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Der Krieg in der Ukraine hat die größte Flüchtlingswelle der Nachkriegszeit in Europa ausgelöst. Inzwischen haben mehr als vier Millionen Menschen die Ukraine verlassen. Der Krieg und die humanitäre Katastrophe macht auch vor der jüdischen Gemeinde nicht Halt. Tausende Juden sind bereits geflohen, andere harren wie ihre christlichen Mitbürger in den teilweise zerstörten Städten aus und hoffen auf ein Ende der Kampfhandlungen oder die Öffnung von Fluchtkorridoren.
Die ICEJ unterstützt die Jewish Agency (Israels Einwanderungsbehörde) dabei, so viele Juden wie möglich aus der Ukraine zu evakuieren. Dazu sponsern wir Busse, die die Geflüchteten oft auf gefährlichen Wegen durch das Kriegsgebiet in Sicherheit bringen. In der Westukraine hat die Jewish Agency ein Auffangzentrum eingerichtet, in den Nachbarländern Hotels und Jugendherbergen angemietet, um die Flüchtlinge aufzunehmen. Dort sind sie erst einmal in Sicherheit, bekommen ein warmes Bett, drei Mahlzeiten am Tag und erhalten medizinische Versorgung und notwendige Kleidung. Das wichtigste ist jedoch, dass sie hier wieder Hoffnung für die Zukunft fassen. Viele der Geflüchteten entscheiden sich, nach Israel auszuwandern. Bis Ende März landeten mehr als 10.000 ukrainische Juden in Israel.
Neben den besorgniserregenden Meldungen aus dem Kriegsgebiet und den belagerten Städten erreichen uns viele bewegende Berichte über das Schicksal der Geflüchteten und den mutigen Einsatz der zahlreichen Helfer. Schimon Sabag, Leiter unserer Partnerorganisation Yad Ezer L’Chaver und Direktor unseres Heims für Holocaustüberlebende in Haifa, reiste kurz nach Kriegsbeginn in die Ukraine, um dort nach jüdischen Holocaustüber-lebenden zu suchen. Viele von ihnen, geschwächt und gesundheitlich angeschlagen, harren in denselben Kellern und Verstecken aus, in denen sie bereits im Zweiten Weltkrieg Zuflucht suchen mussten. Aufheulende Sirenen und das bedrohliche Krachen einschlagender Geschosse wecken alte Traumata.
Unermüdlich sind Schimon und sein Team im Einsatz, auch in der Ostukraine. Teilweise müssen sie von der ukrainischen Armee eskortiert werden, einmal schlug eine russische Rakete nur 200 Meter von ihnen ein. „Ich verspürte Gottes Ruf, in die Ukraine zu gehen, und die Gewissheit, dass er uns beschützen würde“, berichtet Schimon. Als sie aus Cherson einige Holocaustüberlebende evakuiert hatten, besetzten nur drei Stunden später russische Truppen die Zufahrtswege zur Stadt. Trotz der vielen Gefahren, denen er und sein Team jeden Tag ausgesetzt sind, machen sie unbeirrt weiter. „Diese Menschen haben die Schrecken der Schoa überlebt. Ich will nicht, dass sie etwas Ähnliches noch einmal durchleben müssen. Dank der Unterstützung der ICEJ ist diese Rettungsaktion möglich.“
Aufgrund der beschwerlichen Reise können oft nur zwei oder drei Holocaustüberlebende zeitgleich evakuiert werden. Dennoch ist jeder Einzelne von ihnen die Mühe wert. „Wir retten sie vor dem sicheren Tod“, sagt Schimon und erzählt, immer wieder werde er von den Geretteten mit den Worten begrüßt: „Euch hat Gott geschickt!“ Über Polen sollen sie nach Israel gebracht werden, wo sie bei Angehörigen oder in Alters- und Pflegeheimen untergebracht und versorgt werden. Möglicherweise werden einige von ihnen sogar im Haifa-Heim ein neues Zuhause finden!

Die ICEJ-Zweigstelle in Rumänien bringt jüdische Flüchtlinge aus der Republik Moldau mit einem Bus und mehreren Kleinbussen nach Bukarest. Dort warten sie auf ihren Flug nach Israel. Pavel Antonesi, Direktor der ICEJ-Rumänien, berichtet von hunderten jüdischen Flüchtlingen, die in Kischinew ausharren. Die Betten in den Notunterkünften sind belegt, jeden Tag treffen neue Flüchtlinge aus der Ukraine ein.
Seit Kriegsbeginn in der Ukraine sind mehr als 30.000 Anrufe bei der Jewish Agency eingegangen. Um die Flut an Anfragen zu bewältigen, sind inzwischen die von der ICEJ gesponserten telefonischen Anlaufstellen in Haifa und Jerusalem mit der Hotline der Jewish Agency verknüpft. Ukrainisch- und russischsprachige freiwillige Helfer, die sonst bedürftigen und alleinstehenden Holocaustüberlebenden zur Seite stehen, nehmen nun auch Anrufe von Juden in der Ukraine entgegen, geben wichtige Hinweise zu Notunterkünften und erklären ihnen, wie sie nach Israel einwandern können.
In wenigen Tagen feiern Juden weltweit das Passahfest und die Befreiung ihres Volkes aus der Sklaverei in Ägypten. Die aktuelle Einwanderungswelle erinnert an diesen Auszug Israels: über Nacht, ohne Pläne zu schmieden oder Vorbereitungen zu treffen, müssen diese Kinder Israels aufbrechen. Sie befinden sich auf der Flucht vor modernen Streitwagen. Mittellos kommen sie in Israel an, mit nichts als der Kleidung, die sie tragen, einer kleinen Tasche und ihrem Handy. Viele sind orientierungslos, im Schockzustand und voll Sorge um ihre Liebsten, die sie in der Ukraine zurücklassen mussten. Vor rund 2.600 Jahren verkündete Gott durch den Propheten Jeremia dem Volk Israel: „Es gibt eine Hoffnung für deine Zukunft, spricht der HERR: Deine Kinder sollen wieder in ihre Heimat kommen.“ (Jeremia 31,17) Für uns als Christen ist es ein großes Privileg, den ukrainischen Juden neue Hoffnung für die Zukunft zu schenken und sie bei der Rückkehr in ihre Heimat Israel zu unterstützen.
Inzwischen konnte die ICEJ 620 ukrainischen Juden bei der Einwanderung nach Israel helfen. Neben ihrer Evakuierung und ihrem Flug nach Israel unterstützen wir auch ihre vorübergehende Unterbringung in den Nachbarländern sowie in Israel. Außerdem verteilen wir Hilfspakete, die u.a. Kosmetikartikel, Spielzeug und Kleidungsgutscheine enthalten.
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Gottfried Bühler und Stephan Lehnert besuchten mit Teilnehmern der Pastorenkonferenz “Envision” die Agrarschule in Sde Nitzan, die ökologische Landwirtschaft auf hochtechnologischem Niveau entwickelt.
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Seit über 40 Jahren überzieht das iranische Mullah-Regime die Welt mit Terror, kündigt die Auslöschung des jüdischen Volks an, unterdrückt und massakriert das eigene Volk.
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