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In Israel wird am Jerusalem-Tag die Wiedervereinigung der Stadt im Sechstagekrieg gefeiert. 2021 startete die islamistische Terrororganisation Hamas aus Gaza am Jerusalem-Tag einen elftägigen Raketenkrieg. Die daraufhin folgende Welle der Gewalt zwischen Juden und Arabern in Israel erfasste auch die jüdisch-arabische Stadt Lod. Durch ein Therapie-Projekt hilft die ICEJ dort Schülern und Lehrern, die von der Gewalt traumatisiert wurden.
In Lod leben Araber, religiöse Juden und äthiopische Einwanderer Seite an Seite. Leider kämpft die Stadt seit langem mit Armut, Drogenmissbrauch, Gewalt und Straftaten. Doch die Straßenkämpfe, die letztes Jahr zwischen jüdischen und arabischen Bewohnern ausbrachen, stellten einen neuen Tiefpunkt dar. Die ICEJ unterstützt in der Stadt Initiativen der Versöhnung und der Koexistenz. Nicole Yoder, ICEJ-Vizepräsidentin für Alijah & Soziales, besuchte vor Kurzem eine der 14 Schulen in Lod. „Nicht nur die Kinder, auch Lehrer leiden noch immer unter dem Trauma und der Angst, ausgelöst von der Krise letztes Jahr“, berichtete Nicole.
In Zusammenarbeit mit örtlichen Bildungsbeauftragten sponsert die ICEJ die Initiative ‚Friedensraum‘ an Schulen in Lod, um seelische Heilung zu fördern. Es werden Beratung, Diagnose, Behandlung und Gruppentherapiesitzungen für die Kinder sowie Beratung für die Eltern angeboten. „Wir brauchen noch viele weitere Therapie-stunden“, erklärte Vertrauenslehrerin Sabrin. „Wenn die Kinder die benötigte Hilfe nicht bekommen, wird das Folgen haben wie Selbstmord, Drogenkonsum und Straftaten.“ Die Coronakrise hatte den Schulen bereits zugesetzt, nun kommen neue Depressionen und posttraumatische Belastungsstörungen hinzu. „Letzten Mai hatte ich wegen der Gewalt selbst Angst, zur Schule zu gehen. Wir müssen uns sicher fühlen, dann können wir anderen Hilfe anbieten“, sagte Sabrin.

In Lod traf Nicole auch Diana, eine erfahrene Psychologin. „Ich versuchte, neutral zu bleiben, aber angesichts des Konflikts war das nicht einfach“, erinnerte sie sich. „Das ist so ziemlich die einzige Möglichkeit für die Kinder, Hilfe zu bekommen – vor allem für die arabischen, denn sie sind sehr benachteiligt. Um sie auf einen guten Entwicklungspfad zurückzubringen, brauchen sie Hilfe in der Schule. Sehr wahrscheinlich wird ihnen sonst nirgendwo geholfen.“ Hadas, die als Psychologin für die Stadt Lod arbeitet, berichtete: „Mit eurer Hilfe haben wir ein Erstversorgungsangebot eingerichtet. Diese Schule hatte vor Mai 2021 noch keinen ‚Friedensraum‘. Andere Schüler mussten mit ansehen, wie ihr Klassenraum in Brand gesteckt wurde. Auch für sie haben wir Friedensräume eingerichtet.“ Die Mutter eines Kindes bat darum, die Therapie noch nicht zu beenden, weil sie ihrem Kind so sehr geholfen hat. „Durch eure großzügigen Spenden schenken diese Friedensräume den Kindern in Lod neue Hoffnung.“
Bitte helfen Sie uns, Versöhnung zwischen Juden und Arabern zu fördern. Verwendungszweck: ‚Koexistent von Juden und Arabern‘. Herzlichen Dank!
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