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Mit einer Patenschaft für das Haifa Heim helfen Sie den betroffenen Menschen ganz praktisch und direkt. Unsere Projekte unterstützen hilfsbedürftige Menschen in Israel, insbesondere Holocaustüberlebende. Wenn Sie in eines unserer Projekte investieren, geben Sie nicht nur Geld. Sie schenken Hoffnung.
Ihre Vergangenheit war schrecklich. Helfen Sie mit einer Patenschaft für einen Lebensabend in Würde.
In unserem Haifa-Heim werden rund 70 Bewohner liebevoll versorgt. Sie gehören zu den noch etwa 160.000 Holocaustüberlebenden in Israel (Stand 2018), von denen ca. 40.000 unterhalb der Armutsgrenze leben. Viele sind nicht nur verarmt, sondern oft auch krank oder einsam. Durch ihre schrecklichen Erfahrungen während des Holocaust besonders in den Konzentrationslagern wurden einige so schwer traumatisiert, dass sie keiner geregelten Tätigkeit nachgehen konnten. Gesundheitliche Probleme, oft zurückgehend auf die Mangelernährung während ihrer Kindheit und Jugend, ziehen hohe Medikamentenkosten nach sich – ein weiterer Grund für Altersarmut.
Das Haifa-Heim bietet die wunderbare Gelegenheit, rund 70 Überlebenden einen Lebensabend in Würde und Gemeinschaft zu ermöglichen. Sie spüren dankbar, dass sie und ihre Lebensgeschichten nicht vergessen werden. Bitte unterstützen Sie dieses wichtige Projekt!
Die Zeit, in der wir diese verletzten Menschen noch segnen können, läuft ab. „Das Haifa-Heim ist eines der fröhlichsten Altenheime, die ich erlebt habe“, erzählt ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler. „Was war, können wir nicht wieder gut machen. Aber wir können ihre Herzen erreichen, Segen und ein Stück Heilung bringen.“
Zum Jahresende 2009 trat Schimon Sabag, Direktor der israelischen Hilfsorganisation „Helfende Hände“, an die ICEJ heran und bat sie um Hilfe. In seiner Suppenküche war ihm aufgefallen, dass auch immer wieder Menschen mit auf dem Arm eintätowierter Nummer bei der Essensausgabe anstanden. Um ihrer Not abzuhelfen, richtete die ICEJ in Zusammenarbeit mit „Helfende Hände“ 2010 das Altenheim für bedürftige Holocaustüberlebende in Haifa ein. „Am Anfang dieses wichtigen Projektes stand ein Wunder“, berichtet Dr. Jürgen Bühler. „Innerhalb von nur acht Tagen kam nach einem Spendenaufruf in Deutschland und Österreich die gesamte benötigte Summe für das erste Haus zusammen!“ Das Heim ist inzwischen zu einem Wohnkomplex aus zehn Häusern angewachsen, zu dem komplette Gebäude sowie einzeln angemietete Wohnungen gehören. Es trägt sich bis heute allein durch Spenden unserer Freunde und Unterstützer.
Mit viel Sorgfalt und Einsatz sind Wohnungen und Räume renoviert und in schöne Wohneinheiten umgewandelt worden. Dabei wurden auch Pflegeerfordernisse berücksichtigt. Untersuchungen zeigen, dass die Auswirkungen traumatischer Erlebnisse, die Jahre zurück liegen, mit dem Alter nicht schwächer werden, sondern sich intensivieren; verschüttete Erinnerungen kommen zurück. Mit fortschreitendem Alter suchen die Überlebenden immer stärker die Gesellschaft anderer Schicksalsgenossen, die durch dasselbe schwere Leiden hindurchgegangen sind. Das gibt ihnen emotionalen Halt. Israelische Fachkräfte, z.B. Sozialarbeiter, Psychologen und Ärzte sowie viele freiwillige Helfer bieten den Überlebenden betreutes Wohnen, medizinische Versorgung und eine herzliche Familienatmosphäre.
