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Israel steht unter Schock. Selbst erfahrene Trauma-Berater sind erschüttert von der Flut an Patienten, die teils schwerst traumatisiert sind. Zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten und Trauma-Spezialisten werden dringend benötigt.
Jüngste Studien zeigen, dass die Zahl der Israelis, die an Depressionen und Angstzuständen leidet, sprunghaft um 30 Prozent gestiegen ist. Krankenhäuser und Kliniken sehen sich mit vielen schwerst traumatisierten Patienten konfrontiert – und es gibt zu wenig Fachpersonal. Das medizinische Personal in den Kliniken und Arztpraxen benötigt daher dringend Trauma- und Resilienz-Training, damit es in der Lage ist, als erste geschulte Ansprechpartner den Menschen bestmöglich zu helfen.
Dazu kommt, dass viele israelische Mediziner selbst mit Traumata zu kämpfen haben, weil sie direkt oder indirekt mit dem grausamen Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober konfrontiert waren. Gleichzeitig ist es für sie nicht leicht, weiter vertrauensvoll mit arabischen Kollegen zusammenzuarbeiten. Gerade der medizinische Bereich galt in Israel seit langem als glänzendes Beispiel für eine gelungene jüdisch-arabische Koexistenz. Doch diese wurde durch das Massaker der Hamas auf die Probe gestellt, da der Terrorangriff auch in vielen arabischen Gemeinden im Kernland Israels bejubelt wurde.
Daher beschloss die ICEJ, einen Pilotkurs über Trauma- und Resilienz-Training für 30 ausgewählte Führungskräfte aus Krankenhäusern in ganz Israel zu finanzieren – ein Modellprojekt, das positive Auswirkungen auf Tausende haben wird. Das landesweite Programm für medizinische Fachkräfte trägt gleichzeitig zum Abbau möglicher Spannungen zwischen arabischen und jüdischen Kollegen bei. Es ist ein innovativer Kurs, den es in keinem anderen Land der Welt gibt.
Ziel des Pilotkurses ist es, dass die Teilnehmer die gelernten neuen Behandlungsansätze anschließend in ihren Abteilungen im ganzen Land umsetzen und weitergeben. Dies ist auch schon geschehen: Durch die ersten Rückmeldungen wissen wir, dass sich die Schulung bereits jetzt positiv auf 1.500 medizinische Fachkräfte ausgewirkt hat.
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