gewinnen“, erzählte der Vater. Die Familie ist erstaunt und sehr dankbar für die Anteilnahme von allen Seiten. „Das gibt uns Hoffnung auf Heilung für unseren Sohn.“
Am 20. Oktober erhielten wir von der Jewish Agency die Information, dass Maxim inzwischen zwei Chemotherapie-Behandlungen erhalten hat. Sein Immunsystem ist sehr geschwächt. Er und seine Familie sind sehr vorsichtig und Maxim verlässt das Krankenhaus nicht. Er ist sehr geschwächt und müde. Seine Eltern verlassen seine Seite nur für kurze Zeit. Die Ärzte sind optimistisch. Auch die Eltern und Maxim sind hoffnungsvoll und beten. In diesen Tagen werden Testergebnisse erwartet und je nachdem, wie sie ausfallen, werden die Ärzte über einen OP-Termin für eine Knochenmarktransplantation entscheiden, die ihm das Leben retten könnte.
Alijah innerhalb von zehn Tagen zu machen ist eine Ausnahme, die aufgrund der Krankheit des Kindes und der guten Behandlungsaussichten in Israel möglich wurde. Mit sogenannten „Evakuierungsflügen“, die von der ICEJ gesponsert werden, bringt die Jewish Agency inmitten der Corona-Krise wöchentlich vor allem Menschen in Notsituationen nach Israel. Betroffen sind Familien und Einzelpersonen, die wegen ihrer Alijah-Pläne bereits ihre Arbeit und Wohnung gekündigt haben, infolge der Grenzschließungen aber nicht mehr ausreisen konnten.
Bitte helfen Sie uns, Alijah-Flüge für weitere jüdische Familien zu sponsern.
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