Yudit Setz, stellvertretende Direktorin der ICEJ-Sozialabteilung, ist im Sommer 2018 extra nach Haifa umgezogen, um dieses besondere Projekt noch besser betreuen zu können. „Dieses Heim liegt uns sehr am Herzen“, erklärt Yudit. „Jetzt können wir noch etwas für die Überlebenden tun und sie segnen, aber nicht mehr lange.“
Das Heim ist zu einer Begegnungsstätte geworden, die auch anderen Holocaustüberlebenden aus dem Großraum Haifa einen Ort der Gemeinschaft bietet. Hier wird ihnen Aufmerksamkeit geschenkt, sie erhalten warme Mahlzeiten und kostenlose medizinische Versorgung. Jede Woche werden verschiedene Aktivitäten angeboten: Basteln und gymnastische Übungen sowie Karten- und Brettspiele, kulturelle Aktivitäten, Computerkurse und Bibelstunden über die hebräischen Schriften der Bibel. Einmal im Monat werden alle Geburtstagskinder des Monats gefeiert – diese Feste gehören wie die Feier des Schabbats jeden Freitagabend zu den Lieblingsevents der Bewohner. „Ich liebe es, hier zu wohnen, weil für alles gesorgt ist. Ich muss mir keine Sorgen machen“, sagt Bewohnerin Miriam dankbar.
Leider gibt es eine lange Warteliste. Hunderte hilfsbedürftige Holocaustüberlebende warten auf einen Platz im Heim. Um dieser massiven Not begegnen zu können, hat die ICEJ das Patenschafts-Programm ins Leben gerufen. Im ICEJ-Magazin „Wort aus Jerusalem“ berichten wir regelmäßig über das Leben im Haifa-Heim. Jeder Pate erhält zudem den Lebensbericht und ein Foto eines Bewohners. Paten dürfen „ihren“ Überlebenden gerne Grußkarten schicken. Diese sind sehr beliebt, bitte rechnen Sie aber nicht mit einer Antwort. „Ich liebe sie, ohne sie zu kennen!“, sagt Esther, als sie eine Postkarte ihrer Patin an sich drückt. „Nachdem ich Familienangehörige im Holocaust verloren habe, bedeutet es mir so viel, dass Menschen an uns denken.”
Im Haifa-Heim freut man sich immer über Besuch. Die rund 70 Bewohner haben schon Gäste aus allen Teilen der Welt willkommen geheißen, christliche Freunde, aber auch israelische Schulklassen, Soldaten oder Politiker. „Danke, dass ihr hier seid!“, begrüßt Schimon Sabag, Direktor des Haifa-Heimes, die Besucher. „Sagt bitte auch denen Zuhause, die das Heim unterstützen, herzlichen Dank. Wenn wir als Juden und Christen zusammenarbeiten, können wir etwas so Wunderbares wie dieses Zuhause für Holocaustüberlebende aufbauen.“
Die Erinnerung an die Lebensgeschichten von Bewohnern des Haifa-Heimes wird im Museum vor Ort wach gehalten. „Der Museumsbesuch ging unter die Haut. Wir sind sehr berührt von dem Persönlichen. Gezeigt wurde, was die Bewohner erlebt haben“, berichten Marion und Reinhard K. aus Deutschland. „Das Museum im Heim ist ganz toll, ein persönliches Museum mit den Geschichten der Bewohner. Es ist ein Zeugnis für die Zukunft, auch über ihr Leben hinaus“, findet Heike S., ebenfalls zu Besuch aus Deutschland. „Im Haifa-Heim ist eine herzliche und schöne Atmosphäre. Den Holocaustüberlebenden wird Würde gegeben.“
Christen, die ihrer Liebe durch ganz praktische Unterstützung Ausdruck verleihen möchten, können dies durch eine monatliche Spende („Patenschaft“) tun, jeder Betrag ist willkommen. Das ICEJ-Patenschafts-Programm zeigt den Überlebenden zudem ganz praktisch, dass wir sie nicht vergessen. Eine monatliche Patenschaft für das Haifa-Heim trägt dazu bei, die laufenden Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Medikamente für alle Bewohner zu decken. Da diese je nach ihren Verhältnissen nichts oder nur einen geringen Beitrag für ihre Unterbringung und Verpflegung zahlen können, ist das Projekt auf regelmäßige Unterstützung angewiesen. Die Heimbewohner erhalten keine direkte finanzielle Zuwendung bzw. Auszahlung. Ihre Spenden fließen in einen Fonds, aus dem die Bewohner versorgt werden.
Vielen Dank, dass Sie dieses Projekt mit Ihren großzügigen Spenden und treuen Gebeten unterstützen!
Weitere Informationen zur Patenschaftsübernahme finden Sie im Booklet: "ICEJ-Patenschaften Holocaustüberlebende"
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