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Israel braucht Freunde - und Gebete. Deshalb trafen sich am 2. Dezember rund 350 Israelfreunde zur ICEJ-Gebetskonferenz in der Filderhalle in Leinfelden-Echterdingen. Zwei Terroropfer aus Israel berichteten vom Massaker der Hamas.
Ein großes Zelt spannt sich über den blanken Boden. Armeeschlafsäcke liegen im Sand. Gottfried Bühler, ICEJ-Vorsitzender und Moderator der Fernsehserie „Faszination Israel“, gibt zu Beginn der Konferenz Einblicke in die Lage der israelischen Truppen. Ein Video ist besonders bewegend. Es zeigt junge Soldaten, die im Kreis zusammenstehen, eine ganze Kompanie. Ihre Gesichter sind nicht zu erkennen, aber sie singen voller Inbrunst auf Hebräisch: „Wir glauben, wir glauben! Wir können uns auf niemand anderen verlassen, als auf unseren Vater im Himmel!“ – bevor sie in den Gazastreifen einmarschieren. In die Terrortunnel-Hölle der Hamas.
„Ich will uns daran erinnern, dass wir das Beten vom jüdischen Volk gelernt haben“, kommentierte Gottfried Bühler die Bilder. „Der berühmteste Jude aller Zeiten hat uns gelehrt zu beten: Unser Vater im Himmel – das ist es, was diese Soldaten beten, ehe sie in die Schlacht ziehen“.
Zwei Ehrengäste waren extra für diesen Abend aus Israel gekommen, um stellvertretend für die vielen Opfer vom Terror der Hamas zu berichten: Ofer Baram und Ronen Weiss von der Jewish Agency.
ICEJ-Gebetskoordinator Christoph Scharnweber bedankte sich für ihre Bereitschaft, von ihren Erlebnissen zu erzählen und sich damit noch einmal dem Schmerz auszusetzen. Christoph Scharnweber rief am Ende des Berichts von Ofer Baram (siehe nebenstehenden Artikel) spontan erstmals zu einer Anbetungsform auf, die bei einer Gebetskonferenz der ICEJ noch nie praktiziert worden war: Stille vor Gott. „Aber der HERR ist in seinem heiligen Tempel. Es sei stille vor ihm alle Welt!“, zitierte er Habakuk 2,20. Die Stille endete mit dem gesungenen hebräischen Glaubensbekenntnis „Shma Israel“ – höre Israel, der Herr ist unser Gott.
Ronen Weiss, der als Direktor der Jewish Agency für die weltweiten jüdischen Gemeinden zuständig ist, berichtete von der Arbeit der jüdischen Hilfsorganisation, die dank der ICEJ gleich unmittelbar nach dem Terrorangriff für die Opfer tätig werden konnte. Weiss bedankte sich im Namen der jüdischen Gemeinschaft. „Wir hätten niemals diese Hilfe bieten können ohne so starke Partner wie euch an der Seite!“, betonte Weiss. Seine Familie war ebenfalls vom Terrorangriff betroffen. Eine Rakete der Hamas zerstörte sein Elternhaus in Ashkelon, die Eltern überlebten im Schutzraum.
In den Medien wird Israel häufig als Aggressor dargestellt und bei vielen Demonstrationen weltweit erlebt man offenen Judenhass. ICEJ-Geschäftsführer Stephan Lehnert gab den Konferenz-Teilnehmern deshalb ein Anliegen mit auf den Weg: „Bitte geht als Botschafter zurück in unsere Gesellschaft, in die Gemeinden, in die Nachbarschaft. Erzählt weiter, was tatsächlich in Israel passiert ist.“
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